Titelaufnahme

Titel
"Ich nenne es banken". Betteln und Schnorren im Kontext rassistischer und nationalistischer Konstruktionen. Eine kritische Diskursanalyse / vorgelegt von: Astrid Hanisch
VerfasserHanisch, Astrid
GutachterMessinger, Irene ; Bengesser, Andreas
Erschienen2017
Umfangiii, 116 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Antiziganismus / betteln / Bettelmythen / Bettelverbote
Schlagwörter (EN)Antiziganism / begging / Myths about begging / Bans on begging
Schlagwörter (GND)Betteln / Sozialstaat / Straßenkriminalität
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-453 Persistent Identifier (URN)
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"Ich nenne es banken". Betteln und Schnorren im Kontext rassistischer und nationalistischer Konstruktionen. Eine kritische Diskursanalyse [3.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im vorherrschenden Diskurs um das Straßenbetteln in Österreich, hat die räumliche Herkunft und Staatsbürger_innenschaft der bettelnden Menschen eine maßgebliche Bedeutung. In der Unterscheidung zwischen den „eigenen“ (österreichischen) und den „fremden Bettler_innen“ (vor allem denen, aus dem ost- und südosteuropäischen EU-Ausland) werden Subjekt- und Objekt-Konstruktionen vollzogen. Die „fremden Anderen“ werden entindividualisiert und als kollektive, massenhafte Bedrohung für den Sozialstaat und die öffentliche Sicherheit behandelt. Gleichzeitig werden bettelnde Menschen immer wieder als „Roma“ identifiziert, wobei diese Ethnisierung als Projektionsleistung der Mehrheitsgesellschaft zu verstehen ist, die Betroffenen selbst werden meist nicht gefragt. Der Untersuchungszeitraum der vorliegenden Masterarbeit beginnt 2012, also unmittelbar vor oder nach dem Verfassungsgerichtsurteil, das das allgemeine Bettelverbot aufgehoben hatte. Es wurden acht Broschüren aus den Bereichen Soziale Arbeit, Menschenrechtsorganisationen, Polizei und Gemeinden untersucht. Dabei wurde sowohl die Verwendung von Text, als auch von Bildern berücksichtigt. Als Analyse Werkzeug wurde die Rahmenanalyse nach Erving Goffman angewendet. So sollte es möglich werden, die sprachliche und soziale Bedeutung von räumlicher Herkunft und Staatsbürger_innenschaft und die daraus abgeleitete Ethnisierung mittels einer Kritischen Diskursanalyse aufzuzeigen. Als wesentliches Ergebnis gilt, dass sich die Soziale Arbeit ihrer antirassistischen Verantwortung im Spannungsfeld zwischen Polizei, den Gemeinden, dem politischen Willen und der medialen Berichterstattung bewusst sein muss.

Zusammenfassung (Englisch)

The prevailing discourse about begging in Austria, is essentially connected with the spatial background and the citizenship of those who are begging in the streets. With the distinction in the “own” (Austrian) and the “strange beggars” (mostly those, who are from the east- or southern-east Countries of the EU), comes subjective and objective constructions. The “strange Others” getting deindividualized and being treated as a collective, mass threat for the welfare system and public safety. At the same time, beggars are identified as “Roma”, in which this ethnicization must been considered as a projection of the mainstream society, usually nobody asks the affected. The investigation period of the present master thesis started in 2012, so immediately before or after the constitutional court judgement, that repealed the absolute ban on bagging. Eight brochures of the ambits Social Work, Human rights Organizations, the Police and the Communities got analyzed. Both, text and pictures, got considered. The Frame Analyzes after Erving Goffman was applied as a tool. So, it should be possible, to demonstrate the linguistic and social meaning of the spatial background, citizenship and, derived from it, the ethnicization, by means of a Critical Discourse analyzes. As a substantial result, counts the fact, that the Social Work, in the voltage ratio in between the Police, Communities, the political will and the media coverage, has to be aware of its antiracist responsibility.