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Title
Die Klassifikationsmethode Schmeling und Kellinghaus zur forensischen Altersbestimmung : Ein Vergleich der Klassifizierung zwischen CT und MRT
Additional Titles
The classification method of Schmeling and Kellinghaus for forensic age determination A comparison of the classification between CT and MRT
AuthorHarrich, Daniela
Thesis advisorDeutsch, Christopher
Published2019
Date of SubmissionJanuary 2019
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Altersbestimmung / Computertomografie / Forensik / Klassifizierungsmodell Schmeling/Kellinghaus / Magnetresonanztomografie
Keywords (EN)Age estimation / Computed Tomography / Forensic / Classificationmethode Schmeling/Kellinghaus / Magnet-Resonanz-Imaging
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund und Ziel: Das zentrale Thema dieser Bachelorarbeit ist der Vergleich der Klassifikationsmethode von Schmeling und Kellinghaus in der forensischen Altersbestimmung zwischen Computertomografie und der Magnetresonanztomografie. Da die Computertomografie nur zur Altersbestimmung der Volljährigkeit verwendet wird ist es das Ziel dieser Arbeit herauszufinden ob die Magnetresonanz ähnliche oder gleiche Ergebnisse der Altersbestimmung zur Klassifikationseinteilung liefern kann. Aufgrund der komplexen Rechtslage der Untersuchungen mittels ionisierender Strahlung besonders im Bereich des Asylverfahrens sollte der Schwerpunkt auf nicht ionisierenden Modalitäten beruhen.

Material und Methode: Anhand der Literaturreche wird der Vergleich der Klassifikationsmethode mittels Computertomografie (CT) und der Magnetresonanztomografie (MRT) zur Bestimmung der Volljährigkeit in der forensischen Altersdiagnostik erarbeitet. Vor und Nachteile der CT werden der MRT gegenübergestellt. Die Studienvergleiche wurden mit dem PICO- Format ausgewählt und bearbeitet. Ein und Ausschlusskriterien der beiden bildgebenden Modalitäten werden anhand von einer Tabelle graphisch dargestellt. Der Zeitraum der ausgewählten publizierten Studien liegt zwischen dem Jahr 2013 und dem Jahr 2018. Die Ergebnisse der vorgelegten Studien werden durch aktuelle Studienvergleiche, Aufarbeitung der Klassifikationsmethoden sowie mittels Kappa-Wert und p-Wert analysiert.

Ergebnisse: Die Magnetresonanz erweist sich in den aufgelisteten Studien und Klassifizierungsergebnissen als mögliche Alternative zur Computertomografie oder als zusätzliche Ergänzung zur Altersbestimmung. Sie stellt aufgrund ihrer hohen Auflösung in der Darstellung von Gewebestrukturen wie z.B. der Epiphysenfuge eine Alternative zur CT dar. Das Klassifizierungsmodell von Schmeling und das Unterklassifizierungsmodell von Kellinghaus können sowohl in der CT als auch in der MRT zur Ossifikationseinteilung angewendet werden.

Diskussion: Die statistische Analyse der Klassifizierungsergebnisse konnte mit dem Kappa-Wert und p-wert durchgeführt werden. Frühere Studien legen fest, dass die Kappa Werte nicht als aussagekräftiges statistisches Mittel für die Art der Datenerhebung geeignet wären, da die Übereinstimmung der Beobachter stark mit der Erfahrung beziehungsweise Expertise dieser zusammenhängt. Die CT ist bis zum heutigen Stand der Forschung noch immer der Goldstandard, da zum jetzigen Stand der Forschung noch zu wenig vergleichbare Studien durchgeführt wurden. Nach der Analyse der Studien und deren Ergebnisse muss man sich jedoch fragen, warum sich die MRT in diesem Bereich der Untersuchungsmethoden noch nicht durchgesetzt hat.

Abstract (English)

Background: This thesis deals with the comparison between computed tomography and magnetic resonance tomography for age determination in forensics. Through global political and religious displacement civil wars and crimes, the importance of age determination in various ossification stages of the clavicle epiphysis has significantly increased. Because of the complex legal situation regarding asylum laws, the focus should be headed towards non-ionizing methods such as MRI instead of traditional ionizing radiation procedures.

Materials and Methods: Via research on scientific portals all vital information regarding the different methods in MRI and CT are obtained. The advantages and disadvantages of CT are being compared with MRI. The study comparisons were selected and edited using the PICO format. The inclusion and exclusion criteria of the two imaging modalities are graphically represented in tabellaric form. All selected studies are not older than 5 years. The results of this research regarding computed tomography and magnetic resonance imaging for determination of age will be compared and analyzed with the kappa value and p-value.

Results: Magnetic resonance proves to be a possible alternative to computed tomography or an additional supplement to age determination in the studies and classification results. Because of the high resolution, it presents in the representation of tissue structures such as the epiphyseal plate it is an alternative to CT. The classification model of Schmeling and the subclassification model of Kellinghaus can be used in both CT and MRI for ossification classification.

Discussions: The statistical analysis of the classification results could be carried out with the kappa-value and p-value. Earlier studies found that kappa scores were not suitable as a meaningful statistical tool for the type of data collection, as the observers' agreement is strongly related to their experience or expertise. CT is still the gold standard up to the present state of research, as at the present state of research too few comparable studies have been carried out. However, after analyzing the studies and their results, the question arises why MRI has not yet gained acceptance in this area of investigation.