Titelaufnahme

Titel
Aktuelles zu Zinsabzugsverboten in der österreichischen Körperschaftsteuer unter besonderer Berücksichtigung von BEPS
VerfasserMarterer, Dominik
GutachterHack, Doris ; Dolezel, Alexandra
Erschienen2017
Umfangix, 86 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Zinsabzug / BEPS / Zinsschranke
Schlagwörter (EN)interest deduction / BEPS / interest limitation
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit unterschiedlichen Normen in der österreichischen Körperschaftsteuer zur Beschränkung von übermäßigem Zinsabzug im Konzern. Es wird dabei sowohl auf die aktuelle österreichische Gesetzgebung, als auch auf internationale Entwicklungen zu Zinsabzugsverboten eingegangen.

Steuervermeidungspraktiken von international tätigen Konzernen mittels Fremdkapitalfinanzierung in Verbindung mit Zinszahlungen in Niedrigsteuerländern, stellen Staaten zunehmend vor die Herausforderung, Steuersubstrat im Inland zu halten. In der Arbeit werden daher die in Österreich normierten Zinsabzugsverbote zu fremdfinanzierten konzerninternen Beteiligungserwerben und niedrig besteuerten Zinsen analysiert. Des Weiteren wird die allgemeine Zinsschrankenregelung des OECD Aktionspunkts 4, sowie des Artikels 4 der Anti-BEPS Richtlinie erläutert. Im Gegensatz zur österreichischen Regelung besagt die Zinsschrankenregelung, dass bis zu 30% einer Ergebnisgröße des Unternehmens als Zinsaufwendungen steuerlich abzugsfähig sind.

Schließlich werden Umsetzungsmöglichkeiten der Richtlinie in der österreichischen Gesetzgebung untersucht. Das Abzugsverbot für niedrig besteuerte Zinsen wird wohl gänzlich zu streichen sein. Das Abzugsverbot für konzerninterne Beteiligungserwerbe könnte hingegen in Einzelfällen weiterbestehen, um rein künstliche Gestaltungen von fremdfinanzierten konzerninternen Beteiligungserwerben zu verhindern. Weiters ist zu bedenken, dass der Richtlinie ein gänzlich anderer Zinsbegriff zu Grunde gelegt wird als der österreichischen Rechtsordnung, weshalb auch in dieser Hinsicht Handlungsbedarf besteht.

Zusammenfassung (Englisch)

The paper focuses on different standards in Austrian corporate taxation with respect to limitation of excessive deduction of interests. Both, the current Austrian legislation and the international developments on interest deduction limitations are to be discussed.

Tax avoidance practices of international operating corporate groups by means of debt financing in conjunction with interest payments to tax heavens are increasingly challenging countries to hold taxation domestically. Therefore, the Austrian standardized interest limitations for intra-group participations and low-taxed interests will be analyzed. In addition, the general interest regulation of the OECD Action Point 4 and Article 4 of the Anti-Tax Avoiding Directive is explained. By contrast to the Austrian regulations, the general interest limitation stipulates that interests up to 30% of a company's earnings ratio are to be treated as tax deductible.

Finally, possibilities for implementing the directive in the Austrian Corporate Income Tax Act are investigated. The deduction limitations for low taxed interests might have to be discharged. In individual cases, the limitation for intra-group participations may, however, continue to exist in order to prevent purely artificial investments. It should also be noted that the directive is based on a different concept with respect to the term “interests” than the Austrian legal system. Correspondingly, there is a need for amendment as well.