Titelaufnahme

Titel
Umsetzung der Open Science Initiative der EU Kommission in Österreich : Dargestellt am Beispiel der Technischen Universität Wien / vorgelegt von: Sabine Rainalter
Weitere Titel
Implementation of the EU Commission's Open Science Initiative in AustriaAs shown by the example of Technische Universitaet Wien
VerfasserRainalter, Sabine
GutachterSchnider, Andreas
Erschienen2017
Umfangix, 98 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeOktober 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Open Science / Open Access / Open Research Data / Europäische Kommission / Technische Universität Wien / Paradigmenwechsel / Öko-System-Bewusstsein / Scharmer
Schlagwörter (EN)Open Science / Open Access / Open Research Data / European Commission / Technische Universitaet Wien / paradigm shift / Eco-system consciousness / Scharmer
Schlagwörter (GND)Open Access / Forschungsdaten
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-1320 Persistent Identifier (URN)
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Umsetzung der Open Science Initiative der EU Kommission in Österreich [0.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Open Science ist eines der großen Themen der EU, die damit sowohl auf den merkbaren Trend eines gewünschten, freien Zugangs auf die neuesten, publizierten Forschungsergebnisse (Open Access) als auch auf das Bedürfnis nach einer länderübergreifenden Forschung, welche einen Zugriff auf die zugrundeliegenden Forschungsdaten (Open Research Data) voraussetzt, reagiert.

Aus dem Blickwinkel theoretischer Grundlagen ist festzustellen, dass die Intention von Open Science die größtmögliche Verbreitung von Wissen einem gemeinwohlorientierten Ziel nach Claus Otto Scharmer entspricht, das oft seinen Ausdruck in einer Öko-System-Initiative findet, die die Interessen der Allgemeinheit fördern will.^ Wie bei allen auf Zwang basierenden Instrumentarien gilt jedoch auch hier: Eine verpflichtende Umsetzung einer Initiative kann kontraproduktiv für ihre Zielerreichung sein.

Es stellt sich daher die Frage, ob die gemeinwohlorientierten Motive der EU, die für alle von ihr geförderten Forschungsprojekte eine verpflichtende Umsetzung von Open Access und Open Research Data vorsieht, an die Technische Universität Wien und deren Forscherinnen und Forscher weitergegeben werden können. Diese Problemstellungwurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit anhand von sieben qualitativen Interviews mit administrativem und wissenschaftlichem Personal der Technischen Universität Wien untersucht. Dabei hat sich herausgestellt, dass eine Transmission der Ziele der europäischen Kommission nicht gelungen ist und eine Umsetzung von Open Science lediglich aufgrund der Verpflichtung hierzu erfolgt.^ Dies hat als weiteres Resultat zur Folge, dass Forscherinnen und Forscher Open Science teilweise negativ gegenüberstehen.

Um derartigen Entwicklungen bzw. Ergebnissen entgegenzuwirken, sollte die Technische Universität eine Open Science Policy erstellen, an der auch Forscherinnen und Forscher aktiv mitwirken können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine positive Gesprächskultur Offenheit und Transparenz voraussetzt und eine gemeinsame Intention der Technischen Universität Wien nur durch eine Bewusstseinsänderung erfolgen kann. Darüber hinaus sollte ein positives Anreizsystem geschaffen werden, um die Forscherinnen und Forscher für den Grundgedanken von Open Access zu gewinnen und damit letztlich eine bessere und effektivere Umsetzung der Open Science Initiative an der TU Wien zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Open Science is one of the key objectives of the EU. It is reacting to an observable trend of implementing free access to the newest scientific publications (Open Access) and to the requirement of sharing scientific research data to facilitate transnational research (Open Research Data).

From a theoretical viewpoint, the main intention of Open Science, sharing knowledge, is a goal which improves common welfare according to Claus Otto Scharmer. Such goals are often implemented in so called eco-system initiatives, which aim to promote the best interests of the general public. However, instruments that are based on compulsion can be counterproductive to achieving the aims of those initiatives. This concept is proven again in our current case.

The EU compels scientists to implement Open Access and Open Research Data for all scientific research projects that it funds.^ This thesis seeks to determine whether the EUs common welfare goal can be transferred to the Technische Universitaet Wien and its scientists despite the inherent compulsion.

This issue was analyzed by interviewing seven administrative and scientific staff of the university. It emerged that the planned transmission of goals from the EU to the scientists did not take place, they only implement Open Science due to the legal requirements the EU placed upon them. Consequently, most scientists view Open Science quite negatively.

The Technische Universitaet Wien should implement an Open Science policy to counteract this development. It should enable scientists to actively take part in creating this policy. During this creation and the implementation, a positive culture of discussion is needed, which requires a lot of openness and transparency of all parties.^ The Technische Universitaet Wien needs a common intention and a change of awareness to better implement this eco-system initiative.

Furthermore, an incentive scheme is needed to encourage scientists to freely and effectively apply Open Science in their daily research.

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