Titelaufnahme

Titel
Die ambulante Geburtseinleitung : Auswirkungen auf die vaginale Geburtenrate
Weitere Titel
Outpatient induction of labour Effects on vaginal delivery rate
AutorInnenZahradnik, Nina
GutachterKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ambulante Geburtseinleitung / Ambulante Zervixreifung / Ballonkatheter / Prostaglandine zur Geburtseinleitung
Schlagwörter (EN)Outpatient labour induction / outpatient cervical ripening / Ballooncatheter / Prostaglandines for labour induction
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Einleitung der Geburt ist eine der häufigsten geburtshilflichen Interventionen. Hebammen sind häufig mit der Betreuung von Frauen konfrontiert, deren Geburt aus unterschiedlichen Gründen eingeleitet wird. Da gerade bei einem unreifen Zervixbefund der Prozess der Zervixreifung und das Warten auf den Wehenbeginn mehrere Stunden oder sogar Tage in Anspruch nehmen können, verbringen Frauen viel Zeit in einem stationären Umfeld, obwohl sie sich in keiner aktiven Phase der Geburt befinden. Im Zuge der Recherche für die erste Bachelorarbeit, welche sich mit der medikamentösen Einleitung von Erstgebärenden bei Terminüberschreitung und der Wahrnehmung der betroffenen Frauen beschäftigt, stieß die Autorin auf Studien zum Thema ambulante Geburtseinleitung. Qualitative Studien haben gezeigt, dass sich die gewohnte Umgebung positiv auf das Befinden der Frauen während der Phase der Zervixreifung auswirkt. Retrospektiv geben Frauen höhere Zufriedenheit mit der Geburtseinleitung an, als nach einer stationären Einleitung. Leitlinien und Expertenmeinungen hinsichtlich dieser Thematik sind regional sehr unterschiedlich. Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Durchführung der ambulanten Geburtseinleitung abgeraten wird, erscheint sie im englischsprachigen Raum gebräuchlicher zu sein. Leitlinien verweisen auf die fehlenden Evidenzen hinsichtlich der Sicherheit, geben jedoch an, dass die ambulante Geburtseinleitung für bestimmte Gruppen von Schwangeren eine Möglichkeit sein könnte.

Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist es aus der Literatur herauszuarbeiten, ob sich, abgesehen von der nicht restlos geklärten Frage der Sicherheit, ein Benefit hinsichtlich der vaginalen Geburtenrate ergeben würde. Somit werden in dieser Arbeit einander verschiedene Methoden der Geburtseinleitung im ambulanten und stationären Setting gegenübergestellt und Vergleiche hinsichtlich der vaginalen Geburtenrate gezogen.

Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage erfolgte eine systematische Literaturrecherche in den lizensierten Datenbanken der FH Campus Wien, sowie mittels Stichwortsuche über Google und Google Scholar. Die verwendeten Datenbanken waren Cochrane Library, Pubmed, ScienceDirect, Thieme und die Maternity & Infant Care Database. Mithilfe der Schneeballmethode konnte weitere Literatur gefunden und in die Arbeit integriert werden.

Ergebnisse: Die Gegenüberstellung der einzelnen Methoden hat sich als schwierig erwiesen und kann nur richtungsweisend dienen. Der Vergleich der einzelnen Studien hat gezeigt, dass sich bei der Gegenüberstellung der einzelnen Einleitungsmethoden untereinander kein statistisch signifikanter Vorteil in Hinblick auf die vaginale Entbindungsrate ergibt.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Induction of labour is one of the most common obstetric interventions. Midwives often take care of women undergoing induction of labour caused by different reasons. Very often the ripening process of an unfavourable cervix takes hours or even days and the women spend this time in hospital even though they are not yet under active labour. While doing the research for the first bachelorthesis which concerns the labour induction on primiparae due to post-date pregnancy the author of this thesis found literature about the outpatient induction of labour. Qualitative studies have shown that women feel more comfortable in their home environment during the ripening process. When asked retrospectively they report about an overall satisfaction with the induction process. Guidelines and expert opinions concerning this topic vary. In Germany, Austria and Switzerland experts recommend to perform an induction of labour only in an inpatient setting. In English-speaking countries it seems like the outpatient induction of labour is more common. Even though the guidelines note that there is a lack of evidence concerning the safety they also state that outpatient labour induction appears to be feasible in selected groups.

Objective: The aim of this thesis is to work out if the outpatient induction of labour would bring a benefit regarding the rate of vaginal births, even though the question about the safety is not completely clarified. In this thesis a comparison of different methods of outpatient and inpatient labour induction is done to identifiy whether there is a different rate of vaginal births in the different groups.

Methods: To answer the research question a systematic literature research in the licensed databases of the FH Campus Wien is done, as well as a search by keywords via Google and Google scholar. Research was performed in the databases Cochrane library, Pubmed, ScienceDirect, Thieme and the Maternity & Infant Care Database. Using the Snowballmethod was helpful in finding additional evidence which could be included in this thesis.

Results: Comparing the different methods and outcomes is difficult and their interpretation may only serve pointing the way. Comparing the methods within their group it has been shown that there is no benefit regarding the rate of vaginal births when performing outpatient induction of labour.