Bibliographic Metadata

Title
Managementsysteme für Arbeits- und Gesundheitsschutz und Brandschutz
Additional Titles
Management Systems for Occupational Health & Safety and Fire Protection
AuthorEhm, Wolfgang
Thesis advisorDorfner, Anna ; Polt, Florian
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Arbeitsmedizinerin / Arbeitsmediziner / ArbeitnehmerInnenschutzausschuss / ASA / ArbeitnehmerInnenschutzgesetz / ASchG / Arbeitsunfall / Arbeits- und Gesundheitsschutz A&G / AUVA-GSM / Beinaheunfall / Betriebsfeuerwehr / Brandschutz / BSB / Brandschutzbeauftragte / Brandschutzbeauftragter / BSW / Brandschutzwartin / Brandschutzwart / Demingkreis / Feuerwehr / IMS / Integrierte Managementsysteme / ISO 9001 / ISO 14001 / ISO 45001 / KVP / NSGMM / Neues St. Galler Management-Modell / OHSAS 18001 / SFK / Sicherheitsfachkraft / SVP / Sicherheitsvertrauensperson / Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-System der AUVA / TRVP / Technische Richtlinien Vorbeugender Brandschutz
Keywords (EN)EHS / HSE / Health Safety and Environment / LOTO / Lockout Tagout / NM / Near Miss / PDCA / Plan Do Check Act / SHE
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Kontext und Fragestellung

Auf Grund von legislativen Bestimmungen sind Unternehmen verpflichtet Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz zu etablieren. Es wird davon ausgegangen, dass dadurch ein jährlicher Rückgang von drei Prozent der Unfälle verzeichnet werden kann (AUVA HST, 2016, S. 12). Dies wird in der Umsetzung durch ein integriertes Managementsystem für Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz in österreichischen Unternehmen in der Produktion umgesetzt. Die Forschungsfrage lautet daher:

Wie kann ein Managementmodell gestaltet sein, in dem Arbeits- und Gesundheitsschutz, sowie Brandschutz zusammengeführt werden?

Ziele der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine Gegenüberstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf Basis des britischen Standards OHSAS 18001 und des Brandschutzmanagements nach Pölzl (2005). Es soll die Integrierbarkeit des Brandschutzmanagements nach Pölzl (2005) im Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Basis des britischen Standards OHSAS 18001 durch Expertinnen und Experten bestätigt oder verworfen werden.

Hinterfragt werden dabei nicht Gesetze und Normen, sondern vielmehr ist es Ziel, den tatsächlichen Alltag mit den in den Unternehmen differenzierten Managementmodelle zu betrachten und zu vergleichen. Es wird dabei die Frage aufgeworfen ob die Bereiche so effektiv kommunizieren, dass es zu keiner Problematik wie z.B. dem Silo- und Konkurrenzdenken kommt (Tagwerker-Sturm, 2014).

Theorie

Die Einführung und Zertifizierung von Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutz- Systemen in einem integrierten Managementsystem (IMS) war für viele Organisationen ein wichtiger Entwicklungsschritt und hat sich zu einem weltweiten Phänomen entwickelt (Zeng, Shi, & Lou, 2006, S.1). Die Managementsysteme OHSAS 18001 und das Brandschutzmanagement nach Pölzl (2005) werden vergleichend betrachtet und auf ihre Anwendung im neuen St. Galler Management-Modell geprüft (Ruegg-Stürm & Grand, 2017). Dabei beschränkt sich die Arbeit ausschließlich auf die Bereiche Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz.

Wissenschaftliche Methoden

Durch leitfadengestützte Experteninterviews nach Gläser & Laudel (2010) werden qualitativ Informationen über die Integrierbarkeit vom Brandschutz im Arbeits- und Gesundheitsschutz erhoben. Die Auswertung erfolgte durch zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring (2010).

Ergebnisse

Der Nachweis, dass in österreichischen Unternehmen der Produktion der Brandschutz im Arbeits- und Gesundheitsschutz vollständig integrierbar ist und integriert werden soll, wurde mit dieser Arbeit erbracht. Ebenfalls konnte der Beweis erbracht werden, dass die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen diesen Bereichen sehr gut funktioniert. Es konnte auch der Nachweis erbracht werden, dass ein Managementsystem für Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz im Neuen St. Galler Management-Modell anwendbar ist. Ein für Unternehmen praktischer Nutzen konnte daraus nicht eindeutig generiert werden.

Abstract (English)

Context of the Thesis

Due to legislative provisions, companies are required to establish occupational health & safety and fire protection. It is estimated that this will result in an annual reduction of three percent of accidents (AUVA HST, 2016, p. 12). This will be implemented by an integrated management system for occupational health & safety and fire protection in Austrian production companies. The research question therefore is:

How can a management model be designed in which occupational health & safety as well as fire protection can be united?

Goal of the Thesis

The goal of the present study is a comparison of the occupational health & safety based on the British Standard OHSAS 18001 and the fire protection management according to Pölzl (2005). The integration of the fire protection management according to Pölzl (2005) into the occupational health & safety based on the British OHSAS 18001 standards is to be confirmed or rejected by the experts.

Laws and standards are not to be questioned, the aim is rather to look at and compare the actual everyday life with the management models differentiated in the companies. The question is raised as to whether the areas communicate so effectively that they do not cause any problems, such as the silo- and competition thinking (Tagwerker-Sturm, 2014).

Theory

The implementation and certification of quality-, environmental- and occupational safety systems has been an important activity for many organisations and have become a widespread phenomenon around the world (Zeng, Shi & Lou, 2006, p.1). The management systems OHSAS 18001 and the fire protection management according to Pölzl (2005) are comparatively considered and tested for their application in the new St. Gallen Management Model (Ruegg-Stürm & Grand, 2017). This study is limited exclusively to the areas of occupational health & safety and fire protection.

Methodology

Guideline-based expert interviews provide qualitative information on the integration of fire protection in occupational health and safety (Gläser & Laudel, 2010). The evaluation was performed by summary content analysis (Mayring, 2010).

Results

The proof that in Austrian production companies the fire protection can and should be completely integrated in the occupational health and safety was accomplished with this study. It was also possible to prove that the communication and cooperation between these areas works very well. Evidence was also provided that a management system for occupational health & safety and fire protection is applicable in the New St. Gallen Management Model. A practical benefit for companies could not be clearly generated.