Bibliographic Metadata

Title
Entwicklung eines Anforderungsprofils für RisikoeignerInnen im österreichischen Warenexportgeschäft
Additional Titles
Development of a requirement profile for risk owners in the Austrian goods export business
AuthorStinemeyer, Kanruethai
Thesis advisorRuh, Josef ; Preßl, Beatrice
Published2018
Date of SubmissionOctober 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)RisikoeignerInnen / Anforderungsprofil
Keywords (EN)Risk owners / Requirement profile
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Kontext und Fragestellung

Wenn über den wesentlichen Wirtschaftsmotor von Österreich gesprochen wird, ist es unvermeidbar, den Export zu benennen. Laut der Wirtschaftskammer Österreichs (WKO) betrug die Exportquote in Österreich im Jahr 2017 knapp 52 % des Bruttoinlandsproduktes, somit wurde mehr als die Hälfte des österreichischen Wohlstandes durch den Export erwirtschaftet.

Unternehmen sind sich dessen bewusst, dass es im internationalen Ge-schäft nicht nur große Chancen, sondern auch vielfältige Unsicherheiten gibt. Je unbekannter der Markt ist, desto höher ist auch die Gefahr eines finanziellen Schadens oder Verlustes. Um die mit dem Geschäft verbundenen Risiken früh zu erkennen und diesen vorzubeugen, ist ein effektives Risikomanagement erforderlich. Dies ist nur durch ein ausreichendes Verständnis der Materie hinsichtlich des gesamten Risikomanagements – also des Prozesses und der Zuständigkeiten – zu erreichen.

Österreichische Unternehmen, so zeigt sich, weisen noch Mängel im Risikomanagement auf. Gründe dafür sind allgemein fehlende Kenntnisse sowie ein Mangel an entsprechendem Fachpersonal, den sogenannten RisikoeignerInnen. Ein effektiver Risikomanagement-Prozess kann nur durch ein standardisiertes Risikomanagement geschaffen werden. In diesem Bereich herrscht noch großes Verbesserungspotenzial. Trotz der Notwendigkeit diesbezüglicher Standards existiert bis zum heutigen Zeitpunkt kaum einschlägige Literatur, die die Aufgaben und Kompetenzen von RisikoeignerInnen im Warenexportgeschäft behandelt.

Aus diesem Grunde wurde mithilfe der vorliegenden Arbeit das Thema RisikoeignerInnen im österreichischen Warenexportgeschäft erforscht und die Frage gestellt, welche Kriterien ein Anforderungsprofil für dieses Fachpersonal beinhalten sollte.

Ziele der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rolle und Kompetenzen von RisikoeignerInnen im österreichischen Warenexportgeschäft zu gewinnen, um ein dementsprechendes praxistaugliches Anforderungsprofil zu konstruieren.

Theorie

Zur Theoriebildung der vorliegenden Arbeit wurden diverse akademische Werke und geltende Normen aus den Bereichen Export und Risikomanagement herangezogen. Im Zuge dessen wurden Österreichs Warenexportwirtschaft, die Exportgeschäftsstruktur und Exportrisiken näher beleuchtet. Weiters wurden im Themenfeld Risikomanagement der Risikomanagement-Prozess, die Anforderungen an die RisikoeignerInnen sowie deren Verantwortung untersucht.

Wissenschaftliche Methoden

Als wissenschaftliche Methode wurde ein empirisch-deduktiver Ansatz gewählt. Dieser sieht vor, das Thema nach der Literaturrecherche einzugrenzen, eine wesentliche Forschungsfrage und weitere forschungsleitende Fragen zu formulieren sowie eine dementsprechende Theorie zu entwickeln. Im empirischen Teil der vorliegenden Arbeit wurde die qualitative Erhebungsmethode mittels ExpertInneninterviews durchgeführt. Die so gewonnenen Daten wurden transkribiert und abschließend die wesentliche Aussage mittels qualitativer Inhaltsanalyse herausgefiltert und interpretiert, um die Endergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage heranzuziehen.

Ergebnisse

Nach Auswertung der erhobenen Daten wurde festgestellt, dass die Theorien und das entwickelte Anforderungsprofil zum großen Teil die Praxis widerspiegeln, sodass die vorliegende Arbeit anwendbare Auswahlkriterien und eine adäquate Beschreibung der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten von RisikoeignerInnen präsentieren kann. Im Verlauf der empirischen Erhebung zeigte sich außerdem, dass im Bereich Exportgeschäft ein noch sehr großes Verbesserungspotenzial in Bezug auf den Risikomanagement-Prozess und die Verantwortung von RisikoeignerInnen herrscht.

Abstract (English)

Context of the Thesis

When talking about Austrians major economic driving force, it is inevitable to mention the export. According to the WKO the export rate of Austria in the year 2017 amounts to 52 % of the gross domestic product, so more than half of the Austrian wealth has been generated by the export.

Companies are aware of the fact that international business can offer great chances but can involve various risks as well. The danger of damage or financial drop is higher on unknown markets. Effective risk management is necessary in order to recognize and deal properly with risks. This can only be reached by sufficient understanding of the topic and the powers.

It shows that Austrian companies still lack in risk management. This sector demands most improvement. Reasons for this deficiency are lacking knowledge in general and also a lack of experts. However, by now there is no literature that deals with functions and skills of risk owners in export business.

For this reason in this bachelor thesis the topic „Risk owners in Austrian export business“ was explorated, and it was asked which criteria should be included in a job profile for professionals.

Goal of the Thesis

The goal of this empirical research paper is the acquisition of new insights into the role and skills of risk owners in Austrian export business in order to construct a practical job profile.

Theory

Due to the fact there are no scientific theories related to this research theme, several academic works and current standards concerning export and risk management in general were used for theory construction. Austrian export, export structure and export risks were examined. Further reviewed fields were the risk management process, the requirements and the responsibilities of risk owners.

Methodology

An empirical deductive approach was used as the scientific method in this paper. This means to limit the topic after literature search, to formulate a research question, further related questions and to develop a theory. In the empirical part of this paper the qualitative survey methodology was used in the form of interviews with experts. The collected data was transcribed and the major statements were filtered out to answer the research question.

Results

After the evaluation of the collected data it showed that the theories and the developed job profile largely reflect the reality, and after a short editing this paper offers practicable selection criteria and an adequate description of risk owners. Practice shows that export business still demands a lot of improvement regarding risk management process and responsibility of risk owners.