Titelaufnahme

Titel
Väter von Kinder mit Down-Syndrom : Faktoren für einen gelingenden Adaptationsprozess aus der Sicht der Klinischen Sozialen Arbeit / vorgelegt von: Sabrina Schidlo
VerfasserSchidlo, Sabrina
Betreuer / BetreuerinLebersorger, Karin Johanna ; Mayrhofer, Hemma
Erschienen2017
Umfangvii, 106 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Adaptation / Behinderung / Down-Syndrom / Gender / Klinische Soziale Arbeit / Trisomie 21 / Väter
Schlagwörter (EN)adaptation / disability / Down syndrome / gender / Clinical Social Work / trisomy 21 / fathers
Schlagwörter (GND)Down-Syndrom / Vaterrolle / Behinderung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-424 Persistent Identifier (URN)
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Väter von Kinder mit Down-Syndrom [0.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der spezifischen Situation von Vätern nach der Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom. Neben der Rolle der Väter in den Familien werden die genderspezifischen Faktoren für den gelingenden Prozess der Anpassung an die Behinderung des Kindes, aus der Sicht der Klinischen Sozialen Arbeit, erforscht.

Auch wenn Väter, im Vergleich zu Müttern, häufig eine gewisse innere und äußere Distanz zu der Behinderung ihres Kindes haben, sind auch sie vor die schwierige Aufgabe gestellt, sich mit der neuen, komplexen Situation auseinanderzusetzen. Die Diagnose trifft auch Väter völlig unvorbereitet. Sie fühlen sich hinsichtlich ihrer Vaterrolle verunsichert und befürchten Einschränkungen durch die Behinderung ihres Kindes. Bisherige Untersuchungen und die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass viele Väter sich nicht länger nur in der Rolle des Ernährers befinden, sondern auch eine aktive Vaterschaft leben und sich im Haushalt und bei der Kinderbetreuung beteiligen. Sie sind maßgeblich an der Zufriedenheit in der Familie, am Familienkohärenzgefühl und damit am Prozess der Adaptation der Familie an die Situation nach der Geburt eines Kindes mit Behinderung beteiligt.

Die Ergebnisse dieser empirischen Forschung zeigen auch, welche Faktoren für die Anpassung an die neue Situation mit einem Kind mit Down-Syndrom von betroffenen Vätern als hilfreich erlebt werden. Genderspezifisch ist, dass Väter versuchen die Behinderung ihres Kindes zunächst eher auf einer kognitiven Ebene zu verarbeiten und dass sie sich vor allem fachliche Informationen zur Behinderung ihres Kindes sowie konkrete Anleitungen in der Pflege und Erziehung wünschen. Sie profitieren von sozialer Unterstützung und professionellen Angeboten. Bislang gibt es jedoch kaum genderspezifische Angebote für Väter von Kindern mit Down-Syndrom. Die Klinische Soziale Arbeit, mit ihrer integrativen biopsychosozialen Ausrichtung und Spezialisierung auf „hard-to-reach“ KlientInnen, könnte eine wichtige Rolle in der genderspezifischen Unterstützung von betroffenen Vätern spielen und eine Lücke in der Versorgungslandschaft füllen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the specific situation of fathers after the birth of a child with Down syndrome. In addition to the role of fathers in families, the gender-specific factors for the successful process of adaptation to the child's disability, from the point of view of clinical social work, are investigated.

Even if fathers, in comparison to mothers, often have a certain inner and outer distance to the handicap of their child, they are nevertheless faced with the difficult task of dealing with the new, complex situation. The diagnosis also strikes fathers completely unprepared. They feel insecure with regard to their fatherhood and fear restrictions by the handicap of their child. Previous studies and results of this study show that many fathers no longer simply play the role of the breadwinner, but also live an active fatherhood and participate in the household and in childcare. They are decisive in the satisfaction of the family, the familys sense of coherence and thus in its process of adapting to the situation after the birth of a child with disability.

The results of this empirical research also show which factors are seen as helpful by affected fathers for the process of adaptation to the new situation with a child with Down syndrome. It is gender-specific for fathers to try to treat the child's handicap at a cognitive level, and especially to desire professional information about their child's handicap as well as specific guidance on the care and upbringing of their child. They benefit from social support and professional services. Until now, however, there are hardly any gender-specific offers for fathers of children with Down syndrome. Clinical Social Work, with its integrative bio-psycho-social orientation and specialization on "hard-to-reach" clients, could play an important role in the gender-specific support of affected fathers and fill a gap in the care landscape.