Titelaufnahme

Titel
Phänotyp Plastizität von TIBC von humanen Melanom Patienten
Weitere Titel
Phenotype Plasticity of TIBC From Human Melanoma Patients
AutorInnenSimon, Martin
Erschienen2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Melanom / B Zellen / Tumor infiltrierende B Zellen / Tumormikroumgebung / B Zell Phänotyp
Schlagwörter (EN)Melanoma / B cells / Tumor infiltrationg B cells / Tumor microenvironment / B cell phenotype
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das kutane Melanom ist die tödlichste Form von Hautkrebs und trotz vieler Anstrengungen ist die Inzidenz dieser Erkrankung über die letzten Jahrzehnte beträchtlich gestiegen. Zellen des Immunsystems infiltrieren Tumore, einschließlich Melanome, und während die Rolle von tumor-infiltrierenden Zelltypen wie Makrophagen oder T Zellen gut verstanden ist, ist es die Rolle von Tumor infiltrierenden B Zellen (TIBC) nicht. Frühere Arbeiten des Wagner Labors haben gezeigt, dass Melanomzellen und TIBC über lösliche Faktoren miteinander interagieren und damit Therapieresistenz von Melanomzellen induzieren können.

Zellen der B Zellline durchlaufen eine Folge von sukzessiven Entwicklungsstufen mit unterschiedlichem Phänotyp und unterschiedlicher Funktion, bis heute gibt es jedoch keine phänotypischen Marker um (Melanom-) TIBC zu identifizieren. In dieser Arbeit haben wir immortalisierte TIBC aus Melanomgeweben von Patienten und dazugehörende B Zellen aus peripherem Blut genutzt, um phänotypische Änderungen mittels 9-Farben FACS Färbung zu beschreiben, die durch Exposition zu löslichen Faktoren in sogenanntem „melanoma conditioned medium (MCM)“ induziert werden. Während unbehandelte TIBC und periphere B Zellen einen vergleichbaren Plasmablasten- oder Plasmazell-ähnlichen Phänotyp aufweisen, führte Exposition zu MCM zu einer Verringerung der Expression von CD19 und CD20 und durchgehend zur Induktion von CD38 gemeinsam mit einer Induktion von CD138 in einzelnen B Zell Proben. Diese Daten zeigen, dass humane Melanomzellen über die Sekretion von löslichen Faktoren den Plasmablasten- und/oder Plasmazell-ähnlichen Phänotyp von TIBC und peripheren B Zellen deutlich akzentuieren können. Diese Beobachtung kann erhebliche Bedeutung für die Entwicklung zukünftiger, gegen B Zellen gerichteter Melanomtherapien haben.

Zusammenfassung (Englisch)

Cutaneous melanoma is the deadliest form of skin cancer and despite many efforts its incidence rose significantly over the last decades. Cells of the immune system infiltrate tumors, including melanoma, and while the role of tumor infiltrating cell types like macrophages or T cells is well understood, the role of tumor infiltrating B cells (TIBC) is not. Previous work from the Wagner lab has shown that melanoma cells and TIBC cross-talk to each other via soluble factors to develop drug resistance of melanoma cells.

Cells of the B cell lineage pass through a series of successive developmental stages with different phenotypes and function, but so far there are no phenotype markers to identify (melanoma) TIBC. Here, we used immortalized patient derived TIBC from melanoma samples and matched B cells from peripheral blood to describe phenotypic changes by nine color FACS staining upon exposure to soluble factors in melanoma conditioned medium (MCM). While unexposed TIBC and their peripheral B cell counterparts shared a similar plasmablast- or plasma cell-like phenotype, exposure to MCM induced a downregulation of CD19 and CD20 expression and a consistent induction of CD38 along with induction of CD138 expression in some B cell samples. These data show that human melanoma cells, via secretion of soluble factors, can accentuate a pronounced plasmablast- and/or plasma cell-like phenotype in TIBC and peripheral B cells, an observation important for the development of future B cell-directed melanoma therapies.