Titelaufnahme

Titel
Die Protonentherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Medulloblastom
Weitere Titel
Proton Beam Therapy for the Treatment of Pediatric Medulloblastoma
AutorInnenIzso, Nicole
GutachterRaith, Alexander
Erschienen2019
Datum der AbgabeJanuar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Protonentherapie pädiatrisches Medulloblastom / Langzeiteffekte Protonentherapie / Protonentherapie Medulloblastom Risikoorgane
Schlagwörter (EN)Proton beam therapy pediatric medulloblastoma / Long-term effects proton beam therapy / Proton beam therapy organs at risk medulloblastoma
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Protonentherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Medulloblastom. Ziel ist es, die teletherapeutische Bestrahlung mittels Protonen und Photonen bei pädiatrischen Medulloblastom-PatientInnen gegenüberzustellen. Der Vergleich soll im Hinblick auf die unterschiedliche Ausprägung von Langzeiteffekten, die Schonung der Risikoorgane (Organs at Risk – OAR) und die verwendeten Fraktionierungsschemata stattfinden.

Um im Rahmen dieser Bachelorarbeit Informationen für die Beantwortung der Forschungsfragen zu erlangen, wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken Springerlink, PubMed, ScienceDirect und Cinahl durchgeführt. Die verwendeten

zehn Studien wurden auf ein Erscheinungsdatum zwischen 2012 und 2018 beschränkt, um die Aktualität dieser Arbeit zu gewährleisten. Außerdem wurden nur PatientInnen bis 21 Jahre berücksichtigt.

Die Studienerkenntnisse zeigen, dass Langzeiteffekte bei pädiatrischen Medulloblastom-PatientInnen, die mittels Protonentherapie behandelt wurden, geringer ausgeprägt sind, als bei Kindern und Jugendlichen, die mittels Photonen therapiert wurden. Des Weiteren zeigen die Studien, dass sowohl bei der Boost- Bestrahlung des Tumorbettes, als auch im Zuge der craniospinalen Bestrahlung (craniospinal irradiation – CSI) dosimetrische Vorteile für Protonen vergleichsweise zu Photonen gegeben sind. Der, im Rahmen dieser Arbeit bearbeiteten, Literatur ist zu entnehmen, dass das am häufigsten verwendete Fraktionierungsschema normfraktioniert ist und eine Gesamtdosis (GD) von 54-55,8 GyE vorsieht. Im Zuge der Boost-Bestrahlung werden demnach 30,6-32,4 GyE zu je 1,8 GyE in 17-18 Fraktionen appliziert. Die häufigste GD der CSI beträgt 23,4 GyE bei einer Einzeldosis (ED) von 1,8 GyE und sieht 13 Fraktionen vor.

Während der Recherche war es schwierig, aktuelle Literatur zu finden, welche die Bestrahlung von Photonen und Protonen direkt miteinander vergleicht. Es wäre daher sinnvoll, Studien durchzuführen, welche einheitliche Voraussetzungen und Fraktionierungsschemata bieten und Langzeiteffekte nach bestimmten Intervallen in Abhängigkeit von dosimetrischen Gegebenheiten zeigen. Im Laufe der Erstellung dieser Bachelorarbeit wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, inwiefern das verwendete Fraktionierungsschema Auswirkungen auf die Ausprägung von Langzeiteffekten haben kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with proton beam therapy in children and adolescents with medulloblastoma. The aim is to contrast tele therapeutic irradiation using protons and photons in pediatric medulloblastoma patients. The comparison takes place in view of different stages of long-term effects as well as of the preservation of Organs at Risk (OAR) and fractionation patterns.

To gain information to answer the questions of research of this bachelor thesis, literature has been searched in the databases Springerlink, PubMed, ScienceDirect and Cinahl. The publications used were limited to a release date between 2012 and

2018 to ensure the timeliness of data. Moreover, only patients up to the age of 21 were included.

The study findings show that long-term effects in pediatric medulloblastoma patients treated with proton therapy are less developed than in children and adolescents treated with photons. Furthermore, the studies show that dosimetric advantages for protons compared to photons are given in the boost irradiation of the tumor bed as well as in the course of craniospinal irradiation (CSI). The literature reviewed in this work suggests that the most commonly used fractionation pattern is normfractionated and treats patients with a total dose (GD) of 54-55.8 GyE. In the course of the boost irradiation, 30.6-32.4 GyE of 1.8 GyE each are applied in 17-18 fractions. The most common GD of the CSI is 23.4 GyE with a single dose (ED) of

1.8 GyE and provides 13 fractions.

During the research, it was difficult to find current literature that directly compares the irradiation of photons and protons. Therefore, it would be useful to conduct studies that provide uniform conditions and fractionation patterns as well as longterm effects after certain intervals depending on dosimetric conditions. While writing this bachelor thesis, among other things, the question has been raised to what extent the fractionation pattern used can have an effect on developed long-term

effects.