Titelaufnahme

Titel
Bewegungsförderung in Österreich - : Ein Vergleich von Sportverletzungen und dem gesundheitsökonomischen Nutzen des Laufsports / vorgelegt von: Nina Novotny
VerfasserNovotny, Nina
GutachterMach, Engelbert ; Wimmer, Hubert
Erschienen2017
Umfangix, 86 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Gesundheitsförderung / Inaktivitätsbezogene Krankheitsbilder / Körperliche Aktivität / Körperliche Inaktivität / Prävention / Sportunfälle / Zivilisationserkrankungen
Schlagwörter (EN)health promotion / physical activity / physical inactivity / prevention / sports accidents / civilisation diseases
Schlagwörter (GND)Bewegungserziehung / Zivilisationskrankheit / Stoffwechsel / Gesundheitsförderung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-548 Persistent Identifier (URN)
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Bewegungsförderung in Österreich - [1.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den aktuellen Bewegungsförderungsprogrammen in Österreich hinsichtlich präventiver Maßnahmen zur Vermeidung von modernen Zivilisationserkrankungen. Hierbei liegt der Fokus der präventiven Maßnahmen bei ausübenden Hobby-Laufsportlern im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas. Folgeerkrankungen von körperlicher Inaktivität sind u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Stoffwechsel- und Ernährungskrankheiten. Weltweite Studien belegen, dass durch körperliche Aktivität, wie durch die World Health Organization definiert, das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sinkt.

Die Ergebnisse der österreichischen Gesundheitsbefragung 2014 zu der körper-lichen Aktivität der österreichischen Bevölkerung ergaben geschlechts-spezifische Unterschiede, die in der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren auseinanderklafften. 63 Prozent der Männer in dieser Altersgruppe erfüllten die WHO-Empfehlungen zur körperlichen Aktivität, im Gegensatz zu den Frauen, von denen lediglich 24 Prozent den WHO-Empfehlungen gerecht werden konnten. Mit zunehmendem Alter verringerte sich der geschlechtsspezifische Unterschied und lag bei beiden Geschlechtern bei etwa 50 Prozent. Trotz eines hohen Anteils an körperlicher Aktivität in der österreichischen Gesamtbevölkerung stieg die Anzahl der übergewichtigen und adipösen Personen in den letzten zehn Jahren kontinuierlich.

Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen im Bereich der Bewegung werden in Österreich vorwiegend sowohl die Sozialversicherung, als auch durch Städte und Gemeinden finanziert. Bei der Entwicklung der Ausgaben der Sozialversicherungen für Prävention vom Jahr 2001 bis 2012 ist die höchste Steigerung mit 130 Prozent bei der Primärprävention zu verzeichnen. Ausgabensteigerungen bei der Sekundärprävention beliefen sich auf 71 Prozent und der Anstieg in der Tertiärprävention betrug 123 Prozent.

Durch den Einsatz von Kosten-Nutzen-Effektivitätsanalysen können Gesundheitsausgaben in Österreich mit den Kosten von Sportunfällen und Sportverletzungen verglichen werden, als auch die Nutzen von Bewegungsförderung unter dem wirtschaftlichen Aspekt betrachtet werden.

Einsparungspotentiale bei den österreichischen Gesundheitsausgaben im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung, wie vermiedene direkte und indirekte Kosten bei Erkrankungen, ergeben sich durch das Senken des Risikos von modernen Zivilisationskrankheiten aufgrund von körperlicher Aktivität nach den WHO-Kriterien zu gesundheitswirksamer Bewegung. Der Nutzeneffekt von körperlicher Aktivität beläuft sich auf eine Kosteneinsparung der direkten und indirekten Kosten von Euro 45,96 Mio. bis Euro 530,08 Mio.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the currently physical-activity-programs in Austria regarding prophylaxis measures to prevent civilization diseases. The focus of the preventive measures is on hobby-running athletes in association with cardiovascular diseases and obesity.

Consequences of physical inactivity include: Cardiovascular diseases as well as metabolic and nutritional diseases. Global studies show that physical activity defined by the World Health Organization reduces the risk of cardiovascular disease.

The results of the Austrian health survey 2014 on the physical activity of the Austrian population revealed gender-specific differences which varied in the age group from 18 to 29 years. 63 percent of men in this age group met the WHO recommendations on physical activity, as opposed to women of whom only 24 percent could meet the WHO recommendations. As the age progressed, the gender-specific difference decreased and was about 50 percent for both sexes.

Despite a high proportion of physical activity in the Austrian population as a whole, the number of overweight and obese persons has risen steadily over the last ten years.

In Austria, health promotion and prevention measures in the area of movement are funded primarily by social insurance as well as by cities and municipalities.

The cost-benefit-effectiveness-analysis can be used to compare health expenditures in Austria with the costs of sporting injuries and sports accidents, or to take advantage of the promotion of mobility from an economic point of view.

Savings potentials for Austrian health care expenditure in the area of prevention and health promotion, such as avoided direct and indirect costs in the case of illnesses, result from the reduction of the risk of modern civilization diseases due to physical activity according to the WHO criteria for healthful movement. The useful effect of physical activity has a saving potential of direct and indirect costs from 45.96 million euros to 530.08 million euros.