Titelaufnahme

Titel
Gemeinschaftliches Wohnen : als zukunftsfähiges Wohnmodell in urbanen Gebieten
Weitere Titel
Cohousing as a viable residential model in urban areas
AutorInnenSchwarz, Rebecca
GutachterBódvay, Andrea
Erschienen2017
Datum der AbgabeNovember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Demographischer Wandel / Gemeinschaftliches Wohnen / Gesellschaftlicher Wandel / Tokio / Urbanisierung / Wien / Wohnmodell
Schlagwörter (EN)Demographic change / Cohousing / Collaborative Living / Social change / Tokyo / Urbanization / Vienna / Residential model
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, auf die Dringlichkeit progressiver Wohnmodelle hinzuweisen. Im Hintergrund einer fortschreitenden Urbanisierung sowie demo-graphischen und gesellschaftlichen Wandlungen wurde untersucht, ob gemein-schaftliche Wohnformen eine Lösung hierfür anbieten können. Anhand aktueller Zahlen und Prognosen zur Bevölkerungsstruktur und Urbanisierung wurde zunächst ein Überblick für die Standorte Wien und Tokio geschaffen. Aufgrund von gesellschaftlichen Veränderungen sowie der demographischen Alterung zeigte sich eine Zunahme von Singlehaushalten, neue Formen des Zusammen-lebens und der Wunsch nach Gemeinschaft. Bezüglich der Urbanisierung ergab sich, dass in beiden Städten der Bedarf an Wohnraum steigt. In der Folge wurde mittels einer Literaturanalyse der Trend des gemeinschaftlichen Wohnens definiert und für beide Standorte historisch aufarbeitet. Anschließend wurden Daten von verschiedenen kooperativen Wohnprojekten in Wien und Tokio tabellarische ge-sammelt und anhand folgender Kriterien untersucht: durchschnittliche Fläche pro Person, funktionale Durchmischung, Gemeinschaft und Flexibilität. Für die Konklusion, dass die Projekte auf die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse eingehen, müssen Aspekte der Gemeinschaft und Flexibilität erfüllt sein. Dies traf bei allen untersuchten Projekten zu. Schwieriger jedoch ist eine Bewertung hinsichtlich der Reaktion auf die fortschreitende Urbanisierung. Dazu sollte die durchschnittliche Wohnfläche pro Person am entsprechenden Standort mit der der Projekte abgeglichen. Bei den meisten Projekten jedoch war ein Vergleich aufgrund von fehlenden Daten sowie keiner eindeutigen Zuordnung der Fläche nicht möglich. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass die untersuchten Projekte fortschrittlich auf die NutzerInnen eingehen. Eine klare Aussage, ob die Wohnprojekte mehr Wohnfläche einsparen, als herkömmliche Wohnungen, war Rahmen dieser Abhandlung jedoch nicht möglich.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to demonstrate the necessity of progressive residential models. Taking into consideration the progressing urbanization and demographic changes occurring nowadays, communal forms of housing were studied as a possible solution. Firstly, an overview over the situation in Vienna and Tokyo is given, based on current statistics and projections of demographic structures and urbanization. Due to societal changes and demographic ageing, an increase in single households, new forms of cohabitation and the desire for community could be observed. Relating to the continuing urbanization, an increasing demand for housing space was noted in both cities. Subsequently, the trend of communal living was examined and defined more closely by means of literature analysis. Moreover, the historic development of community housing in both cities was investigated. In addition, data of several cooperative housing projects in Vienna and Tokyo was collected and analyzed regarding the following criteria: average living space per person, functional decompartmentalization, community and flexibility. Progressive housing projects must meet different aspects of community and flexibility, to determine whether they address the issues of current demographic changes appropriately. This was indeed the case in all investigated projects. However, an assessment of the response to the progressing urbanization is more complicated. For this purpose, the average living space per person in these living projects should be compared to that of the corresponding location in general. But for most of the housing projects, missing data and unclear allocation of living space impeded a thorough comparison. In conclusion it can be said that the studied projects are innovatively addressing the habitant’s needs. On the other hand, a clear statement as to whether the residential projects save more living space than conventional apartments was not possible within the framework of this thesis.