Titelaufnahme

Titel
Sozialnetz-Konferenz im Kontext Maßnahmenvollzug
Weitere Titel
Sozialnetz-Konferenz in the context of forensic commitment
AutorInnenKundegraber, Michael
GutachterWieländer, Georg
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Sozialnetz-Konferenz / Neustart / Maßnahmenvollzug / Relationale Sozialarbeit
Schlagwörter (EN)Sozialnetz-Konferenz / Family Group Conference / Neustart / Relational Socialwork / forensic commitment
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Sozialnetz-Konferenz, wie sie beim Verein Neustart im Kontext Untersuchungshaft und Entlassung aus dem Strafvollzug durchgeführt wird, setzt darauf die Expert*innen aus dem Geschehen ein Stück weit herauszunehmen, um den betroffenen Personen und ihrem Netzwerk einen Raum zu schaffen, indem sie die Expert*innen ihres eigenen Lebens sein können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aktivierung oder Einbindung des sozialen Netzwerkes der betroffenen Personen, denn immer mehr Menschen befinden sich im Maßnahmenvollzug und dies gilt es sinnvoll zu hinterfragen und zu bearbeiten. In dieser Arbeit soll über die bisherigen Bereiche der Sozialnetz-Konferenz hinausgegangen werden und deren praktische Anwendung im Kontext Maßnahmenvollzug eine genauere Betrachtung finden. Als Anlass dafür gelten das Pilotprojekt von Neustart, sowie die dazugehörige Evaluationsstudie vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, welche im November 2016 erschienen ist. Diese hat zum wiederholten Male darauf hingewiesen, dass der Maßnahmenvollzug unverhältnismäßig lange Unterbringungszeiten aufweist und die Sozialnetz-Konferenz ein adäquates Format zur Lösung dieses Problems darstellt. Der Mensch ist nicht alleine, sondern von sozialen Kontakten umgeben, welche sich positiv auf ihn selbst auswirken können.

Zusammenfassung (Englisch)

The Sozialnetz-Konferenz, as it is implemented in the context of pre-trial confinement and release from the penal system by the Neustart organisation, focuses on removing experts a little from the setting in order to create a space for them and their networks to be experts of their own lives. Another important aspect is the activation or involvement of an affected person’s social network because more and more people are confined to forensic commitment and it is advisable to critically analyse and alter that fact. This paper will transcend previous foci of the Sozialnetz-Konferenz and will foreground their practical applications in the context of forensic commitment. This will be based on the project by Neustart, the first of its kind, as well as the accompanying evaluation study conducted by the Institute for the Sociology of Law and Criminology, which was released in November 2016. This study once again emphasised that there are unreasonably long detention times to be found in forensic commitment and also stated that the Sozialnetz-Konferenz constitutes an adequate format to solve this issue. Human beings are never solitary but surrounded by social contacts, which can bear a positive influence on individuals.