Titelaufnahme

Titel
Junge Wohnungslose Wiens. Merkmale, Herausforderungen, Perspektiven. / vorgelegt von: Florian Baumgarten
Weitere Titel
Young Homeless of Vienna. characteristics, challenges, prospects.
AutorInnenBaumgarten, Florian
GutachterBengesser, Andreas ; Steiner, Elisabeth
Erschienen2017
Umfangiv, 111 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeSeptember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Arten der Wohnungslosigkeit / Defizit- / Ressourcenorientierung / Emerging Adulthood / Hard-to-reach / Herausforderungen / Junge Wohnungslose / Klinische Soziale Arbeit / Logistische Regression / Multiproblemlagen / Niederschwelligkeit / Nutzung des Unterstützungssystems / Passung / Perspektiven / Qualitative Inhaltsanalyse / Unterstützungs- / Betreuungsbedarf / Wiener Wohnungslosenhilfe / Wohnungslosigkeit / Zielgruppeneinschränkung / Zugang
Schlagwörter (EN)Homelessness / Emerging Adulthood / Clinical Social Work
Schlagwörter (GND)Obdachlosigkeit / Obdachlosenhilfe / Gesundheit
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-1715 Persistent Identifier (URN)
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Junge Wohnungslose Wiens. Merkmale, Herausforderungen, Perspektiven. [1.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Diese Arbeit untersucht Charakteristika und Herausforderungen wohnungsloser Emerging Adults Wiens. Ergebnisse werden in Verbindung zu Perspektiven innerhalb der Wiener Wohnungslosenhilfe gebracht. Aufgrund der Multikomplexität und den Gesundheitseinflüssen von Wohnungslosigkeit im Allgemeinen sowie der untersuchten Passung zwischen Klient_innensystem und Umwelt im Speziellen, trägt diese Untersuchung in hohem Ausmaß zum Theoriebestand Klinischer Sozialer Arbeit bei. Theoretischer Hintergrund: Forschungen zum Übergang ins Erwachsenenalter empfehlen das Konzept Emerging Adulthood. Dieses fokussiert die Altersgruppe 18a-29a. Eigenständigkeit und Instabilität dieser Phase ist evident. Parallel kann Wohnungslosigkeit als Produkt von Destabilität interpretiert werden, die Fähigkeiten zur Krisenbewältigung blockiert. Aufgrund individueller Verhältnisse destabilisierender Faktoren ist Wohnungslosigkeit multidimensional und biographisch. Dennoch unterscheiden sich Wege der Wohnungslosigkeit im Alter und weisen spezielle Charakteristika und Herausforderungen auf. Konzepte der Wohnungslosenhilfe versuchen diese Gruppe explizit zu adressieren. Dennoch zeigen Evaluationen auf, dass Anbieter_innen nicht immer adäquaten Zugang oder Unterstützung per se gewährleisten. Die Wiener Wohnungslosenhilfe ist in einem Stufenmodell organisiert. Jede Stufe bietet mehr Stabilität, ist allerdings restriktiver im Zugang. Dies trifft besonders für die Stufe betreuter Wohnformen zu, die durch Zugangskriterien geregelt ist. Eine Wiener Expert_innengruppe deutet, basierend auf Vergleichen quantitativer Daten zu Notquartiersnutzer_innen und Bewohner_innen betreuter Wohnformen, auf Benachteiligung im Zugang wohnungsloser Emerging Adults hin. Methodik: Um Einflüsse auf den Zugang zu betreuten Wohnformen wohnungsloser Emerging Adults Wiens (18a-30a) zu untersuchen, werden Charakteristika und Herausforderungen anhand quantitativer Daten des Unterstützungssystems und einer Qualitativen Inhaltsanalyse von Falldokumentationen (n=82) des Jahres 2016 identifiziert. Ergebnisse ebendieser werden in deren Häufigkeit gemessen und ins Verhältnis zur Betreuungsdauer gesetzt. Diese dienen als unabhängige und der Zugang zum Unterstützungssystem als abhängige Variable in der Berechnung logistischer Regressionsmodelle (n=62). Fazit: Die Ergebnisse unterstreichen die Multidimensionalität von Wohnungslosigkeit sowie die Relevanz des Alters. Ein Drittel der Klient_innen ist der Alterskohorte 18a-30a zugehörig. Zwanzig relevante Charakteristika und Herausforderungen konnten identifiziert werden, welche die Heterogenität der Population bestätigen. Obwohl jene betreffend die existentielle Grundsicherung (z.B. Transferleistungen oder Notquartier) die relevantesten sind, beinhalten Beratungen meist einige der anderen Themen (z.B. Konsum oder Kommunikationsprobleme in der Beratung) in extremer Ausprägung. Zwei Regressionsmodelle sind relevant. Während das Modell Betreuungsintensität auf einfach generierbaren Variablen basiert, erklärt das Modell der Qualitativen Inhaltsanalyse Einflüsse auf den Zugang zu betreuten Wohnformen am besten. Diese Modelle enthalten acht signifikante Prädikatoren. Deren Interpretation legt eine Defizitorientierung im Zugang zu betreuten Wohnformen nahe. Daher wird die Berücksichtigung von Ressourcen Betroffener nahegelegt.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim: The research examines characteristics and challenges of homeless Emerging Adults in Vienna. Findings are linked to perspectives within Viennas supporting system for homeless people. Due to multi-complexity or health influences of homelessness in general as well as the examined fitting of client systems and their environment in particular, this research highly contributes to knowledge of Clinical Social Work. Theoretical Background: Studies on transition to adulthood propose the conception of Emerging Adulthood, focusing on the age period 18 to 29. Evidence is provided to the distinctness and instability of this period. At the same time, homelessness can be seen as a product of destabilisation, blocking the ability to cope with crises. Due to individual relations of destabilising factors, homelessness is multidimensional and storied. However, drafts on pathways of homelessness reveal differences in age, showing specific characteristics and challenges of Emerging Adults pathways. Concepts of support service providers therefore try to address this population explicitly. Still, evaluations point out, that providers are not always able to offer adequate access to support or adequate support per se. The support system Viennas for homeless people is primarily based on stages. Each stage offers more stability, but is more restricted in access. This applies in particular to the stage of transitional living, which access is regulated by certain criteria. A Viennese expert group suggest disadvantages in accessibility for homeless Emerging Adults by the system, based on relations of quantitative data on shelter users and transition home users. Methods: To examine influences on access to transitional living of homeless Emerging Adults Viennas (18a to 30a) characteristics and challenges are identified by quantitative data of the supporting system and a Qualitative Content Analyse on documentation (n=82) of cases in the year 2016. Findings of the Qualitative Content Analyse are measured in frequency and described relative to durations of support for each client. Using those generated items as independent variables and the access status as dependent variable, logistic regression models (n = 62) are calculated to identify influences on accessibility. Results: The findings underline the multidimensionality of homelessness as well as the relevance of age. One third of the clients belong to the age cohort 18-30. Twenty relevant characteristics and challenges could be identified, giving proof to the populations heterogeneity. Even though, those characteristics concerning existential safety (e.g. financial support or shelter) are the most relevant over all, most clients counselling contained several of other topics (e.g. drug use or challenging communication during counselling) in high extend. Model performances of the logistic regression suggest two models relevant. While the model Support-Intensity is based on standardised or easily generated variables, the model Qualitative Content Analyse explains influences on the access to transitional housing of homeless Emerging Adults the best. Those models contain eight significant variables. Due to their regression coefficients and odds ratio, access to transition living for homeless emerging adults seem highly dependent on the intensity of deficits. Therefore, the consideration of clients resources is suggested.

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