Titelaufnahme

Titel
Bereute Mutterschaft / vorgelegt von: Karin Badal
VerfasserBadal, Karin
GutachterSchörghofer, Josef ; Buchegger, Johanna
Erschienen2017
Umfangvii, 89 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Frauen- Mutterschaft- Natur der Frau- Gesellschaft- gesellschaftliche Konstruktion- körperliche und mentale Gesundheit
Schlagwörter (EN)Woman- motherhood- nature of woman- society- social construction- physical and mental health
Schlagwörter (GND)Mutterrolle / Mutterschaft / Reue
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Bereuten Mutterschaft und greift damit eine 2015 erschienene und im deutschsprachigen Raum vielbeachtete Studie der aus Israel stammenden Soziologin Orna Donath, mit dem Titel: „Regretting Motherhood“, zu Deutsch: „Bereute Mutterschaft“ auf, die höchst kontroverse Diskussionen auslöste. Diese Tatsache begründet die Wichtigkeit einer Auseinandersetzung Klinisch Sozialer Arbeit mit dem Thema. Dabei wurde erforscht, was zu dem Umstand des Bedauerns führt und dieser für die betroffenen Frauen bedeutet. Ziel dieser Arbeit war es Regret-Faktoren ausfindig zu machen und herauszufinden, warum Frauen negative Gefühle zu ihrer Mutterrolle haben und welcher Bedeutung der Klinischen Sozialen Arbeit dabei zukommt. Damit wirft diese Arbeit einen ganzheitlichen Blick auf das Phänomen und beleuchtet es aus unterschiedlichen Aspekten. Die Forschungsergebnisse zeigen, die enge Verflechtung und das Ineinanderwirken multipler gesellschaftlicher und struktureller Faktoren auf das Erleben der Frauen. Dabei befinden sich die Frauen in einem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individuellen Bedürfnissen, das für sie zu einer Zerreißprobe wird. Sie erleben diesen Konflikt als einen individuellen und finden die Begründung dafür in ihrem persönlichen Unvermögen und Versagen. Aus den Forschungen geht hervor, dass eine tatsächliche Individualisierung ursprünglich struktureller Einflussfaktoren erfolgt. Frauen die angeben ihre Mutterschaft zu bereuen, stehen unter dem Diktat der Gesellschaft, die eine genaue Vorstellung davon hat, was eine gute Mutter ausmacht und wie sich diese zu verhalten hat, damit dem Kind eine gesunde Entwicklung garantiert ist. Auch gesellschaftliche Transformationsprozesse stellen bisherige Selbstverständlichkeiten und Konzepte immer mehr in Frage und machen die immer komplexer werdenden Herausforderungen deutlich, denen Menschen und insbesondere Frauen mit Kindern begegnen müssen. Dabei muss Familie als etwas begriffen werden, das erst von den Akteuren hergestellt werden muss und gesellschaftlich konstruiert ist. Sowohl die theoretische als auch eine empirische Auseinandersetzung decken die Komplexität und Vielschichtigkeit des Themas Mutterschaft auf und machen damit die Notwendigkeit bestimmter gesamtgesellschaftlicher Diskurse allzu deutlich. Zudem macht die vorliegende Arbeit das Potential der Klinischen Sozialen Arbeit, mit ihrer ganzheitlichen Perspektive und ihrem Vermögen auf unterschiedlichen Ebenen intervenieren zu können sichtbar.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

This thesis deals with the phenomenon of regretting motherhood and is based on the widely recognized study oft he israeli sociologist Orna Donaths with the title #regretting motherhood, that was published in 2015 and released a broad and most controversy discussion. Nevertheless, precisely this fact makes the importance of analysis for the clinical social work. This reserach explores which circumstances may require to the fact that a woman regrets becoming a mother. The aim of this thesis is to work out the reasons for this feeling and to state the position of clinical case work among this particularity. This thesis gives an overview of the fact of regretting motherhood and considering it from different perspectives. The research illustrates the interdependence between society, structural factors and the sensation of mothers and points up the importance of the consideration of given circumstances of everyday lives of women with children. Women are in a conflict between their individuality and public expectations that become the breaking test. The conflict ist frequently seen as personal failure. Researches refer an individualisation of this phenomena that includes structural factors. Woman who state to regret their motherhood are guided by the dictates of the society, which has a precise view on how a good mother should behave or be, in order to guarantee a healthy development for her child. Also social transformation processes question previous concepts and naturalnesses and confronts the society with ever more highly complex challenges and demonstrate the stressfield woman are faced with the arrival of a child. Thereby family must be seen as something that doesnt exist by itself but that has to be produced by the individuals. The Study and theoretical analysis of this issue point out the challenges of Motherhood and show the particular need of specific discourses. Furthermore it shows the important position of clinical case work with its holistic approach.