Titelaufnahme

Titel
Von Technik-Optimismus und Cyber-Skepsis : Vergleich von technikkritischer Wissenschaft und Literatur aus zwei Perioden des technischen und sozialen Wandels / vorgelegt von: Lisa Stadtherr
VerfasserStadtherr, Lisa
GutachterSchnider, Andreas
Erschienen2017
Umfangvi, 76 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeAugust 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Technologischer Fortschritt / Digitale Revolution / Gesellschaft / Auswirkungen des technologischen Fortschritts auf die Gesellschaft / Soziales Gefüge / Sozialer Wandel
Schlagwörter (EN)technological progress / digital revolution / society / impact of technological progress on society / social fabric / social change
Schlagwörter (GND)Technologie / Digitale Revolution / Gesellschaft
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-1340 Persistent Identifier (URN)
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Von Technik-Optimismus und Cyber-Skepsis [0.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Analogien des Zusammenhangs es zwischen dem technologischen Fortschritt und Veränderungen im sozialen Gefüge gibt. Die Fragestellung wird anhand des Beispiels der industriellen und der digitalen Revolution behandelt, bezieht sich demnach auf zwei Zeiträume. Durch den Blick in die Vergangenheit sollen Strategien für die Zukunft, für den Umgang mit der digitalen Revolution entwickelt werden. Als Ankerpunkte dieser Arbeit dienen vier Autoren: zwei davon sind wissenschaftliche Aufarbeitungen, die anderen beiden sind literarische Werke. Seitens der Wissenschaft werden die Kernaussagen von Karl Marx in Bezug auf Beschleunigung, Technik und deren Auswirkungen den Thesen von Hartmut Rosa gegenübergestellt. Marx wird dabei als Vertreter des 20. Jahrhunderts, Rosa als einer des 21. Jahrhunderts herangezogen. Im Genre der literarischen Werke werden das Romanfragment „Der Verschollene“ („Amerika“) von Franz Kafka für das 20. Jahrhundert und Daniel Kehlmanns „Ruhm“ für das 21. Jahrhundert analysiert. Der Zugang ist ein sozialwissenschaftlich-historischer, der sich methodisch durch die Verwendung der zusammenfassenden, qualitativen Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel äußert. Verglichen werden jeweils die Technikbilder und die Technikkritik der literarischen und wissenschaftlichen Werke der jeweiligen Jahrhunderte miteinander sowie untereinander.

Analogien des Zusammenhangs zwischen technologischem Fortschritt und Veränderungen im sozialen Gefüge lassen sich am Beispiel der industriellen und der digitalen Revolution feststellen. Diese finden sich auf gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Ebenen. Abschließend wird als Handlungsoption die kollektive Bewusstseinsbildung als erster Schritt der Strategie für den Umgang mit der digitalen Revolution benannt.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis deals with the question, which analogies of connection exist between technological advancement and changes in the social fabric. The question is considered by means of the industrial and the digital revolution, thus taking into account two periods. Strategies for dealing with the digital revolution in the future are developed by considering past strategies. The central point of this thesis is the work of four authors: two of them scientific, the other two literary. A comparison is made between Karl Marx's core statements regarding acceleration, technology, and their effects and of Hartmut Rosas hypotheses. Marx is used as a representative of the 20th century, Rosa as one of the 21st century. In the literary genre Franz Kafka's novel "Der Verschollene" ("America") is analyzed for the 20th century and compared with Daniel Kehlmann's "Ruhm" for the 21st century. The thesis uses a socio-scientific-historical approach. It is methodically expressed through a comprehensive qualitative content analysis according to Gläser and Laudel. The images and criticism of technology in the literary works are compared with those in scientific works. Furthermore, those images of the respective centuries are contrasted with each other. Analogies of connection between technological advancement and changes in the social fabric are determined based on examples of the industrial and the digital revolution. Those analogies can be identified on societal, economic and technical levels. Finally, a course of action is proposed. The first step for dealing with the digital revolution is to raise collective awareness.