Titelaufnahme

Titel
Bilanzierung von Kulturgütern nach der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung 2015, unter Einbeziehung der entsprechenden IPSAS
VerfasserHoratschek, Marlene
GutachterChristian, Dieter ; Macho, Roland
Erschienen2017
Umfangix, 97 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)siehe Kurzfassung
Schlagwörter (EN)siehe Abstract
Schlagwörter (GND)Kulturgut / Bilanz
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-162 Persistent Identifier (URN)
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Bilanzierung von Kulturgütern nach der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung 2015, unter Einbeziehung der entsprechenden IPSAS [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit Inkrafttreten der VRV 2015 (für alle Anwender spätestens 2020) sind die Länder und Gemeinden verpflichtet einen Rechnungsabschluss (bestehend aus einer Ergebnis,- Vermögens- und Finanzierungsrechnung) nach doppischen Grundsätzen zu erstellen. IZm der erstmaligen Anwendung der VRV 2015 sind auch die Vermögenswerte darunter sogenannte Kulturgüter - der Gemeinden und Länder erstmalig zu bewerten (und zu inventarisieren). Kulturgüter sind definiert als „Vermögenswerte, die kulturelle, historische, künstlerische, wissenschaftliche, technologische, geophysikalische, umweltpolitische oder ökologische Qualität besitzen und bei denen diese Qualität zum Wohl des Wissens und der Kultur durch die Gebietskörperschaft erhalten wird.“ Aus deren Erstbewertung ergeben sich insbesondere einige interessante Fragestellungen: Bspw werden für die Erstbewertung von Kulturgütern neben der Bewertung zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten noch 2 weitere Bewertungsmöglichkeiten normiert. Sollte keine Bewertung möglich sein, so ist das Kulturgut mit einem Wert von EUR 0,00 im Anlagenverzeichnis zu zeigen und zusätzlich in der Anlage 6i zum Rechnungsabschluss auszuweisen. Dazu stellt sich die Frage der Folgebewertung, da eine normale Abschreibung nicht vorgesehen ist.

Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit war es, die im Rahmen der Erstanwendung der VRV 2015 auftretenden Problemstellungen betreffend die Erst- und Folgebewertung von Kulturgütern aufzugreifen und anhand der relevanten IPSAS zu analysieren und zu bearbeiten, bzw zunächst herauszuarbeiten ob und warum die IPSAS in manchen Bereichen zur Auslegung der VRV 2015 berücksichtigt werden dürfen. Um dieses Ziel zu erreichen wurde die Methode der Literaturrecherche angewandt. Es wurde festgestellt, dass es aufgrund identer Bestimmungen innerhalb der Normierungen zulässig ist hinsichtlich einiger Bestimmungen der VRV 2015 die Regelungen der korrespondierenden IPSAS Standards zur Auslegung und Hilfestellung heranzuziehen. Durch eine nähere Analyse der Kulturgüter betreffenden IPSAS und entsprechender IPSAS Kommentarliteratur konnte herausgearbeitet werden, dass diese zur Aufklärung einiger Fragestellungen und Unklarheiten hinsichtlich der Erst- und Folgebewertung von Kulturgütern hilfreich sein können. Außerdem konnte mit Hilfe der IPSAS und eines vom IPSASB in Auftrag gegebenen Konsultationspapiers zu Kulturgütern eine weitere bedeutende Problematik betreffend den Ansatz von Kulturgütern in der bei Erstanwendung der VRV 2015 zu erstellenden Eröffnungsbilanz herausgearbeitet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

With entry into force of the VRV 2015 (for all users by 2020 at the latest), the federal provinces and municipalities are obliged to process a financial statement (comprising an income statement, balance sheet and cash flow statement) based on the principles of accrual accounting. With initial application of the VRV 2015, the value of all assets owned by the entity (including so-called heritage assets) has to be measured (a physical inventory has to be performed) for the first time. Heritage assets are defined as "assets with cultural, historic, artistic, scientific, technological, geophysical, environmental or ecological quality, and where this quality is held and maintained by the authority for its contribution to knowledge and culture". Concerning the provisions of the VRV 2015 for heritage assets some interesting questions arise: For example for the initial evaluation the method of valuation at cost and two further options for valuation are stated in the regulation. If no valuation is possible, the value of the heritage asset in the register of assets has to be EUR 0,00 and in addition the heritage asset has to be listed in Annex 6i to the financial statement. Furthermore the methods for subsequent measurement are unclear, since normal depreciation is not proposed.

This master thesis addresses the problems arising from the first application of VRV 2015 concerning the initial and subsequent valuation of heritage assets. These problems are analyzed using the relevant IPSASs and to first ascertain whether and why the IPSAS can be taken into account for the interpretation of certain provisions of the VRV 2015. For analysis and clarification of these problems the method of literature research was chosen / applied. By researching it has been worked out, that the usage of IPSASs presents a valid method of analysis and clarification of the above mentioned problems. A closer analysis of the corresponding IPSAS and IPSAS related literature showed that these can be helpful in clarifying some questions and uncertainties with regard to the initial and subsequent evaluation of heritage assets. Furthermore, by research of the relevant IPSAS and the IPSASB / IFAC Consultation Paper on heritage assets, a further material problem concerning the recognition of heritage assets in the balance sheet according to VRV 2015 has been identified.