Titelaufnahme

Titel
Ein Vergleich der gesetzlichen Ansprüche und sozialen Leistungen im Grundwehr- und Zivildienst
Weitere Titel
Military conscripts versus conscientious objectors: A comparison of the legal claims and social benefits granted during the period of compulsory pu
AutorInnenEhling, Gerald
GutachterHödl, Alfred ; Dahlvik, Julia
Erschienen2018
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Grundwehrdienst / Sozialrecht / Stellung / Wehrpflicht / Zivildienst
Schlagwörter (EN)military service / social legislation / army physical / conscription / community service
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Vorliegende Arbeit hat vorrangig zum Ziel, die beiden österreichischen Wehrdienstarten Grundwehrdienst und Zivildienst hinsichtlich gesetzlicher Ansprüche und sozialrechtlicher Leistungen gegenüberzustellen. Dabei wurde festgestellt, dass lediglich geringe bis keine Unterschiede in den gesetzlichen und sozialrechtlichen Bereichen der Bezüge, der Arbeitslosenversicherung, der Pensionsversicherung, beim Familien- und Partnerunterhalt, der Wohnkostenbeihilfe und dem Arbeitsplatzsicherungsgesetz auszumachen sind. Wesentliche Unterschiede konnten vorrangig in den Bereichen der Krankenversicherung, der Verpflegung und im Disziplinarrecht eruiert werden. Ein kurzer vergleichender Exkurs zu den Wehrdienstsystemen Deutschlands und der Schweiz beendet die Darlegung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Wehrdienstarten. Anschließend wurde erhoben, ob davon betroffene Jugendliche Kenntnisse der gesetzlichen Hintergründe von Grundwehr- und Zivildienst aufweisen und inwieweit diese als relevant für ihr Entscheidungsverhalten anzusehen sind. Mithilfe eines eigens generierten Fragebogens wurden 398 vollständige Datensätze erhoben. Die Forschungsfrage zum quantitativen Teil der Abhandlung lautet: „Wie bekannt sind die gesetzlichen Ansprüche und sozialrechtlichen Leistungen des Grundwehr- und Zivildienstes den Stellungspflichtigen nach dem ersten Stellungstag?“. Die forschungsleitende Fragestellung konnte mithilfe statistischer Instrumente wie Varianzanalyse, T-Test und Korrelationsanalyse beantwortet werden. Die Berechnungen ergaben, dass sich die Befragten lediglich mäßig informiert zeigen und sich jene Jugendlichen, die sich bereits vor der Stellung selbständig informiert haben, nicht gegenüber den bis zum ersten Stellungstag uninformierten Wehrpflichtigen hinsichtlich ihres Wissens zu den Unterschieden der beiden Dienstarten differenzieren. Der Versuch, qualitatives Wissen über gesetzliche Ansprüche und sozialrechtliche Leistungen im Grundwehr- und Zivildienst bei der Stellung zu vermitteln, gelingt der Organisation Bundesheer nicht.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis mainly aims at comparing the two types of compulsory public service for young male Austrian citizens, i.e. the military service and the community service. In doing so, it was found that there are only minor or no differences in terms of legal and social aspects like income, unemployment insurance, pension insurance, family and spouse benefits, housing benefits, and job security. However, essential differences could primarily be found in the areas of health insurance, food, and disciplinary regulations. A short, comparing digression into the public service systems of Germany and Switzerland brings the explanation of the legal frameworks of the two types of public services to an end. After that, an investigation was conducted into whether young people affected by them are having knowledge about the legal background of compulsory military or community service, and to what extent they are influencing their decision-making behaviour. By means of a specifically generated questionnaire, 398 data sets were collected. The research question was as follows: “How well do conscripts know their legal claims and social benefits in case of a compulsory military service or community service after the first day of their army physical?” This key research question could be answered by using statistical instruments like the analysis of variance, the T-test, and the correlation analysis. It was found out that the questioned persons had only little information about these topics. It was also found out that those who had informed themselves independently before the army physical did not have better knowledge about the differences of the legal claims and social benefits granted in case of a military service or a community service than those who were informed about them as late as during the army physical. Besides that, we also have to accept that, apparently, it is not possible to convey qualitative knowledge about legal claims and social benefits to conscripts during the army physical.