Titelaufnahme

Titel
Umgang mit Rassismus in der Gemeinwesenarbeit
Weitere Titel
The handling of racism in Community Work
AutorInnenSummereder, Magdalena
GutachterStoik, Christoph
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gemeinwesenarbeit / Rassismus / Lebensweltorientierung / Anti-Rassismus-Arbeit / Rassismuskritik
Schlagwörter (EN)Community Work / Racism / Anti-racism-work / Critical Whiteness
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch gegenwärtige gesellschaftliche und politische Entwicklungen nimmt Alltagsrassismus in allen Lebensbereichen zu. Somit sind auch Gemeinwesenarbeiter*innen, die in ihrer Praxis sehr nahe am Alltag und Lebensraum von Menschen agieren, zusehends mit Rassismen konfrontiert. Die Gemeinwesenarbeit bezieht sich in ihren Handlungsfeldern auf die Theorie der Lebensweltorientierung und zeichnet sich durch einen akzeptierenden Zugang aus. Menschen sollen dazu ermächtigt werden, selbst Probleme in ihrem Umfeld zu definieren und im Gemeinwesen zu bearbeiten. Gemeinwesenarbeiter*innen treten also oft als Unterstützer*innen auf, mit dem Ziel, einen gelingenderen Alltag für die Menschen zu ermöglichen, ohne dabei pädagogisierend aufzutreten. Anti-Rassismus-Arbeit bzw. rassismuskritische Arbeit zielt darauf ab, Rassismen aufzudecken und aufzubrechen. Die verwendeten (Gesprächs-)methoden sind dabei mitunter konfrontativ und sprechen Rassismen direkt an. In dieser Bachelorarbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit rassismuskritische Arbeit und eine lebensweltorientierte Gemeinwesenarbeit kompatibel sind. Unter der Prämisse, dass sich die Soziale Arbeit den Menschenrechten verpflichtet, wird aufgezeigt, dass sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Rassismus in der Gemeinwesenarbeit Nachholbedarf besteht, um zukünftig einen methodisch fundierten Umgang damit zu ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

As a result of social and political developments prevalent in today’s world, everyday racism is on the rise in all aspects of life. This increasingly exposes community workers, whose work is done in close proximity to people, to many aspects of racism. Community social work is defined by its accepting approach and adherence to the theory of Lebenswelt – aiming to empower people to define problems on their own and relevant in their own environment, working on them communally. Social workers in the community, therefore, often take on a roles as advocates, aiming to help people lead a more satisfying daily life without being patronizing. A huge part of this work involves anti-racism training and adopting a critical stance towards racism, aiming to explore what lies behind prejudices and to eliminate them. The (communication) methods used can be confrontational and challenge racist behaviours directly. The following paper explores the question of the extent to which anti-racism work and the maxims of Lebenswelt-based social work are compatible. It shows that, under the premise that social work is inextricably bound to human rights, pent-up demand exists in the theoretical discourse as well as practical application in relation to the treatment of racism in social work, so future methodologically sound treatment of these topics can be enacted.