Bibliographic Metadata

Title
Wege in den Neo-Salafismus: Ausgrenzungs- und Entfremdungserfahrungen als Auslöser?
Additional Titles
Ways of preventing young adults from Neo-Salafism
AuthorKar, Merivan
Thesis advisorMessinger, Irene
Published2017
Date of SubmissionMarch 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Neo-Salafismus / Jihadismus / junge Erwachsene / Ausgrenzungs- und Entfremdungserfahrungen
Keywords (EN)Neo-Salafism / Jihadism / young adult / expiercences of exclusion and social alienation
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Diese Arbeit zielt darauf ab, Radikalisierungsursachen von jungen Erwachsenen in Wien aufzuzeigen und anhand dieser Erkenntnisse mögliche Handlungsspielräume in Bezug auf präventive Jugendarbeit deutlich zu machen. Zunächst werden für die Forschungsfrage relevante Termini mittels Literaturrecherche definiert und auf für die Forschungsfrage aussagekräftige Themen Bezug genommen. Im zu Beginn der Arbeit vorkommenden theoretischen Teil wird unser anfänglicher Wissensstand zur Kausa Neo-Salafismus unter jungen Erwachsenen widergespiegelt. In weiterer Folge wird mittels qualitativer Erhebungen verdeutlicht, welche Rolle die Soziale Arbeit in der Deradikalisierungsarbeit einnehmen soll und muss. Hierbei ist es notwendig, einen Überblick über die Personengruppen, welche verstärkt neo-salafistische Tendenzen aufzeigen, zu schaffen. Um vorbeugende Arbeit effektiv leisten zu können, ist es unumgänglich, Orte, welche in einem Radikalisierungsprozess von Bedeutung sind, zu lokalisieren. Erlebte Entfremdungs- und Ausgrenzungserfahrungen, Identitätskrisen, Rebellion und Orientierungslosigkeit sind zentrale Charakteristika, welche den Zulauf von jungen Erwachsenen in neo-salafistische Kreise begünstigen können. Durch die Anwendung von zentralen Methoden wie Bedürfnis- und Beziehungsarbeit, Vernetzungsarbeit und durch Förderung der Resilienzfaktoren hat die Soziale Arbeit den Handlungsspielraum, durch primärpräventive Handlungsweisen, Radikalisierungsprozesse zu verhindern. Hierbei soll die Soziale Arbeit ihrem institutionellen Auftrag gerecht werden und durch die Ausführung von kriminalpräventiven Maßnahmen nicht als Kontrollorgan fungieren. Diese angeführten Aspekte haben bei der Entwicklung der Projektskizze den Grundbaustein für ein, auf den Wiener Raum adaptiertes Angebot gelegt, welches durch mobile und aufsuchende Jugendarbeit präventiv arbeiten kann.

Abstract (English)

The objective of this thesis is to point out reasons for radicalism within young adults in Vienna. Based on these findings possible areas of action in preventive youth work should be made obvious. First, literature research is conducted in order to define the research question and its relevant termini. Further, by means of qualitative data collection we point out which role social work in deradicalization work not only should, but especially has to have. While doing so it is essential to keep track of those groups of people that show intensive neo-salafistic tendencies. The key to good prevention work lies in locating areas in which radicalization takes place. Social alienation and exclusion experiences, identity crisis, rebellion and disorientation are reasons for young adults to start identifying themselves with neo-salafistic groups. With different methods like working with the adolescents’ basics needs, pushing their self-protection skills, building up personal relationships, and being well connected with others helps stopping radicalization processes. Although there is pressure from society to act like a governmental body social work can´t leave their original task behind. In the development of the project draft the mentioned aspects have founded the focus on services that are adapted to the area of Vienna. In order to be able to follow a preventive approach both, mobile and outreach youth work are core stones of this thesis.