Titelaufnahme

Titel
Eine qualitative Untersuchung zur Relevanz und Bedeutung kindlicher Milieuerfahrungen aus der Perspektive von ElementarpädagogInnen im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit im Kindergarten.
Weitere Titel
A qualitative study on the relevance and significance of children's milieu experiences from the perspective of elementary pedagogues as part of their pedagogical work in kindergarten.
AutorInnenBleicher, Ulrike
GutachterFürstaller, Maria
Erschienen2019
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Soziale Milieus / Milieubezogene pädagogische Reflexivität / Habitus / Professionelle pädagogische Haltung / Elementarpädagogik
Schlagwörter (EN)Social Milieus / Professional pedagogical attitude / Habitus / Milieu-related pedagogical reflexivity / Early Childhood Education and Care
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit widmet sich sozialen Milieuerfahrungen von Kindergartenkindern und ihren Familien und deren Bedeutung für PädagogInnen im Rahmen ihrer Bildungsarbeit im Kindergarten. Dabei wird anhand des verwendeten Erhebungsinstruments einer Gruppendiskussion unter anderem danach gefragt, ob und in welcher Weise es zu einer Berücksichtigung kindlicher Milieuerfahrungen durch spezifische Bildungsangebote kommt und wie sie die Arbeit mit Kindern aus unterschiedlichen sozialen Milieus erleben. Im fachwissenschaftlichen Diskurs besteht ein Konsens darüber, dass ein Miteinbeziehen des Wissens um die individuellen Milieuerfahrungen des Kindes eine notwendige Ressource für die pädagogische Praxis darstellen kann (vgl. Eggert-Schmid Noerr 2011; Siraj-Blatchford 2008). Bezugnehmend darauf wird mit dieser qualitativ ausgerichteten empirischen Arbeit hinterfragt, ob dies aus der Perspektive von Pädagoginnen tatsächlich eine Relevanz für ihr pädagogisches Handeln im Kindergarten darstellt. Anhand einer tiefenhermeneutischen Textinterpretation konnte transparent gemacht werden, dass die Auseinandersetzung mit Heterogenität im Zusammenhang mit unterschiedlichen sozialen Milieus kaum als Ressource und Erkenntnisquelle, sondern vielmehr als belastend und herausfordernd erlebt wird. Dabei wurde das Streben nach Homogenität seitens der Pädagoginnen als vermeintlich entlastend rekonstruiert. Die Ergebnisse wurden abschließend unter Berücksichtigung relevanter Bezugstheorien diskutiert und Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis abgeleitet.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is dedicated to the social milieu experiences of kindergarten children as well as their families and their significance for pedagogues in the context of their pedagogical work in kindergarten. Using the instrument of a group discussion, this paper investigates among other things, whether and in what way children's milieu experiences are considered through specific educational activities and how pedagogues experience working with children from different social backgrounds. There is a consensus in the scientific discourse that the inclusion of knowledge about the child's individual milieu experiences can be a necessary resource for pedagogical practice (cf. Eggert-Schmid Noerr 2011; Siraj-Blatchford 2008). Accordingly, this qualitatively oriented empirical thesis questions whether, from the perspective of educators, this inclusion is relevant for their pedagogical actions in kindergartens. Based on an in-depth hermeneutic text interpretation by Gerner (2011), it could be made transparent that the examination of heterogeneity with respect to social milieus is hardly seen as a resource and source of information, but rather as a burdensome and challenging experience. On the part of the pedagogues, striving for homogeneity was reconstructed as supposedly relieving. Finally, considering relevant reference theories the results have been discussed and conclusions for pedagogical practice have been derived.