Bibliographic Metadata

Title
Achtsamkeits- und Ausdauertraining als mögliche Bewältigungsstrategien bei PatientInnen mit Fibromyalgie-Syndrom
Additional Titles
Mindfulness and endurance training as possible coping strategies in patients with fibromyalgia syndrome
AuthorRottensteiner, Sabrina
Thesis advisorKundegraber, Manuela
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Ziel dieser Arbeit ist, Achtsamkeits- und Ausdauertraining, als mögliche Bewältigungsstrategien bei PatientInnen mit Fibromyalgie-Syndrom zu hinterfragen. Des Weiteren wird der Einfluss von Achtsamkeits- und Ausdauertraining auf Schmerz und Lebensqualität näher beschrieben.

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der folgenden zentralen Fragestellung:

Wie beeinflussen Achtsamkeits- und Ausdauertraining Lebensqualität und Schmerz bei PatientInnen mit Fibromyalgie-Syndrom (FMS)?

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich außerdem mit nachfolgenden Unterfragen:

Wie wirkt Ausdauertraining hinsichtlich der Schmerzsituation und Lebensqualität im Vergleich zu Achtsamkeitstraining bei PatientInnen mit Fibromyalgie-Syndrom?

Wie wirkt Ausdauertraining in Kombination mit achtsamkeitsbasierten Methoden auf Schmerzsituation und Lebensqualität bei Fibromyalgie-PatientInnen?

In welchen Bereichen ist Achtsamkeit in der Physiotherapie zu finden?

Fibromyalgie zählt zu den chronischen Schmerzerkrankungen. Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen, Schlafstörungen und eine hohe Erschöpfungsneigung, körperlicher und geistiger Art, zählen zu den primären Symptomen des Fibromyalgie-Syndroms. Ein Entgegenwirken ist daher eine große Herausforderung für PatientInnen, wie für Therapeutinnen und Therapeuten. Das Fibromyalgie-Syndrom tritt bei den meisten PatientInnen erstmals zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf. Der Anteil von Fibromyalgie-PatientInnen an der Bevölkerung liegt bei ein bis zwei Prozent, wobei Frauen acht- bis zehnmal häufiger von der Fibromyalgie betroffen sind als Männer. Die Verlaufsformen des Fibromyalgie-Syndroms können unterschiedlich schwer ausfallen. Eine allgemein anerkannte Schweregradeinteilung in leichte und schwere Formen existiert nicht. Die klinische Diagnose des Fibromyalgie-Syndroms kann nach den ACR-1990 Klassifikationskriterien oder den modifizierten ACR-Kriterien von 2010 gestellt werden und beruht auf der Anamnese eines charakteristischen Symptomkomplexes, klinischer Untersuchung und der Exklusion von Erkrankungen körperlicher Art, welche diesen Zusammenschluss von Symptomen genügend ergründen können. Die aktuelle Studienlage bietet keine eindeutigen Aussagen zur Ätiologie des Fibromyalgie-Syndroms.

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine hermeneutische Vorgehensweise.

Bei chronischen SchmerzpatientInnen kommen aufgrund der sozialen und psychischen Probleme und des daraus resultierenden gesellschaftlichen Rückzugs, immer zusätzliche, körperliche Störungen zustande. Die Physiotherapie ist deshalb ein wichtiger Baustein in der Behandlung von PatientInnen mit chronischen Schmerzerkrankungen, denen die Fibromyalgie angehört.

Die nachstehenden Begriffe werden in der Bachelorarbeit 1 näher erläutert:

 Fibromyalgie-Syndrom

 Schmerz

 Achtsamkeit

 Ausdauertraining

Obwohl Achtsamkeitstraining zunehmend als gesundheitsförderlich anerkannt wird und das öffentliche Interesse an dieser Methode steigt, häuft sich die Zahl der Hypothesen über die Wirksamkeit des Achtsamkeitstraining bei Fibromyalgie-PatientInnen, ohne oftmals eine einheitliche Bestätigung dieser zu erhalten. Der Großteil an gefundenen und gelesenen Studien bezüglich dieser Thematik beschreibt den Bedarf an weiterer Forschungsarbeit auf diesem Gebiet.

Die aktuelle AMWF-Leitlinie der Deutschen Schmerzgesellschaft (2017) empfiehlt Ausdauertraining als gute Behandlungsmethode bei PatientInnen mit Fibromyalgie-Syndrom.