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Title
Eine kritische Analyse der indigenen Sozialen Arbeit und der Indigenisierung aus einer nicht-indigenen Perspektive : Herausforderungen in der Praxis
Additional Titles
A Critical Analysis of Indigenous Social Work and Indigenisation from a Non-Indigenous Perspective Challenges in Practice
AuthorBaschnegger, Laura
Thesis advisorGrandits, Marijana
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageEnglish
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Indigene Soziale Arbeit / Indigenisierung / De-kolonialisierung / Maori / Afrika / Kolonialismus / Imperialismus / Internationalisierung / traditionelle Strukturen / traditionelle Systeme / indigen / indigene Völker
Keywords (EN)indigenous social work / indigenisation / indigenization / decolonisation / decolonization / Maori social work / Maori / African context / Africa / colonialism / imperialism / internationalisation / local context / traditional structures / traditional systems / indigenous / indigenous people
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Der erste Schritt hin zu einer de-kolonialisierten Sozialen Arbeit ist die Erkenntnis ihrer kolonialen Vergangenheit und Gegenwart. Der nächste Schritt ist es Wege zu finden, welche eine adäquate Unterstützung der Klient*innen ermöglichen und diese zu nutzen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der indigenen Sozialen Arbeit und der Indigenisierung, um Sozialarbeiter*innen im Westen (in Österreich) die Möglichkeit zu eröffnen, diese Wege zu erkennen und zu beschreiten. Indigene Soziale Arbeit und Indigenisierung werden kritisch analysiert und die Herausforderungen, die sich ihnen in der Praxis stellen, werden anhand von Beispielen der Sozialen Arbeit der Māori und der Indigenisierung der Sozialen Arbeit am afrikanischen Kontinent aufgezeigt. Obwohl die vorliegende Literaturarbeit von einer [weißen] europäischen Frau geschrieben wurde, wird ihre eurozentrische Sichtweise dank der Literaturauswahl, welche zum Großteil von Autoren mit indigenen Wurzeln stammt, ausgeglichen. Die Arbeit endet mit der Erkenntnis, dass die Anerkennung und Wertschätzung von indigenem Wissen und lokalem Kontext essentiell für das Praktizieren von adäquater Sozialer Arbeit ist. Es zeigt sich, dass westliche Theorien, Methoden und Herangehensweisen indigenem Wissen und indigenen Traditionen nicht überlegen sind. Im Gegenteil: Es stellt sich heraus, dass westliche Soziale Arbeit in einem nicht-westlichen Kontext ungeeignet ist, wogegen indigene Soziale Arbeit und Indigenisierung eine holistische und angemessene Unterstützung der Klient*innen ermöglichen.

Abstract (English)

The first step towards decolonising social work is the realisation of its colonial past and present. The search for and promotion of ways to guarantee adequate support for clients in non-Western context is the next step. To enable Western (Austrian) practitioners to do that the following exposition deals with the importance of Indigenous social work and indigenisation. These two ways of decolonising the profession are critically analysed and the challenges they face in practice are illustrated by drawing from Māori social work and the indigenisation of social work on the African continent. While the following literature-based work is written by a [white] European woman, the author’s Eurocentric lens is balanced by selecting academia which is largely informed by native authors, living and working in the context they write about. Consequently, valuing indigenous knowledge and local context is proven to be of utmost relevance for practicing adequate social work. It becomes apparent that Western theories, methods and approaches are not superior to the ones derived from native knowledge and traditions. On the contrary, while Western social work proved inappropriate in non-Western context, Indigenous social work and indigenisation enable social workers to provide holistic and appropriate support to their clients.