Titelaufnahme

Titel
Steigender Hochschulzugang und sinkende Lehrlingszahlen in Oberösterreich / vorgelegt von: Haris Keric
Weitere Titel
Increasing university admissions, and the decline in vocation training in Upper Austria
AutorInnenKeric, Haris
GutachterSchneider, Herwig W. ; Hartmann, Natalia
Erschienen2017
Umfangix, 67 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeSeptember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Oberösterreich / Österreichisches Bildungssystem / Lehrlingsausbildung / Berufsbildung / Duales Bildungssystem / Akademisierung / Fachkräftemangel
Schlagwörter (EN)Upper Austria / Austrian education system / Apprentice training / Vocational training / Dual educational system / Academization / Skills shortage
Schlagwörter (GND)Hochschulzulassung / Berufsausbildung / Lehrling
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die rückläufigen Entwicklungen der Lehrlingszahlen in Gesamtösterreich rütteln am Bild der österreichischen dualen Berufsausbildung. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Lehrlingsausbildung in Oberösterreich und ihrem Verhältnis zu den anderen Schultypen der Sekundarstufe II, sowie dem Hochschulsektor. Konkret wird der Frage nachgegangen, welche Folgen sich aus den steigenden Hochschulzugangsquoten für die Lehrlingsausbildung in Oberösterreich und auch indirekt für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich ergeben, warum sich immer mehr junge Personen für den Gang an eine maturaführende Schule, wie AHS oder BHS, und gegen die Lehrlingsausbildung entscheiden und welche Maßnahmen getroffen werden sollten, um den Entwicklungen in der Lehrlingsausbildung und Hochschulbildung entgegenzuwirken. Um diese Fragen zu beantworten, wurden nach eine Literaturrecherche Experteninterviews mit Personen aus der Forschung, Sozialpartnerschaft und öffentlicher Verwaltung durchgeführt. Die Auswertung der Experteninterviews erfolgte mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Als wichtigste Ergebnisse dieser Arbeit kann festgehalten werden, dass die Lehrlingsausbildung in Oberösterreich durch die demographische Alterung der Gesellschaft und das verstärkte Präferieren der maturaführenden Schulen und sich daraus ergebener Akademisierung, bedroht scheint. Die Nachfrage am oberösterreichischen Arbeitsmarkt an Lehrlingen ist nach wie vor hoch. Weiters zeichnet sich durch diese Entwicklungen mittel- bis langfristig ein Fachkräftemangel in Oberösterreich ab. Die Unübersichtlichkeit des Fächerangebots im Schul- und Hochschulsystem erschwert die Bildungswegentscheidungen und zögert diese hinaus. Um die Grundkompetenzen der SchülerInnen zu steigern, werden als konkrete politische Maßnahmen die Aufwertung der Kindergärten und Volksschulen, sowie der Elementarpädagogik gefordert. Durch flächendeckende Zugangsbeschränkungen an allen Hochschulen soll der starke Zustrom an ‚Massenfächern‘ unterbunden werden. Die Zielgruppe der Lehrlingsausbildung soll auf AHS-MaturantInnen ausgeweitet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The declining number of apprentices in Austria is affecting the Austrian dual vocational education. The following paper addresses the vocational education in Upper Austria and its relationship with the other types of higher education at the secondary, and university levels. The questions deal specifically with the consequences of rising university admissions in relations to the decline in vocational training in Upper Austria. Furthermore, why younger people are choosing to attend a secondary school such as the school of general education (AHS) or vocational schools with higher education entrance qualification (BHS), and are opting against vocational training? What counter measures need to be considered to provide a sustainable balance between vocational and university education. In order to answer these questions, interviews were conducted with experts in their respective fields. Mayrings qualitative content analysis was used to evaluate the interviews. The most important finding is the fact that apprenticeship training in Upper Austria seems to be threatened by the demographic aging of society and the increased preference of the secondary schools. Despite these findings, the demand for apprentices in the Upper Austrian labor market remains high. Furthermore, these developments in the foreseeable future indicate a shortage of skilled specialized workers in Upper Austria. Lack of subject matter clarity in the school and university system hinders the decision-making process causing delays. In order to increase the basic student skills, a policy measure requiring the evaluation starting with the kindergarten and continuing up to the elementary level is needed. Universities are now limiting admissions by restricting access to popular fields of study. The target group of vocational training is to be extended to AHS graduates.

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