Titelaufnahme

Titel
Wie kann das Familiensystem während eines Haftaufenthaltes in Österreich aufrechterhalten werden und welche Probleme ergeben sich für die Angehörigen?
Weitere Titel
How can the family system be maintained whilst imprisoned in Austria and what are the problems arising thereof for the relatives?
AutorInnenHaselgrübler, Barbara
GutachterPlaschka, Ulrike
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Straffälligenhilfe / Angehörige Inhaftierter / Angehörigenarbeit / Desistance
Schlagwörter (EN)Assistance for criminal offenders / Relatives of detainees / relatives work / desistance
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bereits seit Jahren werden Angehörige von Inhaftierten nicht als Zielgruppe der Sozialen Arbeit angesehen. Doch durch den Haftaufenthalt eines Familienmitgliedes häufen sich neue Probleme und es wird schwierig das Familiensystem aufrecht zu erhalten. Diese Einzelbachelorarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, die durch den Haftaufenthalt entstandenen Probleme der Angehörigen zu behandeln, die Wichtigkeit einer prosozialen Beziehung zwischen den/der Inhaftierten und seinen/ihren Angehörigen aufzuzeigen und herauszufinden, ob es Möglichkeiten gäbe, ein sozial schwaches Familiensystem in ein prosoziales umzuwandeln.

Die Desistance-Forschung zeigt, dass prosoziale Beziehungen zum/zur Partner*in, den Kindern oder auch zu den Arbeitskolleg*innen die Desistance fördern. Meist wachsen delinquente Personen jedoch in einem sozial schwachen Umfeld auf, welches in vielen Kriminalitätstheorien für die spätere Delinquenz verantwortlich ist. Dadurch sind bei den Inhaftierten prosoziale Beziehungen oft nicht bzw. nur kaum vorhanden.

Für die Angehörigen von Inhaftierten ergeben sich häufig finanzielle, psychische oder physische Probleme sowie die Schwierigkeiten den Kontakt aufrecht zu erhalten. Es sollten also Angebote geschaffen werden, welche die Angehörigen bei ihren Problemen unterstützen und dadurch Schritt für Schritt diese prokriminellen Beziehungen in prosoziale Beziehungen umwandeln. Somit bekämen die Angehörigen der Inhaftierten die Unterstützung die sie brauchen und auch die Inhaftierten können aus diesen neugewonnenen prosozialen Beziehungen einen Vorteil ziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Relatives of detainees have not been considered as a potential target group for social work for years. However, the imprisonment of a family member can create new problems for their relatives and it is very difficult to keep up the family system. Therefore the aim of this bachelor thesis is to show the problems of detainees’ relatives, to show the importance of a prosocial relation relationship between the prisoner and his / her relatives and to find out if there are any possibilities to change a socially weak family system into a prosocial one.

The Desistance research shows that prosocial relationships with partners, children or even work colleagues foster desistance. However, according to many crime theories delinquent individuals usually grow up in a socially weak environment, which is responsible for the delinquency later in their lifes. As a result, detainees’ prosocial relationships are often absent or little.

The relatives from detainees have to deal with financial, psychological and physical problems as well as the difficulty to keep up the contact to the detainees.

Offers should be created, which support the relatives and thereby gradually transform these pro-criminal relationships into prosocial relationships. Thus, the relatives of the detainees would get the support they need, while the detainees can also take advantage of their new prosocial relationships.