Bibliographic Metadata

Title
Situation von suchtkranken Insass*innen in Justizanstalten
Additional Titles
Situation of addicted prisoners in Austrian prisons
AuthorSinz, David
Thesis advisorLehr, Bernhard
Published2018
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Justizanstalt / Sucht / Suchtkranke / Insass*innen / Drogenfreie Zone / Suchtmittelgesetz / Substitution / Gefängnis / Schadensminimierung / Totale Institution / Soziale Arbeit / Sozialer Dienst / Justizministerium / Österreich
Keywords (EN)prison / addiction / addicts / prisoners / drug-free zone / Narcotics-Substances Act / substitution / Harm Reduction / total institution / social work / social service / ministry of justice / Austria
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Beschreibung der Situation von suchtkranken Insass*innen in österreichischen Justizanstalten. Besonderer Fokus soll außerdem auf den Unterstützungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit liegen.

Drogenkonsum in Gefängnissen ist ein sehr tabuisiertes Thema über das wenig aktuelle und offizielle Zahlen vorhanden sind. Darum werden zunächst Sucht und Abhängigkeiten thematisiert und ein Überblick über Österreichs Justizanstalten gegeben. Der Zusammenhang zwischen Sucht und Kriminalität wird ebenso diskutiert.

Im Hauptteil werden anfangs die spärlich vorhandenen Daten zum Drogenkonsum in Haftanstalten veranschaulicht. Danach wird die Situation von suchtkranken Insass*innen in den Gefängnissen geschildert. Dabei werden Beschaffung der Subtanzen, Konsum und Stigmatisierungen beleuchtet. Im Anschluss werden die Unterstützungsangebote für Betroffene aufgelistet. Möglichkeiten zur Beratung oder Therapie, wie Substitution oder Abstinenztherapie werden thematisiert. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wie Maßnahmen zur Schadensminimierung (zum Beispiel Safer Use oder Peer Support) in Haft umgesetzt werden können und in welchem Ausmaß dies im österreichischen Strafvollzug praktiziert wird. Ein weiterer besonderer Fokus wird auf die drogenfreien Zonen, vor allem in der Justizanstalt Hirtenberg, gelegt.

Abstract (English)

The aim of this thesis is to describe the situation of addicted prisoners in Austrian prisons. Special attention is given to the support possibilities of social work.

Drug use in prisons is a taboo topic about which little current and official figures are available. That's why addiction and dependencies are discussed in the beginning and an overview of Austria's prisons is given. The connection between addiction and crime is also discussed.

The main section illustrates the scarce data on drug use in prisons. Afterwards, the situation of addicted prisoners is described. In doing so, the purchase of drugs, consumption and stigmatization are examined. Afterwards, the support offers for those affected will be listed. Opportunities for consultation or therapy, such as substitution or abstinence therapy are discussed. In addition, the question of how measures of harm reduction (for example, safer use or peer support) can be implemented in prisons and to what extent this is practiced in Austrian penal systems is investigated. Another special focus is on the drug-free zones, especially at the Hirtenberg Prison.