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Title
Gewalt im Kontext demenzieller Erkrankungen. : Wechselseitige Gewalterfahrungen als Folge von Überforderung pflegender Angehöriger. / vorgelegt von: Bianca Anna Sallaberger
Additional Titles
Violence in the context of dementia.Reciprocal experiences of violence because of the excessive demand of caring relatives.
AuthorSallaberger, Bianca Anna
Thesis advisorSchörghofer, Josef ; Wolfgruber, Gudrun
Published2017
Descriptionx, 119 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionSeptember 2017
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Ältere Menschen / Demenz / Gewalt / Häusliche Gewalt / Häusliche Pflege / Klinische Soziale Arbeit / Lebensweltorientierung / Pflegende Angehörige / Psychoedukation
Keywords (EN)caring relatives / clinical social work / dementia / domestic care / domestic violence / elderly people / orientation on the conditions of life / psychoeducation / violence
Keywords (GND)Demenz / Hauspflege / Gewalt
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-1830 Persistent Identifier (URN)
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Gewalt im Kontext demenzieller Erkrankungen. [1.06 mb]
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Abstract (German)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Gewalt im Kontext demenzieller Erkrankungen und bezieht sich im Genaueren auf wechselseitige Gewalterfahrungen in der häuslichen Pflege von demenzkranken Menschen.

Die Forschung wurde anhand von Expert_innen-Interviews durchgeführt, welche mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Das Hauptthema bildet die Überforderung pflegender Angehöriger von demenzkranken Menschen, welche neben den Facetten der häuslichen Pflege- und Betreuung auch das eigene Leben weiterleben müssen.

Aufgrund dieser ständigen und langen Belastungssituation bauen sich in pflegenden Angehörigen verschiedenste Gefühle unter anderem Schuld, Scham, Rache und auch Unmut auf und können zu Gewaltsituationen führen. Wichtig zu erwähnen ist, dass diese Gewalt auch unbeabsichtigt beziehungsweise aus der Überforderung heraus passiert und nicht in erster Linie aus bösem Willen obwohl es natürlich auch diese Ursachen für Gewalt gibt.

Doch nicht nur pflegende Angehörige können mit Gewalt in dieser belastenden Zeit reagieren. Auch die an Demenz erkrankten Menschen fühlen sich mit der Situation der Erkrankung überfordert und sind verängstigt. Daher ist es auch ein Anliegen dieser Arbeit, die wechselseitigen Gewalterfahrungen, als auch das Zusammenspiel verschiedenster Faktoren in der häuslichen Pflege- und Betreuung aufzuzeigen.

Des Weiteren ist es Ziel dieser Arbeit, die Facetten der häuslichen Pflege und die Entstehung, als auch die Prävention, von Gewaltsituationen aufzuzeigen und welchen Beitrag die Klinische Soziale Arbeit auch unter Berücksichtigung des bio-psycho-sozialen Modells und der Lebensweltorientierung dazu leisten kann.

Eines der Ergebnisse ist es, dass die fehlende Aufklärung der pflegenden Angehörigen über Demenzerkrankungen wesentlich zu ihrer Überforderung beitragen kann. Aggressive Tendenzen oder veränderte Verhaltensweisen der demenzkranken Menschen beziehen die pflegenden Angehörigen auf sich persönlich und erleben dadurch verschiedenste Gefühle wie Unmut, Wut und Traurigkeit.

Auch die Notwendigkeit der Sensibilisierung des sozialen Umfeldes, als auch der Gesellschaft allgemein, würde die Überforderung der pflegenden Angehörigen verringern und so ebenfalls häusliche Gewalt vermeiden. Wäre auch die Allgemeinheit besser über Demenzerkrankungen informiert, ließe sich in weiterer Folge die Stigmatisierung der Betroffenen der Erkrankung und auch der pflegenden Angehörigen vermeiden.

Weitere Ergebnisse werden am Ende der vorliegenden Masterarbeit eingehend erläutert.

Abstract (English)

This thesis deals with violence in the context of dementia diseases and refers more precisely to reciprocal experiences in the domestic care of dementia patients.

The research was carried out based on expert interviews, which were evaluated using the qualitative content analysis according to Mayring.

The main theme is the excessive demand of caring relatives of people with dementia, which have to live their own lives besides the domestic care.

Due to this permanent and long-lasting stress situation, the most diverse feelings are growing in caring relatives - including guilt, shame, revenge and displeasure - and can lead to violent situations. It is important to note that this violence also happens unintentionally and/or from the challenge and not primarily from evil will although violence also exists because of this reasons.

But not only caring relatives can react with violence in this incriminating time. People with dementia also feel overwhelmed by the situation of the disease and are also frightened. Therefore it is also a matter of this thesis to show the reciprocal experiences of the interplay of various factors in domestic care.

Furthermore, the aim of this thesis is to show the facets of domestic care and the emergence, as well as the prevention, of violent situations and what contribution the Clinical Social Work - also considering the bio-psycho-social model and the orientation on the conditions of life can perform.

One of the results is that the lack of education of the caring relatives of people with dementia can make a significant contribution to their excessive demand. Aggressive tendencies or altered behaviors of people with dementia relate the caring relatives to themselves personally and thereby experience various feelings such as displeasure, anger and sadness.

The need to raise awareness of the social environment, as well as the whole society, would also reduce the burden on caring relatives, thus avoiding domestic violence. If the public were better informed about dementia, the stigmatization of those affected by the illness and the caring relatives could also be avoided.

Further results will be explained in detail et the end of this thesis.

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