Titelaufnahme

Titel
Fälschungsschutz bei Verpackungen in der Pharmazie
Weitere Titel
Counterfeit protection for packaging in the pharmaceutical industry
AutorInnenWessinger, Michael
GutachterPauer, Erik
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fälschungsschutz / Verpackung / Pharmazie / Arzneimittelgesetz
Schlagwörter (EN)counterfeit protection / packaging / pharmacy / drug law
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Verkauf von gefälschter Ware geht vor allem aus dem Fernost Ländern aus, also

von Ländern wie China und Indien. In den letzten Jahren hat sich vor allem der

Handel mit gefälschten Medikamenten stark erhöht. Gründe dafür sind einerseits die

günstigen Angebote, andererseits, dass man ganz einfach von zu Hause aus

einkaufen kann. Bei den Arzneimitteln liegen vor allem potenzsteigernde– und

Haarwuchsmittel im Trend. Jedoch auch Schmerzmittel und Medikamente zur

Behandlung von Krebs werden wesentlich günstiger über die Onlinemärkte

vertrieben. Dies geschieht oft ohne große Heimlichtuerei im Vertrieb, die Ware wird

auf öffentlich zugänglichen Internetseiten vermarktet und verkauft. Problematisch an

der Sache ist, dass einerseits die internationale Post nicht dem Zoll unterliegt und

andererseits die Fälscher ihre Ware über mehrere Länder schicken und so nur

schwer zu fassen sind. Doch dieser Teil des Marktes ist vom Kunden selbst erwählt

und der Kunde hat selbstverschuldet mit den gesundheitlichen Konsequenzen zu

rechnen.

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Anders jedoch sieht es aus, wenn gefälschte Arzneimittel über legale Abgabestellen,

wie etwa den Apotheken, verkauft werden.

Um dem Einhalt zu gebieten hat die EU eine neue Richtlinie (2016/161) zur

Festlegung von Sicherheitsmerkmalen auf der Verpackung von Humanarzneimittel

verabschiedet. Diese Verordnung wird mit 9. Februar 2019 in Kraft treten und

verpflichtet alle Produzenten und Vertreiber von verschreibungspflichtigen

Medikamenten und solchen die besonders gefährdet sind, mit einer Anzahl an

Sicherheitsmechanismen aus zu statten. Ziel der Maßnahmen soll es sein, von der

Erzeugung bis zum Endkunden, die Originalität des Medikaments zu gewährleisten.

Der wohl aufwendigste und kostenintensivste Punkt ist die Serialisierung jedes

Produktes. Es soll ab Februar 2019 in ganz Europa möglich sein, das verschriebene

Medikament mittels Code zu seinem Ursprung zurück zu verfolgen und auch in

weiterer Folge strafrechtliche Vorgehensweisen bei Fälschungen zu rechtfertigen.

Natürlich spielt die Verpackung eine wesentliche Rolle im Rahmen der

Fälschungssicherung. Druckdaten, -farben und versteckte Sicherheitsmerkmale sind

nur einige der Möglichkeiten um bereits mit freiem Auge feststellen zu können, ob

das Medikament echt ist oder nicht.

In dieser Arbeit wird eine rechtlicher Überblick gegeben, wie sich die Verordnungen

bis zur heutigen Version entwickelt hat, welche die wesentlichen

Sicherheitsmerkmale sind, die ab 09.Februar 2019 verpflichtet sind und welche

generellen Möglichkeiten zum Fälschungsschutz bestehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The sale of counterfeit goods originates mainly from the Far East, i.e. from countries

like China and India. In recent years, especially the trade in counterfeit drugs has

increased greatly. The reasons are on the one hand the cheap offers; on the other

hand, you can easily buy them from home. In the case of pharmaceuticals, potencyincreasing

and hair-growing drugs are the trend. However, painkillers and drugs for

the treatment of cancer are sold much cheaper on online markets. This often

happens without great secrecy, the counterfeiters send their goods through several

countries and thus are difficult to grasp. However, this part of the market is chosen by

the customer and the customer is responsible for the health consequences.

However, it’s a different story when counterfeit medicines are sold through legal

dispensaries, such as pharmacies.

In order to put a stop to this, the EU has adopted a new Directive (2016/161)

establishing safety features on the packaging of medicinal products for human use.

This regulation will enter into force on 9 February 2019 and forces all producers and

distributors of Prescription Medicines and those most at risk to provide them with a

number of security mechanisms. The aim of the measures should be to ensure the

originality of the drug from production to the end customer. Probably the most costly

and expensive is the serialization of every product. It should be possible, starting

February 2019 to trace the prescribed drug back to its source by means of a code

throughout Europe and to subsequently justify criminal proceedings against

counterfeiting.

Of course, the packaging plays an important part in the context of the protection

against counterfeiting. Print data, colours and hidden security features are just a few

of the ways to see with the naked eye whether the drug is authentic or not.

This work provides a legal overview of how these regulations have evolved up to

today's version, which are the essential security features that are obligatory from 9

February 2019 and which general possibilities exist for counterfeit protection.