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Title
Zwischen Anpassung und Widerstand. Eine diskurstheoretische Betrachtung von Sozialer Arbeit im Spannungsfeld von Ökonomisierung und Selbstbestimmung
Additional Titles
In between adaption and resistance. A discourse theoretical view on Social Work in the area of conflict of economisation and self-determination.
AuthorSattek, Valentin
Thesis advisorKlug, Teo
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Ökonomisierung / Neoliberalismus / Anpassung / Diskurs / Widerstand / Diskurstheorie / Foucault / Soziale Arbeit / transformative Diskurse
Keywords (EN)Economisation / Neoliberalism / Adaption / Resistance / Discourse / Discourse theory / Foucault / Social Work / transformative discourses
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Classification
Abstract (German)

Fragen der Ökonomisierung und der Einfluss der Ideologie des Neoliberalismus gehören zu den zentralen Konfliktlinien heutiger Sozialer Arbeit. In dieser Arbeit soll der Diskursbegriff als wesentliche Einflussgröße in diese Debatte eingeführt werden. Gemäß Foucault’s Diskurstheorie wird davon ausgegangen, dass Diskursen eine machtvolle Wirkung innewohnt und Diskurse dadurch gesellschaftliche Verhältnisse produzieren und reproduzieren. Diskurse sind nie eindeutig und immer umkämpft. Im Kontext der Sozialen Arbeit bedeutet das die Frage aufzuwerfen, welchen Einfluss Ökonomisierungsdiskurse auf das gegenwärtige Professionsverständnis haben. Dafür gilt es zuallererst zu identifizieren, wie sich Ökonomisierungsdiskurse darstellen. Nach deren Deutungsmacht fragend, muss in weiterer Folge gefragt werden, inwieweit diese oder Teile dieser in das professionelle Selbstverständnis integriert werden. Davon ausgehend dass Diskurse und gesellschaftliche Verhältnisse nicht als deterministisch zu verstehen sind, soll in weiterer Folge aber auch nach den Kämpfen gefragt werden, die seitens der Vertreter*innen der Disziplin der Sozialen Arbeit ausgetragen werden. Gemeint ist damit die Frage nach möglichen Widerstandsformen bzw. Gegendiskursen gegenüber den hegemonial wirkenden Diskursen des Neoliberalismus. Diese Aspekte der Anpassung und des Widerstandes sollen einander im Rahmen dieser Arbeit gegenüber gestellt und analysiert werden.

Abstract (English)

Questions regarding the reorganization of social services based on principles of business administration and the ideology of neoliberalism can be identified as central conflicts in today’s Social Work. The aim of this thesis is to implement discourse as an important parameter in this debate. Following Foucault’s discoursive theoretical approach discourses are structured through power. They produce and reproduce socio-political conditions. Discourses are never definite and always being contested. In the context of Social Work it is necessary to forward the question, which influence these discourses of economisation have on the current understanding of this profession. Therefore it is before all necessary to identify how these discourses are being constituted. If we ask about the power of interpretation it is also necessary to question in which ways these discourses have influenced the self-conception of Social Work. Assuming that discourses and social relationships can be changed it is important to also ask about the battles being fought by the representatives of Social Work. With this I mean all possible forms of opposition against the hegemony of the neoliberal discourse which can also be defined as counter-discourses. Within the framework of this work I try to oppose these aspects of adaption and opposition and analyse them.