Titelaufnahme

Titel
Bedeutungsaspekte von Eurozentrismus und Paternalismus in der Beratung der Arbeit mit geflüchteten Personen
Weitere Titel
Meaning aspects of eurocentrism and paternalism in the advisory in the Viennese refugee aid system
AutorInnenTauscher, Edwina
GutachterHofer, Manuela
Erschienen2017
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Paternalismus / Eurozentrismus / Beratung / Wien
Schlagwörter (EN)Paternalism / Eurocentrism / Vienna / viennese refugee aid system / advisory work
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Konstrukt Eurozentrismus hat als Legitimierungsgrundlage gesellschaftlicher Über- und Unterordnungsprozesse zentralen Stellenwert in hegemonial „westlichen“ Diskursen, über die reale gesellschaftliche und soziale Verhältnisse produziert und reproduziert werden. Ebenso dient Paternalismus dazu Machtverhältnisse und Hierarchien festzuschreiben und um Überlegenheit zu demonstrieren. Diese Studie zielt darauf ab, Aspekte dieser beiden gesellschaftspolitisch relevanten Mechanismen in der Beratung der Wiener Flüchtlingshilfe zu beleuchten. Da davon ausgegangen wird, dass beide über eine gesamtgesellschaftliche Wirkmächtigkeit verfügen und insbesondere die Soziale Arbeit in einem ständigen Widerstreit zwischen Paternalismus und Selbstständigkeit steht, gleichzeitig die Arbeit mit geflüchteten Personen eine ist, in der Hierarchien besonders stark zum Ausdruck kommen können, ist eben in dem hier betrachteten Bereich ein besonders hohes Maß an Sensibilität und Reflexionsfähigkeit erforderlich. Diese Arbeit möchte dabei in Erfahrung bringen inwieweit eurozentrisch und paternalistisch konnotierte Denk- und Handlungsmuster in der Beratung mit geflüchteten Personen eine Rolle spielen, welches diesbezügliche Bewusstsein auf Seiten der Berater*innen vorherrscht und welche Strategien entwickelt werden diesem entgegenzuwirken. Weiters soll auf Gemeinsamkeiten, Widersprüche und Ambivalenzen, die hierbei zum Vorschein treten, sowie etwaige Differenzen zwischen den einzelnen Organisationen eingegangen werden. Schlussendlich gilt es, die Hintergründe für unterschiedliche Zugänge und Betrachtungsweisen herauszufiltern und zu analysieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The construct eurocentrism has a great significance in hegemonial western discourses as it serves to legitimize processes of domination and subordination through which social conditions are being produced and reproduced. Paternalism as well serves to enshrine power structures and hierarchies in order to demonstrate supremacy. This study aims to examine both of those socio-political relevant mechanisms within social and legal advice in the Viennese refugee aid system. As our picture of eurocentrism and paternalism assumes that both of them influence all parts of society and as particularly social work is in a permanent struggle between paternalism and independence and at the same time social work with refugees highlights hierarchies to a great extent this field particularly requires sensibility and reflexivity. This thesis tries to examine in which ways Eurocentric and paternalist modes of thought and actions play a role in the advisory setting of the Viennese refugee aid, which degree of awareness exists in this regard and which counter strategies have been developed on part of the advisors. Furthermore this paper emphasizes on the commonalities, differences and ambivalences including differences between the single organisations which are being surfaced. At last we would like to seek out and analyse the backgrounds of the approaches our interview partners have been telling us.