Titelaufnahme

Titel
„Care Leaver“- was nun? Bedarfserhebung aus der Perspektive von jungen Erwachsenen der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Wien / vorgelegt von: Claudia Wanke
VerfasserWanke, Claudia
GutachterAstleithner, Florentina
Erschienen2017
Umfangx, 110 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Datum der AbgabeAugust 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hilfen für junge Erwachsene / Ausgedehntes Erwachsenenalter
Schlagwörter (EN)Care Leaver / Emerging Adulthood / Hilfen für junge Erwachsene / Leaving Care
Schlagwörter (GND)Jugendhilfe / Betreutes Wohnen
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-1459 Persistent Identifier (URN)
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„Care Leaver“- was nun? Bedarfserhebung aus der Perspektive von jungen Erwachsenen der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Wien [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Zielgruppe der so genannten „Care Leaver“, Jugendliche kurz vor und nach Austritt aus der Kinder- und Jugendhilfe, wird in Österreich vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Die weitere Betreuung im Rahmen der MAG ELF, Amt für Jugend und Familie in Wien, ist an Bedingungen gebunden, welche die jungen Erwachsenen nur schwierig erfüllen können. Somit stehen sie vor strukturellen Herausforderungen.

Da in Wien bislang keine Untersuchungen über den Betreuungsbedarf von „Care Leaver“ existieren, soll die vorliegende Masterarbeit einen ersten Einblick über den Umgang mit der Zielgruppe bieten.

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Arbeitskreis Noah“, einer privaten Trägereinrichtung der Kinder- und Jugendhilfe und der Einrichtung „JUCA,“ einer Wohneinrichtung für wohnungslose Männer und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren, wurden sechs problemzentrierte Interviews mit „Care Leaver“ geführt. Die qualitative Erhebung wurde um vier ExpertInneninterviews mit MitarbeiterInnen der MAG ELF sowie des „Arbeitskreis Noah“ ergänzt. Das Ziel der Arbeit bestand darin, den gegenwärtigen Umgang mit „Care Leaver“ in der Wiener Soziallandschaft sowie deren konkreten Bedarf an Betreuung zu erheben.

Die Auswertung mittels Inhaltsanalyse zeigte, dass die jungen Erwachsenen aufgrund ihres langjährigen Verbleibs in einer Einrichtung der Fremdunterbringung stark an die ehemaligen Betreuungspersonen gebunden sind und auch nach Betreuungsende die Einrichtung für die unterschiedlichsten Anliegen aufsuchen. Dabei ergab sich, dass in den Bereichen Wohnen, Ausbildung und Arbeit sowie im Umgang mit Behörden der höchste Unterstützungsbedarf besteht.

Bezogen auf den Bedarf wurden Handlungsempfehlungen für die weitere Betreuung der jungen Erwachsenen formuliert.

Zusammenfassung (Englisch)

The target group „Care Leaver“, young adults, who shortly left or will lieave the child and youth welfare service, get increased attention in Austria. Continuing care service within the MAG ELF, child and youth welfare service in Vienna, is based on strict conditions the young grown- ups often cannot comply with. Thus, they are confronted with structural challenges.

As no studies concerning the demand of care of „Care Leaver“ in Vienna have been performed so far, the present master thesis provides a first insight into the target groups dealings.

In cooperation with the association „Arbeitskreis Noah“, a private provider institution of the child and youth welfare service and the institution „JUCA“, a living facility for homeless men and women between the age of 18 and 30 years, six problem- centered interviews were conducted. The qualitative survey was completed by four expert interviews with employees of MAG ELF and by the „Arbeitskreis Noah“. The studys aim consists of the elicitation of the present dealings with „Care Leaver“ in Viennese social environment and their concrete demand of care.

The analysis of the interviews revealed that the young grown- ups are strongly bound to their former advisors, in relation to the period they have stayed within institutional care and frequent the institution also after their care has ended.

The highest demand of care revealed in areas like accommodation, education and work and dealing with government agencies.

As a result, progressions for continuous care of young grown-ups were recommended.