Titelaufnahme

Titel
Grenzüberschreitende Mitarbeiterentsendungen aus steuerrechtlicher Perspektive unter Berücksichtigung von fremden- und sozialversicherungsrechtlichen Aspekten
VerfasserWojciechowski, Alexander
Betreuer / BetreuerinSchellmann, Gottfried ; Christian, Dieter
Erschienen2017
Umfangxi, 97, ix Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Aktivleistung / Anrechnungsmethode / Ansässigkeit / Arbeitskräfteüberlassung / Aufenthaltstitel / Befreiungsmethode / Beschäftigungsbewilligung / Bilaterales Abkommen / Doppelbesteuerung / Doppelbesteuerungsabkommen / Entsendung / Entsendebewilligung / Erlass des BMF-010221/0362-VI/8/2014 vom 12. Juni 2014 / Expatriate / Geschäftsführer / ICT / Inbound / Outbound / Passivleistung / Progressionsvorbehalt / Territorialitätsprinzip / VO 883/2004 / VO 1408/71 / Wirtschaftlicher Arbeitgeber / Zivilrechtlicher Arbeitgeber
Schlagwörter (EN)Active services / Tax credit method / Tax residency / Personnel lease / Residence permit / Tax exemption method / Work permit / Bilateral agreement / Double taxation / Double Tax Treaty / Assignment / Posting permit / Updating Decree of the Austrian MInistry of Finance with respect to international lease of personnel / Expatriate / Assignee / Managing director / ICT / Inbound / Outbound / Passive services / Progression clause / Territoriality principle / Regulation 883/2004 / Regulation 1408/71 / Economic employer / Civil law employer
Schlagwörter (GND)Steuerrecht / Doppelbesteuerung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-85 Persistent Identifier (URN)
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Grenzüberschreitende Mitarbeiterentsendungen aus steuerrechtlicher Perspektive unter Berücksichtigung von fremden- und sozialversicherungsrechtlichen Aspekten [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Problematik grenzüberschreitender Mitarbeiterentsendungen. Verbunden mit zahlreichen Vorteilen, ist der grenzüberschreitende Mitarbeitereinsatz heute nicht mehr wegzudenken. Dabei ist jedoch eine intensive Auseinandersetzung mit den damit einhergehenden Rechtsbestimmungen von praktischer Relevanz, da eine Entsendung üblicherweise neben steuerrechtlichen auch arbeits-, sozialversicherungs- und fremdenrechtliche Konsequenzen auslöst.

Zunächst werden die steuerrechtlichen Bestimmungen bei einer Entsendung analysiert. Dabei wird vor allem die Problematik der unterschiedlichen Auslegung von Begrifflichkeiten des nationalen und internationalen Steuerrechts aufgezeigt. In weiterer Folge beschäftigt sich die Arbeit mit den Änderungen des Erlasses des BMF vom 12.6.2014 zur grenzüberschreitenden Arbeitskräftegestellung. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auf die bilaterale Zuweisung von Besteuerungsansprüchen und auf die damit einhergehende Methodik der Vermeidung von Doppelbesteuerungen gelegt. Anhand von Beispielberechnungen wird die resultierende Steuerbelastung bei Anrechnungs- und Befreiungsmethode dargelegt.

Durch die vom Nationalrat am 26.4.2017 beschlossene Novellierung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes haben sich im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinie für Intra-Corporate Transferees („ICT“-Richtlinie) auch aus fremdenrechtlicher Sicht zahlreiche Änderungen hinsichtlich des grenzüberschreitenden Mitarbeitereinsatzes ergeben. Dementsprechend werden die damit zusammenhängenden Neuerungen im Hinblick auf die konzerninterne Überlassung von drittstaatsangehörigen Schlüsselkräften dargestellt. Der Abschnitt soll daher die Anwendung der aufenthalts- und beschäftigungsrechtlichen Bestimmungen bei Entsendungen von Drittstaatsangehörigen nach Österreich aufzeigen sowie über die erforderlichen inländischen Formalitäten in Zusammenhang mit der Entsendung von EU-, EWR- und Schweizer Bürgern informieren.

Abschließend werden grenzüberschreitende Mitarbeiterentsendungen im Lichte des Sozialversicherungsrechts behandelt. Neben nationalen Bestimmungen des ASVG analysiert dieses Kapitel insbesondere europarechtliche Vorgaben über die Anwendbarkeit von Sozialversicherungsbestimmungen. Es werden die wesentlichen gemeinschaftsrechtlichen Änderungen durch das Inkrafttreten der Europäischen Verordnung 883/2004 insbesondere die Verlängerung der maximalen Entsendedauer von 12 auf 24 Monate, die Erweiterung der persönlichen und sachlichen Geltungsbereiche, sowie die Änderungen des Tatbestands bei Mehrfachbeschäftigung- und die daraus resultierenden sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen aufgezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present master thesis deals with the problematic nature of international assignments of employees. Cross-border posting of employees implies many considerable advantages and has played an important role in the global working environment since the last decade. However, in practice, a detailed assessment of the legal requirements is essential due to the fact that international assignments trigger tax, social security and immigration consequences.

In the first step, the present thesis analyzes the legal requirements of international assignments from the tax law perspective. The first chapter outlines the difficulty of different interpretation of the legal terms and definitions within national and international tax law. Subsequently, this section of the thesis outlines the changes in the legal situation caused by the decree of the Austrian Ministry of Finance effective from 12 June 2014 with respect to international lease of personnel. Furthermore, a special focus is drawn on the bilateral allocation of taxation claims and the respective methods aiming at avoidance of double taxation. The resulting tax burden in case of tax credit and tax exemption methods is examined by means of calculations.

The amendment of the Austrian Act on Employment of Foreign Workers passed by the Austrian National Council on 26 April 2017 in implementation of the European Directive on Intra Corporate Transferees (“ICT” Directive), has brought various changes to the treatment of international assignments from the immigration perspective. The next chapter of this thesis presents the new provisions of the reformed immigration law regarding intra-company lease of key experts from third-countries. In the following, the thesis outlines the applicable regulations for obtaining residence and work permits in case of assignments of third-country nationals to Austria as well as the applicable domestic formalities in case of assignments of EU/EEA and Swiss nationals to Austria.

In conclusion, the final chapter of this thesis treats social security impacts on international assignments of employees. After an overview on the provisions of the Austrian General Social Security Act, this chapter analyzes the applicable European regulations aiming at the coordination of social security systems. It outlines the substantial amendments after entry into force of the European Regulation 883/2004 in particular the extension of the maximum assignment period from 12 to 24 months, the extension of the provisions regarding ‘persons and matters covered as well as amendment of the requirements for multi-state work scenarios and its social security law related consequences on international assignments of employees.