Titelaufnahme

Titel
Funktionellen Elektrostimulation in der Neurologie - Anwendungsbedingungen und Verbesserungsmöglichkeiten
VerfasserTevnan, Birgit Maria
GutachterRitschl, Valentin ; Prochaska, Eveline
Erschienen2017
Umfang80 Seiten
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Anmerkung
vorgelegt von: Birgit Maria Tevnan
Datum der AbgabeAugust 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schnittstelle „Humandienstleistungen/Technik“ / Schulungsmethoden / Anwendungsfreundlichkeit / Ergotherapie / Physiotherapie
Schlagwörter (EN)technical and human services interface / training concept / usability / occupational therapy / physical therapy
Schlagwörter (GND)Ergotherapie / Funktionelle neuromuskuläre Stimulation
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-820 Persistent Identifier (URN)
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Funktionellen Elektrostimulation in der Neurologie - Anwendungsbedingungen und Verbesserungsmöglichkeiten [1.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Die Relevanz und Wirksamkeit von funktionelle Elektrostimulation (FES) in der Ergotherapie/Physiotherapie im Fachbereich Neurologie wird durch wissenschaftlichen Studien und Leitlinien bestätigt. Herausforderungen ergeben sich durch die Zunahme an neue Technologien und der Schnittstelle zwischen „Humandienstleistungen und Technik“ welche die Produkteinführung erschweren. Ziele dieser Arbeit sind es Gründe für „Non-Use“ sowie Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Einschulung und Betreuung von FES Geräten aufzuzeigen.

Methodik: 22 randomized controlled trial (RCT)s bis zum 21.03.2017, zu den Themen Produkteinführung, Schulungskonzepte, Bedienungsfreundlichkeit und FES, wurden in Form eines systematisches Literaturreview zu vorgegebenen Themenbereichen zusammengefasst. Darauf aufbauend wurde eine Umfrage mittels Fragebogen durchgeführt. 92 Therapeutinnen und Therapeuten aus der Neurologie, mit Betätigungsfeld in Österreich, im Alter zwischen 24 und 61 Jahren erfüllten alle Einschlusskriterien und wurden in die Analyse aufgenommen.

Resultate: Ergebnisse des Reviews zeigten drei Hauptdiagnosen (Querschnitt, Schlaganfall und Multiple Sklerose) für den Einsatz von FES, sowie Verbesserung der Greiffunktion als Hauptziel von FES Anwendungen. Der Fragebogen zeigt, dass 65% der teilnehmenden Personen FES Anwendungen grundsätzlich bekannt sind, jedoch setz- ten nur 41% FES in Ihrer Therapie ein. Von 61% der „Nicht-User“ wird „fehlende Fortbildung“ und von 59% „kein geeignetes Gerät vor Ort“ als Hindernis angegeben.

Conclusio: In den gewonnen Ergebnissen zeigen sich Möglichkeiten zur vermehrter Implementierung in Form von Verbesserung der Anwenderfreundlichkeit, kooperativer Produktentwicklung und vermehrten Schulungsangeboten. FES als Maßnahme in der Therapie ist mit 65% durchaus bekannt, vermehrte Fortbildungen sowie Bereitstellung von Geräten als Verbesserungsmöglichkeiten lassen sich anhand der Haupthindernisse ableiten. Weitere Forschungsansätze wäre eine Evaluierung der vorhandenen Schulungsmöglichkeiten sowie eine Überarbeitung von Fortbildungskonzepten.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective: Guidelines and studies encourage the therapeutic use of FES in the neuro- logical field trough occupational and physical therapists. The fast development of new technology and technical and human services interface are challenging for new product introductions. Goals for this thesis are to show reasons for „non-use“, possibilities for improvement during development and support of FES devices.

Methods: 22 RCTs up to March 21, 2017, with following topics, product introduction, training concept, usability and FES were included in the review and grouped into areas of interest. Based on the systematic review, a survey was developed and carried out. 92 Austrian therapists from the neurological field, between the ages of 24 and 61 were included in the analysis.

Results: The review shows three main diagnoses (spinal cord injury, stroke, and multiple scleroses) for the use of FES, grip function being the main goal of FES use. According to the survey 65% of the participants know FES applications, while only 41% actually use it in therapy. 61% of the „non-use group“ describe the „lack of training“ and 59% the „lack of suitable devices“ as obstacles for the use of FES.

Conclusion: The gathered results show possibilities to increase the implementation by optimizing the usability, cooperative product development and increased training opportunities. While 65% of the participants know about FES as a treatment option, the main obstacles show further training courses and providing equipment when necessary, as possible improvements. Further research approaches are therefore, evaluating present trainings options and reviewing education concepts.