Titelaufnahme

Titel
Prävention von Osteoporose mittels trainingswirksamen Reizen
Weitere Titel
Prevention of osteoporosis with specific training stimuli
AutorInnenKhyo, Piroschka
GutachterEder, Gerhard
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Fragestellung

Mit welchen trainingswirksamen Reizen kann der Knochenmetabolismus angeregt werden, um die Knochendichte zu erhöhen, um in Folge daraus der Osteoporose vorzubeugen?

Ziel dieser Arbeit

PatientInnen und KlientInnen werden älter und sind weitaus länger, als nur bis zur Menopause beispielsweise, in der Arbeitswelt tätig. Die Prävention der Osteoporose sollte möglichst früh beginnen – hierfür ist wichtig, dass PatientInnen und KlientInnen das richtige Trainingsprogramm erhalten. Es sollte einerseits individuell abgestimmt sein und auf Wünsche der/des Trainierenden eingegangen werden. Jedoch gibt es Trainingsreize, welche besonders günstig sind, um den Knochenstoffwechsel zu fördern und jene, welche wenig Einfluss haben oder sogar knochenabbauend wirken.

Das Ziel dieser Arbeit soll sein, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu erhöhen und hervorzuheben, welche Trainingsreize und körperliche Aktivitäten besonders geeignet sind, um den Knochenstoffwechsel anzuregen. Das Verständnis dieses Themas ist wichtig, um im Rahmen einer physiotherapeutischen Intervention und Interaktion, PatientInnen und KlientInnen entsprechend beraten zu können und um Ihnen einen adäquaten Trainingsplan zu erstellen. Im Zuge dieser Arbeit werden die relevanten Begriffe möglichst präzise erklärt, da diese wichtig sind, um die Entstehung, die Ursachen und die Prävention der Osteoporose nachvollziehen zu können.

Zusammenfassung und Ausblick

Da körperliche Betätigung ein positiven Einfluss auf verschiedene metabolische Prozesse im Körper hat, hat sie diesen ebenfalls auf den Knochenumbauprozess (Muir, Ye, Bhandari, Adachi, & Thabane, 2013). Es konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden, dass verschiedene Trainingsreize sich auf unterschiedliche Art und Weise auf den Knochenmetabolismus auswirken. Auch konnte festgestellt werden, dass zu viel körperliche Betätigung einen negativen Einfluss auf die Knochendichte hat (Moreira et al., 2014) (Khani Jeihooni, Hidarnia, Kaveh, & Hajizadeh, 2015). An jenen Stellen, an welchen es zu höheren Zug- und Druckbelastungen kommt, wird von Osteoblasten Knochensubstanz aufgebaut. Osteoklasten hingegeben bauen nicht benötigtes Knochenmaterial ab, dies geschieht drei Mal schneller als der Knochenaufbau. Dies ist der Grund, dass bei Immobilisation mit der Kraftreduktion auch ein Knochenverlust einhergeht, welcher auch nach einem halben Jahr noch nicht kompensiert werden kann. Durch Druck-, Zug- und Scherbelastungen wird der Knochen in erster Linie von Muskeln modelliert, weshalb die die Skelettmuskelmasse und die Knochendichte in Zusammenhang gebracht werden. Kommt es zu ausreichend hoher Belastung, führt dies zu einer dickeren Kortikalis, einem größeren Knochendurchmesser, zu einer stärkeren Ausbildung von Knochenvorsprüngen im Bereich der Ansätze von der Gelenkskapsel und der Sehnen und zu einer Ausrichtung und Verstärkung der Spongiosa entlang der Belastungseinwirkung (Gottlob, 2009, pp.11-14).

Welche Trainingsreize genau sich auf welche Art und Weise auf den Knochen auswirken soll in der 2. Bachelorarbeit genauer erörtert werden. Anhand der bisherigen Arbeit kann jedoch davon ausgegangen werden, dass der Reiz höher als die Alltagsbelastung sein muss und, dass eine höhere Muskelquerschnittsfläche sich positiv auf die Osteoblastentätigkeit auswirkt.