Bibliographic Metadata

Title
Einsatzmöglichkeiten von Blockchain im österreichischen Energiemarkt am Beispiel des Fahrplanmanagement
Additional Titles
Capabilities of blockchain in the Austrian energy market by the example of the schedule management
AuthorZöchmann, Johannes
Thesis advisorBeretits, Georg Peter ; Oberpertinger, Rudolf
Published2017
Descriptionix, 102 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2017
Date of SubmissionAugust 2017
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Digitalisierung / Blockchain / Energiewirtschaft / Dezentrale Energieversorgung / Energiemarkt / Fahrplanmanagement / Smarte Verträge
Keywords (EN)Digitalization / Blockchain / Energy economy / Decentralized power supply / Energy market / Schedule management / Smart contracts
Keywords (GND)Digitalisierung / Energiewirtschaft / Virtuelle Währung / Blockchain
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Abstract (German)

Kontext und Fragestellung

Der Begriff Digitalisierung ist kein Zukunftsthema mehr. Immer mehr Unternehmen und Branchen beschäftigen sich bereits sehr intensiv damit und versuchen so die möglichen Vorteile für sich zu nutzen. Auch die Energiewirtschaft hat bereits den Fortschritt im Auge. Ein Treiber für die mögliche Digitalisierung in der Energiewirtschaft wird in der Technologie Blockchain gesehen.

Die Technologie Blockchain ist durch Kryptowährungen, wie Bitcoin bekannt geworden. Eine Blockchain ist eine stetig wachsende Datei, welche sämtliche Transaktionen aller teilnehmenden Akteure der Blockchain enthält. Diese Datei wird auf allen Rechnern, der an der Blockchain teilnehmenden Akteure, gespeichert und liegt nicht wie bei anderen Systemen auf einem zentralen Server. Neue Transaktionen werden in einem automatisierten Abstimmungsprozess im Konsens hinzugefügt. Aus dieser Funktionsweise leiten sich die zentralen Versprechen der Blockchain-Technologie ab: die Gewährleistung von Datensouveränität (Nutzungskontrolle) und die direkte Interaktion zwischen sich unbekannten Akteuren, ohne dass hierfür eine Vermittlung durch zentrale Instanzen notwendig ist. Interaktion beschränkt sich hierbei nicht auf Transaktionen, sondern schließt Anwendungen und Prozessabläufe ein, welche durch die Architektur der Blockchain-Technologie manipulationssicher, nachvollziehbar und effizient durchführbar werden.

Da es sich bei Blockchain noch um eine sehr junge, weitestgehend unerprobte und unerforschte Technologie handelt, eruiert diese Arbeit die Einsatzmöglichkeit des aktuellen Entwicklungsstandes der Technologie Blockchain im österreichischen Energiemarktmodell am Beispiel des Fahrplanmanagements.

Ziele der Arbeit

Diese Arbeit soll einen Überblick über die Technologie Blockchain, die Parteien, Prozesse und Abläufe des österreichischen Energiemarktmodells und des bestehenden Prozesses Fahrplanmanagement geben.

Die Arbeit untersucht, ob die aktuell bestehenden Prozesse des Fahrplanmanagements mit dem aktuellen Entwicklungsstand der Technologie Blockchain abgebildet werden können und wie die Einsatzmöglichkeiten aussehen könnten.

Ergebnisse

Eine technische Umsetzung wäre bereits mit dem aktuellen Entwicklungsstand der Technologie möglich. Jedoch würden durch einen Einsatz der Technologie keine großartigen Vorteile entstehen. Die einzigen Vorteile wären, dass alle berechtigten Marktteilnehmer zur gleichen Zeit auf die gleichen Daten zugreifen könnten. Dies würde zu einer Steigerung der Datenverfügbarkeit führen. Auch im Bereich der Sicherheit könnten nur unwesentliche Vorteile geschaffen werden. Zwar könnte durch den Einsatz der Technologie eine teilweise Automatisierung stattfinden, diesen Vorteilen stehen jedoch sehr viele Nachteile und eine gewisse Unsicherheit gegenüber, da es noch keine Langzeittests gibt. Das Fahrplanformat ist ein europaweites standardisiertes Format. Dies hat zur Folge, dass eine Umstellung nur in Österreich nicht sinnvoll wäre, da Probleme bei der Kompatibilität entstehen könnten. Der Prozess ist abgebildet und wird bereits programmgestützt durchgeführt. Neue IT-Systeme verursachen hohe Kosten und bringen großen Implementierungsaufwand mit sich. Dies würde somit eine hohe finanzielle Belastung bedeuten, ohne wesentliche Vorteile im laufenden Betrieb erzielen zu können. Die weiteren Entwicklungen der Technologie sind zu verfolgen, denn sollten die aktuellen Probleme der Privacy-Einstellungen und der Skalierbarkeit gelöst werden können, kann dies eine Technologie für viele Anwendungen in der Energiewirtschaft werden.

Abstract (English)

Context and questioning

The concept of digitisation is no longer an issue for the future. More and more companies and industries are engaging with this topic, and trying to exploit its potential advantages for themselves. The energy industry is already keeping an eye on developments. One driver of possible digitisation in the energy industry can be seen in blockchain technology.

Blockchain technology made its name via cryptocurrencies such as Bitcoin. A blockchain is a steadily growing file containing all transactions made by the parties active in the blockchain. Unlike other systems, this file is not located on a central server, but instead saved on all computers that are active in the blockchain. New transactions are added in consensus via an automated voting process. The central promise of blockchain technology is derived from this mode of operation, that is, the guarantee of data sovereignty (use control) and direct interaction between unknown participants, without the need for mediation by central entities. Interaction is not limited to transactions, but includes applications and process flows, which can be implemented using blockchain architecture technology in a way that is tamper-proof, comprehensible and efficient.

Since blockchain is still a very new, largely untested and unexplored technology, this paper investigates the application potential of the current state of blockchain technology in the Austrian energy market model using the example of schedule management.

Objective of the paper

The objective of this paper is to provide an overview of blockchain technology, as well as the parties, processes and procedures of the Austrian energy market model and the existing process schedule management.

The paper examines whether currently existing timetable management processes can be mapped with the current state of blockchain technology and what possible applications could look like in reality.

Results

Given the technologys current development status, technical implementation would already be possible. However, using the technology would not provide any great benefits. The only advantages would be that all authorised market participants could access the same data at the same time. This would lead to an increase in data availability. Even in the field of security, only insignificant advantages would be created. Although the use of the technology could lead to partial automation, these advantages however bring very many disadvantages as well as a degree of uncertainty, as there are no long-term tests in existence. The schedule format is a European standardised format. As a result, a conversion in Austria only would not be sensible, as compatibility issues might arise. The process is mapped and is already implemented in a programme-based manner. New IT systems are costly and require a lot of effort to implement. This would result in a high financial burden without being able to obtain significant advantages for the current operation. Further developments in the technology should be followed; if the current problems of privacy settings and scalability can be solved, this can become a technology for many applications in the energy industry.

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