Titelaufnahme

Titel
Traumasensibles Arbeiten in der Ergotherapie: Eine empirische Forschungsarbeit
Weitere Titel
Trauma-sensitive work in occupational therapy: The empirical research
AutorInnenSteinhöfler, Christiane
GutachterSchwab, Petra
Erschienen2018
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)keine
Schlagwörter (EN)keine
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Traumatische Ereignisse werden definiert als außergewöhnliche Bedrohung, die nahezu bei jedem Menschen tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde. Die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung wird als eigenständige Diagnose in das ICD-11 aufgenommen und entsteht in Folge von langanhaltenden oder wiederholenden traumatischen Ereignissen. Eine Traumaexposition kann unabhängig vom Lebensalter stattfinden, aus dem Grund ist eine Konfrontation mit Klientinnen mit einer Traumafolgestörung in jedem Fachbereich der Ergotherapie möglich.

Ziel: Das Ziel der Analyse ist, die Möglichkeiten der ergotherapeutischen Behandlung bei Frauen mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung aufzuzeigen.

Methodik: Die Erhebung der Daten erfolgt in einer empirischen Untersuchung, die gewählte Forschungsmethode ist eine zusammenfassende qualitative Inhaltsanalyse. Die Beantwortung der Forschungsfrage bietet das explorative Experteninterview.

Ergebnisse: Richtungsweisend ist das Angebot eines frauenspezifischen Gruppensettings sowie die Verbindung von Gruppen- und Einzeltherapie, um Stabilisierung im Alltag zu erreichen. Die therapeutische Beziehungsgestaltung soll von einem klientenzentrierten Ansatz geprägt sein, der höchste Authentizität, Verlässlichkeit und Individualität im therapeutischen Vorgehen fordert. Interventionen, die Partizipation an der Gesellschaft ermöglichen, sind unerlässlich um Stigmatisierung zu verhindern und eine Steigerung des Wohlbefindens zu erreichen.

Conclusio: Die Vernetzung von Fachwissen aus Bezugswissenschaften mit den ergotherapeutischen Kernkompetenzen ermöglicht eine traumasensible Arbeitsweise.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Traumas are defined as events of exceptional threat that would trigger profound despair in almost every human being. Complex post-traumatic stress disorder is recorded as an independent diagnosis in the ICD-11 and arises as a result of prolonged or repetitive traumatic events. Trauma exposure can occur at any age and therefore it is possible to encounter clients with post-traumatic stress disorder in every area of occupational therapy.

Aim: The aim of the analysis is to show the possibilities of occupational therapy treatment in women with complex post-traumatic stress disorder.

Methods: Data collection is carried out in an empirical study. The chosen research method is a summary qualitative content analysis. The research question is answered in the exploratory expert interview.

Results: The offer of a women-specific group setting as well as the combination of group and individual therapy to achieve stabilization in everyday life is trend-setting. The therapeutic relationship design should be characterized by a client-centered approach that demands the highest level of authenticity, reliability and individuality in the therapeutic approach. Interventions that enable participation in society are essential to prevent stigmatization and to increase well-being.

Conclusion: The networking of specialist knowledge from reference sciences with the occupational therapy core competencies enables a trauma-sensitive working method.