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Title
Umgang von Fachkräften der Sozialen Arbeit mit Krisensituationen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Wien / vorgelegt von: Justin Janke
Additional Titles
Social worker professionals dealing with crisis situations in stationary child and youth services in Vienna
AuthorJanke, Justin
Thesis advisorSeyr, Martina ; Hausegger, Manuela
Published2017
Descriptionix, 107 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionSeptember 2017
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Krisensituation / Klinische Soziale Arbeit / Krise / Notfall / Konflikt / Eskalation / Akutsituation / Stationäre Kinder- und Jugendhilfe / Notfallversorgung / Akutintervention / Krisenintervention / Deeskalation / Sozialtherapeutische Wohngemeinschaft
Keywords (EN)crisis situation / Clinical Social Work / crisis / emergency / conflict / escalation / acute situation / stationary child- and youth care / emergency care / acute intervention / crisis intervention / de-escalation / socialtherapeutical living communitie
Keywords (GND)Krise / Jugendhilfe / Krisenmanagement / Sozialtherapie
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Abstract (German)

Die Masterarbeit befasst sich mit Krisensituationen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Wien. Sie geht den Fragen nach, wie Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit akuten Krisensituationen umgehen, welche Interventionen dabei zum Einsatz kommen und wie diese von den dort beschäftigten Fachkräften persönlich begründet werden.

Dabei problematisiert die Forschungsleiterin Begriffsdefinitionen aus der vorhandenen Literatur, welche in Zusammenhang mit Krisensituationen stehen. Forschungsdefizite werden diesbezüglich aufgezeigt und einer kritischen Auseinandersetzung unterzogen.

Auf der Basis der theoretischen Ausführungen und der vorgestellten möglichen Interventionsformen werden Vorfallsprotokolle von Krisensituationen aus einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft in Wien herangezogen und einer Dokumentenanalyse unterzogen.

Elemente der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring halfen dabei, ein Kategoriensystem zu erstellen, welches in Anlehnung an die Fragestellung die theoretischen Ausführungen, die Erkenntnisse aus der Dokumentenanalyse sowie die Erfahrungen aus der beruflichen Praxis der Forschungsleiterin miteinbezogen. So entstanden Kategorien, welche den üblichen Verlauf einer Krisensituation anhand der Vorfallsprotokolle wiedergeben. Dies ermöglichte es, die Protokolle Schritt für Schritt auszuwerten.

Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen auf, dass in Krisensituationen unterschiedliche Interventionsformen flexibel zum Einsatz kommen, welche nur teils von den Fachkräften begründet werden. Wesentlich bei der Wahl der Intervention scheint die Gefahreneinschätzung in der Situation selbst zu sein, wobei Einschätzung der Selbst- und/oder Fremdgefährdung eine erhebliche Rolle spielt. Der situative Kontext sowie der Krisenanlass bedürfen dabei intensiver Aufmerksamkeit für die Anbahnung einer Krisensituation. Interventionen vereinen Aspekte aus unterschiedlichen Interventionsmöglichkeiten zu einem Ganzen und stehen in engem Zusammenhang mit Deeskalationsstrategien.

Es wird anschließend dargestellt, dass vor allem in der Sozialen Arbeit in diesem Bereich Defizite vorliegen und die Thematik in den Bereich der stationären Kinder- und Jugendhilfe integriert werden muss, sodass ein allgemeines Bewusstsein für Krisensituationen und den Umgang mit diesen geschaffen werden kann.

Abstract (English)

This masters thesis deals with crisis situations in stationary child and youth care in Vienna. It addresses questions like, how social worker professionals deal with crisis situations, which types of interventions are applied, and how they are justified by the professionals working there.

The lead researcher discusses definition of terms in available literature, which are connected to crisis situations. Research deficits related to this subject are shown and are undergone a critical controversy.

On the basis of theoretical remarks and the introduced types of interventions, incident protocols of crisis situations within socialtherapeutical living communities in Vienna are used and analyzed.

Elements of qualitative content analysis according to Mayring helped creating a category system which, referring to the issue, included theoretical explication, insights of document analysis and work-related experience. Categories, representing the process of crisis situations, were created. This way the protocols could be evaluated step by step.

This thesiss results show, that different forms of intervention, which are only partly justified by the professionals, are used flexibly in crisis situations. The estimation of danger seems to be essential for the choice of intervention whilst in a situation itself, taking into account the importance of estimation for self- and/or external threat. For a crisis situation looming, the situations context, plus the cause of crisis require intense attention. Interventions unite aspects of different options for intervention, and are closely bound to strategies of de-escalation.

Further it is depict, that there are deficits inside of this field, especially in social working, and the topic has to be integrated into the field of stationary child- and youth care, with the result that a common sense for crisis situations, and for dealing with them is created.

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