Titelaufnahme

Titel
Risikoidentifikation in Krisenregionen
VerfasserEngleitner, Martin
Betreuer / BetreuerinKostic, Zoran ; Körmer, Claudia
Erschienen2016
Umfang120 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2016
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeDezember 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Risikoidentifikation / Sicherheitsrisiken / Krisenregionen / Risikoidentifikationsmodell / US Field Manual Joint Intelligence Preparation of the Operational Environment
Schlagwörter (EN)risk identification / security risks / crisis regions / risk identification model / US Field Manual Joint Intelligence Preparation of the Operational Environment
Schlagwörter (GND)Risikomanagement / Risikoanalyse / Sicherheit
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext und Fragestellung

Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ist eine grundsätzliche Aufgabe des Staates, jedoch haben Unternehmen, Organisationen und Individuen darüber hinausgehende, individuelle Sicherheitsbedürfnisse (ON, 2009). Die Identifikation und Bewältigung von Sicherheitsrisiken ist Aufgabe des Risikomanagements (RM) einer Organisation, im Speziellen des Sicherheitsrisikomanagements (SRM). Der Schutz der Mitarbeiter, des Eigentums sowie der Informationen unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben sind dabei die Kernaufgaben eines SRM (vgl.Talbot & Jakeman, 2009, S. 53-55). Besonderes Augenmerk muss hier dem Risikomanagement-Prozess geschenkt werden. In Krisenregionen unterscheiden sich speziell die externen Rahmenbedingungen sowie die Risikoidentifikation maßgeblich von jenen in Nicht-Krisenregionen. Kulturelle, politische, rechtliche, regulatorische, finanzielle, technologische, wirtschaftliche, natürliche und wettbewerbsspezifische Gegebenheiten internationaler, nationaler oder regionaler Art müssen hier Beachtung finden. Die Identifikation von Risiken erweist sich in Krisenregionen aufgrund des unklaren Lagebildes, der sich ständig ändernden Gegebenheiten und der großen Anzahl an möglichen Risiken oftmals als schwierig. Wird jedoch der Punkt der Risikoidentifikation im Zuge der Risikobeurteilung unzureichend behandelt wirkt sich dies auf die Risikoanalyse sowie die Risikobewertung aus, da nicht identifizierte Risiken hier logischerweise keine Beachtung finden. Die theoretischen Grundlagen und Normen sind im Bereich der Risikoidentifikation weit entfernt von konkreten Modellen oder Handlungsanweisungen und gehen über allgemeine Empfehlungen, wie z.B. die Erstellung von Gefahrenlisten kaum hinaus. Externe Anbieter, wie z.B. Control Risks, bieten die Risikobeurteilung hinsichtlich Security-Risiken selbstverständlich an, halten sich aus geschäftlichen Gründen jedoch hinsichtlich ihrer Verfahren und Quellen bedeckt. Die Nachvollziehbarkeit bzw. die Reproduktion solcher Beurteilungen erweist sich somit als schwierig. Die zentrale Forschungsfrage, welche im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden soll, lautet:

„Welche Möglichkeiten der Risikoidentifikation gibt es, und wie lässt sich daraus ein Risikoidentifikationsmodell für ein SRM in Krisenregionen gestalten?“

Ziele der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es ein Risikoidentifikationsmodell für die Anwendung in Krisenregionen zu gestalten, mit welchem eine Steigerung der Effektivität sowie der Effizienz der Risikoidentifikation ermöglicht wird. Hierzu werden die Kernelemente der einzelnen Bereiche dargestellt und in weiterer Folge zu einem Gesamtmodell verbunden. Als Grundlage für die Generierung des Modells dienen einerseits die Literaturrecherche, sowie andererseits die Erfahrungen des Autors.

Theorie

Die theoretischen Grundlagen dieser Arbeit bilden die Normenserie ONR 49000, das US Field Manual Joint Intelligence Preparation of the Operational Environment, der Security Risk Management Body of Knowledge, das Taktische Führungsverfahren des Österreichischen Bundesheeres sowie Kollektionsmethoden, Analytische Methoden und Kreativitätsmethoden zur Risikoidentifikation.

Wissenschaftliche Methoden

Abgeleitet aus der Forschungsfrage, wurde mittels Recherche ein Modell generiert. Mittels qualitativer Sozialforschung, dem teilstandardisierten Experteninterview, wurde dann die Prüfung des erstellten Modells durchgeführt. Die so gewonnenen Erkenntnisse wurden mittels Inhaltsanalyse ausgewertet und der Arbeit hinzugefügt.

Ergebnisse

Das Ergebnis dieser wissenschaftlichen Arbeit soll ein durch Expertinnen und Experten bewertetes Risikoidentifikationsmodell sein, welches aus bestehenden Normen, Vorschriften und wissenschaftlichen Erkenntnissen abgeleitet wurde und die Risikoidentifikation in Krisenregionen hinsichtlich Effektivität und Effizienz verbessert. Die gewonnenen Erkenntnisse dieser Arbeit können sowohl als Basis für die Lehre, als Ausgangspunkt für weitere Forschung als auch als Risikoidentifikationsmodell für Organisationen zur Anwendung kommen.

Zusammenfassung (Englisch)

Context of the Thesis

Ensuring public safety is a fundamental task of the state, but companies, organizations and individuals have individual security needs beyond this. The identification and management of security risks is the responsibility of risk management (RM) of an organization, in particular of the security risk management (SRM). The protection of employees, property and information in subject to the statutory provisions are the core tasks of an SRM. In particular, the attention should be directed to the risk management process. In crisis regions, the external environment and the identification of risks differ significantly from those in non-crisis regions. Cultural, political, legal, regulatory, financial, technological, economic, natural and competitive specific circumstances of international, national or regional nature have to be considered. The identification of risks in crisis regions can be difficult, because of the ambiguous situations, ever-changing conditions and the large number of potential risks. However, if the point of risk identification is inadequately treated during the risk assessment, this is affecting the risk analysis and risk assessment, as unidentified risks obviously find no attention here. The theoretical principles and standards in the area of risk identification are far away from concrete models or instructions and usually don`t go beyond general recommendations, such as creating hazard lists. External providers, such as Control Risks, offer security risk assessments, but for business reasons they keep their methods and sources concealed. Thats way the traceability and the reproduction of such assessments proves to be difficult. The main research question of this work is:

"What are the possibilities of risk identification, and how can a risk identification model for a SRM in crisis regions thereof be created?"

Goal of the Thesis

The aim of this work is to create a risk identification model for use in crisis regions, so that an increase in the effectiveness and efficiency of risk identification can be reached. Therefore, the core elements of the different areas are represented and connected subsequently to an overall model. As a basis for the generation of the model on the one hand the literature review, on the other hand the experience of the author has been used.

Theory

The theoretical principles of this work are the norm series ONR 49000, the US Field Manual Joint Intelligence Preparation of the Operational Environment, the Security Risk Management Body of Knowledge, the Military Decision Making Process of the Austrian army and collection methods, analytical methods and creativity techniques for risk identification.

Methodology

Derived from the research question, a model was generated. With Qualitative Social Research, in particular the semi-standardized expert interviews, the created model was assessed. The above findings were analyzed using content analysis and finally added to the Thesis.

Results

The result of this scientific work is a risk identification model, which was valuated from experts. It was derived from existing standards, regulations and scientific knowledge and improves risk identification in crisis regions in terms of effectiveness and efficiency. The findings of this study can be used as a basis for teaching, as a starting point for further research, as well as a risk identification model for other organizations.