Titelaufnahme

Titel
Das Schütteltrauma im Säuglingsalter - : Computertomografie versus Magnetresonanztomografie
Weitere Titel
Abusive head trauma in infants - Computed tomography versus magnetic resonance imaging
AutorInnenHinterleitner, Elisabeth
GutachterDeutsch, Christopher
Erschienen2019
Datum der AbgabeJanuar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Computertomografie / Magnetresonanztomografie / Pathologien / Schütteltrauma / Sensitivität
Schlagwörter (EN)Computed Tomography / Magnetic Resonance Tomography / Pathology / Shaken baby syndrome / Abusive head trauma / Sensitivity
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

HINTERGRUND UND ZIEL: Das Schütteltrauma (STr) ist eine der häufigsten Arten von nicht-akzidentiellen Traumata und eine der häufigsten Todesursachen im Säuglings- und Kindesalter. Kinder und Säuglinge, die das Schütteltrauma (STr) überleben, erleiden mit 75 prozentiger Sicherheit dauerhafte neurologische Störungen. Um das Schütteltrauma (STr) diagnostizieren zu können sind bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) unumgänglich. Durch die erhöhte Strahlenbelastung einer Computertomografie (CT) stellt sich jedoch die Frage, ob die Strahlenbelastung durch die Computertomografie (CT) zur genauen Beurteilung der Pathologien unumgänglich ist oder, ob sich Schütteltrauma (STr) typische Pathologien durch die MRT besser darstellen lassen. Beide Modalitäten bieten Vor- und Nachteile, welche es gilt aufzuzeigen. Die vorliegende Arbeit verdeutlicht durch Studienvergleiche die Vor- und Nachteile der Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) und gibt an, welche Schütteltrauma (STr) typischen Pathologien in welcher Modalität besser dargestellt werden können. Schlussendlich wird die Sensitivität der jeweiligen Untersuchungsmodalitäten, die wichtigsten Pathologien das Schütteltrauma (STr) betreffend, aufgezeigt.

METHODE: Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um einen Studienvergleich, der mittels PICO Modell erstellt wurde. Für den Buchstaben P (Patient/Patientin) wurden Säuglinge und Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr herangezogen, da das STr zwar hauptsächlich Säuglinge betrifft aber durchaus auch Kleinkinder Opfer des heftigen Schüttelns werden können. Für I (Intervention) wurde das subdurale Hämatom (SDH) und diffuse Hirnschäden in der CT gewählt, für C (Comparison) die Pathologien subdurales Hämatom (SDH) und diffuse Hirnschäden im MRT. Für O (Outcome) wird die Sensitivität von CT und MRT der am häufigsten auftretenden Pathologien ermittelt. Schlussendlich wurden mehrere Studien herangezogen, die mittels diverser Online Datenbanken recherchiert wurden. Zum Vergleich der Studien hatte jede Studie die gleichen Voraussetzungen zu haben. Alle Forschungsfragen waren mit den Studien, Artikeln und der Fachliteratur zu beantworten beziehungsweise hat ein klarer Standpunkt definiert zu werden.

ERGEBNISSE: MRT und CT sind die bildgebenden Modalitäten der Wahl bei Fragestellung STr. Durch einige Vor- und Nachteile der jeweiligen Modalitäten sollte keine der beiden als alleinige Untersuchung zur Diagnose von STr durchgeführt werden. So weist die MRT bei der Detektion von parenchymale Verletzungen eine höhere Sensitivität auf als die CT, bei Knochenfrakturen jedoch die CT. Sowohl in der CT als auch in der MRT können intrakranielle Blutungen sehr gut dargestellt werden. Daher sind Crossover Untersuchung bei Fragestellung STr unumgänglich um die Sensitivität der beiden Modalitäten bezüglich Pathologien zu erhöhen und einen möglichen Fall von STr zu diagnostizieren.

DISKUSSION: Durch einen Mangel an Studien das STr betreffend, kann zum aktuellen Forschungsstand kein genaues Ergebnis gestellt werden, welche der beiden Modalitäten die bessere Wahl zu Detektion von STr ist. In nahem Zusammenhang mit den fehlenden Studien stehen ebenfalls ein Mangel an Patienten/Patientinnen zur Überprüfung von Forschungsfragen wie die Sensitivität der einzelnen Modalitäten bei Fragestellung STr. Die CT sollte bei neurologisch auffälligen Kindern die auf die Notfallstation eingeliefert werden weiterhin die Modalität der Wahl in Akutfällen bleiben. Trotz erhöhter Strahlenbelastung stellt die CT schnell einen Überblick über die Schwere der Verletzungen dar, welche mittels MRT weiterführend kontrolliert werden können. Abgesehen von der schnellen Bildgebung, kann die Sensitivität mit vorhergehender CT als Vergleich mit Ergebnissen der MRT erhöht werden

Zusammenfassung (Englisch)

BACKGROUND AND OBJECTIVE: One of the most common types of non-accidental head trauma is the shaken baby syndrome which is also the most common cause of death in childhood and infancy. Those surviving an abusive head trauma will suffer permanent neurological disorders in the future with a 75% guarantee. Computed tomography and magnetic resonance are essential imaging modalities in diagnosing abusive head trauma. But the computed tomography’s high radiation exposure raises the question if typical pathologies of abusive head trauma can also be diagnosed only by MRI. Both modalities offer advantages and disadvantages. This study should illustrate the advantages and disadvantages of both modalities and points out which pathologies can be better visualized in which modality. Finally, sensitivity of both modalities will be pointed out concerning typical pathologies of abusive head trauma.

METHODS: The present study is a comparison of different studies, which were found by using the PICO model. The letter P (patient) stands for infants and young children from

0 – 6 years of age, since abusive head trauma may also affect not only infants but also older children. The letter I (Intervention) stands for typical pathologies of abusive head trauma presented through computed tomography and for C (comparison) typical pathologies of abusive head trauma presented through magnetic resonance tomography. O stands for Outcome and represents the sensitivity of computed tomography and magnetic resonance tomography concerning the most common pathologies of abusive head trauma. Finally, several studies were found by researching various online databases. All studies needed to have the same requirements to be compared. All research questions need to be answered with the studies found in the world-wide-web or a clear point of view need to be defined.

RESULTS: Magnetic resonance tomography and computed tomography are the imaging modalities of choice for diagnosing typical pathologies of abusive head trauma. Due to some advantages and disadvantages of both modalities, none of them should be used alone to diagnose abusive head trauma. Magnetic resonance tomography, e.g. is more sensitive in diagnosing parenchymal injury than computed tomography, while computed tomography is more sensitive in detecting fractures. Therefore, crossover investigations are essential in order to increase sensitivity of both modalities concerning pathologies and to diagnose a possible case of abusive head trauma.

DISCUSSIONS: Due to a lack of studies concerning abusive head trauma, the current state of research cannot give an exact result which of both modalities is the better choice of detecting abusive head trauma. Further, there is also a lack of patients to review for answering the question of sensitivity of the individual modalities. CT should still remain the modality of choice in acute cases with neurological abnormalities in infants or children. Despite the high radiation risk, the CT provides a fast overview of the severity of the injuries, which can be further controlled by MRT. Apart from fast imaging, sensitivity can be increased with previous CT as a comparison.