Titelaufnahme

Titel
Akzeptierende Drogenarbeit : Die Drogenkonsumräume als mögliche Umsetzungsmaßnahme?
Weitere Titel
Accepting drug work The drug consumption rooms as a possible implementation measure?
AutorInnenBraun, Lisa
GutachterTeichmann, Christian
Erschienen2018
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Akzeptierende Drogenarbeit / Drogenkonsumräume
Schlagwörter (EN)Accepted drug work / Drug consumption rooms
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Forschungsfragen, welche Funktionen ein Drogenkonsumraum erfüllt und welche Prämissen bei der Installation des selbigen beachtet werden sollen.

Die wissenschaftliche Untersuchung der Geschichte der Drogenkonsumräume zeigt anhand gewisser Eckpunkte eine politische und gesellschaftliche Veränderung in Bezug auf die Einstellung gegenüber Drogen und ihren Konsument*innen. Die traditionelle Abstinenzorientierung stoß im Laufe der Geschichte an ihre Grenzen und die akzeptierende Drogenarbeit erhielt dabei ihre Chance sich zu etablieren. Damit verbunden entstanden, als eine Methode der akzeptierenden Drogenarbeit, Drogenkonsumräume in Deutschland. Drogenkonsumräume erfüllen dabei vielfältige gesundheitspräventive, ordnungspolitische und therapeutische Funktionen.

Als Prämissen für die Installation eines Drogenkonsumraums werden die Zugangsbeschränkungen der Zielgruppe, die räumlichen Ausstattung, die Öffnungszeiten, die Infrastruktur, die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen und die Umfeldbetreuung erläutert. Hierbei werden verschiedene Variationen in ihrer Ausführung, sowie einige Studienergebnisse und Erfahrungen aus der Praxis diskutiert. Bei allen Konzeptionen stellen Sozialarbeiter*innen eine zentrale Ressource dar, indem sie Beziehungen zu den Drogenkonsument*innen aufbauen und Beratungsangebote und weiterführende Vermittlungen zu Hilfseinrichtungen anbieten. Des Weiteren vermitteln sie Wissen zu Safer-Use, vernetzen sich mit Hilfseinrichtungen und Behörden und betreiben Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für die Klient*innen.

Zusammenfassung (Englisch)

The primary purpose of this bachelor thesis is to determine the functions of drug consumption spaces and which premises should be considered when setting up such spaces.

The scientific research of the history of drug consumption spaces shows based on certain vertices a political and social change in relation to the attitude towards drugs and their consumers. Throughout history the traditional orientation in terms of abstinent reached its limits and eventually the accepting drug work got its chance to establish itself. Associated with this method of accepting drug work special drug consuming spaces where developed in Germany. They fulfil a wide variety of health preventive, regulatory and therapeutic functions.

As premises for the installation of a drug consuming space access restrictions of the target group, the infrastructure, the qualification of the employees and support of the environment, e.g. neighbours and police, must be explained. Therefor different varieties of implementation, as well as some study outcomes and practical experiences will be discussed. Social workers are a central recourse throughout all different concepts, because of the relations they built to drug users, advisory services and the arrangement of support facilities. Furthermore, they impart knowledge to safer use, work together with support facilities and practice public relations and lobbying for their clients.