Bibliographic Metadata

Title
Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede für die Therapie bei Erwachsenen mit Hallux Valgus
Additional Titles
Analysis of sex-related differences in the therapy of adults with hallux valgus
AuthorPlunger, Sophie
Thesis advisorHöhne, Franziska
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den geschlechterspezifischen anatomischen und physiologischen Unterschieden in Vorbereitung auf die Bearbeitung der zentralen Forschungsfrage: Welchen Einfluss haben physiologische und anatomische geschlechterspezifische Unterschiede auf die trainingstherapeutische Behandlung bei Patient*innen mit Hallux valgus?

Da es sich um eine nicht-empirische Literaturrecherche handelt wird zuerst die methodische Vorgehensweise erläutert und in den anschließenden Kapiteln die Grundbegriffe definiert. Dabei wird eingegangen auf den Hallux Valgus als allgemeines Krankheitsbild und auf seine Entstehung, sowie die Pathoanatomie, die Fußmuskulatur, die Muskelphysiologie und das Training.

Der Hallux Valgus ist eine degenerativ fortschreitende Krankheit, dabei kommt es zu einer Subluxation im ersten Metatarsophalangealgelenk durch die laterale Abweichung der Großzehe und der medialen Abweichung des ersten Zehenstrahls. Die Ätiologie kann vielerlei Faktoren einschließen, in der Literatur werden unpassendes Schuhwerk, Genetik, Geschlecht, Alter, Hypermobilität in den Gelenken, Bandlaxazität und erhöhte Gewichtsbelastung diskutiert.

Durch den Hallux Valgus kommt es zu einem Muskelungleichgewicht, daran setzten viele konservative Behandlungsmethoden an. Durch Kräftigung der intrinsischen und extrinsischen Fußmuskulatur wird versucht das Gelenk zu stabilisieren.

Jedoch zeigt diese Arbeit, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Anatomie und Physiologie gibt.

Im Vergleich zu Männern zeigen Frauen eine erhöhte Bandlaxazität, eine veränderte Form des Metatarsalköpfchens, eine größere Gelenksbeweglichkeit im medialen Längsgewölbe und einen unterschiedlichen Aufbau der Muskulatur, sowie eine veränderte Muskelperformance.

Als weiteren geschlechtsspezifischen Einflussfaktor kann der Hormonhaushalt definiert werden.

Werden diese geschlechtsspezifischen Unterschiede in der trainingstherapeutischen Behandlung des Hallux Valgus berücksichtigt, kann eine individuellere und angepasste trainingstherapeutische Behandlung geboten werden und dieses Ziel verfolgt vorliegende Arbeit.