Bibliographic Metadata

Title
Die Entwicklung des Kirchenbaus in Europa
Additional Titles
The development of church-construction in Europe
AuthorSoldo, Domagoj
Thesis advisorGoger, Ljuba
Published2017
Date of SubmissionNovember 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Basilika / Kanzel / Katakomben / Kuppel / Langhaus / Mittelschiff / Hauptschiff / Privatdomizil / Rosettenfenster / Seitenschiff / Nebenschiff / Skelettbauweise
Keywords (EN)basilica / pulpit / catacombs / dome / cupola / geodetic dome / long house / long dwelling / nave / private domiciles / rose window / aisle / side aisle / frame construction
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Nach der Auferstehung Jesus Christus, begannen Aposteln sein Wort zu verkünden, was wegen der Intoleranz anderer Glaubensrichtungen nicht einfach war. Sie suchten Zuflucht in privaten Häusern der Gläubigen und damit entstanden die ersten Kirchen, die Hauskirchen.

Neben den unterirdischen Gräbern, den Katakomben, fiel den ersten Christen vor allem ein für die Zukunft prägendes Gebäude ins Auge, die Basilika, ein Langhaus welches in ein Hauptschiff und zwei Nebenschiffe unterteilt wurde und künftig der Grundgebäudetyp wird.

Nicht nur in Westrom, sondern auch in Ostrom, entwickelte sich ein eigener Kirchentyp, der vor allem Vorbild für die späteren orthodoxen Kirchen wurde, der Zentralbau. Ein weiteres kirchliches Gebäudeelement, das schnell große Sympathie gewann, war die Kuppel, da sie den Eindruck von unendlichem Himmel und damit die Nähe zu Gott repräsentierte.

Auf dem Prinzip der Basilika baute die nächste Kirchenbauepoche auf, die Romanik. Romanische Kirchen waren in drei Schiffe gegliedert und hatten dicke Mauern. Zudem kamen auch die ersten Türme in dieser Bauepoche auf.

Auf die romanischen folgten die gotischen Kirchen, die vor allem durch das Engagement der Bevölkerung in Frankreich Verbreitung fand. Eine stark geschmückte Außenfassade, große Rosettenfenster, aber auch die Skeletbauweise und damit das Strebewerk sind typische Merkmale dieser Epoche.

Die italienische Antwort auf die gotische Kirche war die Kirche der Renaissance. Und gerade die ehemalige verabscheute heidnische Architektur der Antike, wurde plötzlich als das Vollkommene betrachtet. Das größte Meisterwerk dieser Zeit ist die Peterskirche in Rom.

Aufgrund der Reformation und Glaubensspaltung, entwickelten sich zwei neue Kirchenbautypen, die katholische und die evangelische Barockkirche. Die unterschiedliche Stellung der Predigt und der Eucharistie während des Gottesdienstes, hatten Einfluss auf die Position des Altars, der Kanzel etc. und führten zu unterschiedlichen Entwicklungen der Sakralbauwerke.

Darauf folgten der klassizistische Kirchenbau, in dem Kirchen wieder mit Elementen der Antike erbaut wurden und der historistische Kirchenbau, der alte Sakralbaustile mit modernen Baumethoden und Materialien wiederbelebte.

Das 20. Jahrhundert wurde zur letzten Kirchenbauepoche, die vor allem simple Architektur kennzeichnete. Danach geht der Kirchenbau, aufgrund großer Glaubensverluste stark zurück und heute geht es eher um die Sanierung alter Sakralbauten als um Neuerrichtungen.

Abstract (English)

The apostles started to spread Jesus Christ’s words after his resurrection, which wasn’t easy at that time, because the Christian’s weren’t accepted as an own religious group. They began to pray hidden in their private places and this leaded to the first form of sacred architecture: the house-church.

During the following decades, they stopped hiding in private domiciles or catacombs and discovered a new architectural phenomenon: the basilica, a longhouse consisting of a nave and a side aisle.

Both, the Western Roman Empire and the Byzantine Empire, developed their own spiritual places, including the famous central-plan building: A building with a huge dome to point out the infinity of heaven and God.

The idea of the basilica opened up a new architectural epoch: the Romanesque period, with its massive walls and the first church towers.

Shortly after the Romanesque style, the Gothic architecture became popular: extremely decorated fronts, big rose windows and beautiful frame constructions. All of it coming from France.

The church of the Renaissance was the Italian answer to the French gothic. It was the ancient pagan construction, always considered to be irreligious and dirty, which obtained its maximum with the renowned St. Peter’s basilica in Rome.

The following century was the baroque era, an era marked by a huge turning point in the Christian’s history. The Reformation split the Catholics and the Protestants into two different camps with two different opinions on the structure in and outside the church, for example the position of the altar or the pulpit.

The baroque was followed by the classicism, reintroducing the church-constructions of the ancient time and the historicism combing old sacred architecture with modern elements and materials.

The 20th century became the last important epoch in church construction. Due to an immense loss of believers, the investment in renovations of old sacred buildings mark this period. There are just some new churches, which are kept very simple and straight in terms of construction and architecture.