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Title
Steuerrechtliche Folgen von Vermögensübertragungen mittels Rentenvereinbarungen und rentenähnlichen Verträgen / vorgelegt von: Angelika Braun
Additional Titles
Fiscal treatment of property transfers via annuity agreements or comparable annuity based contracts
AuthorBraun, Angelika
Thesis advisorKerstinger, Eva-Maria ; Schwaiger, Martin
Published2018
Descriptionx, 101 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Date of SubmissionMay 2018
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Kaufpreisrente / Unterhaltsrente / Gegenleistungsrente / Leibrente / Reverse Mortgage / Home Reversion / Immobilienverzehrprodukte
Keywords (EN)Reverse Mortgage / Home Reversion / equity release products
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Abstract (German)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der steuerrechtlichen Behandlung von Vermögensübertragungen, bei denen die Gegenleistung in Form einer Rentenvereinbarung erfolgt. Grundsätzlich wird steuerrechtlich zwischen Rentenvereinbarungen aus Anlass der Übertragung von Betrieben, Teilbetrieben und Mitunternehmeranteilen und Rentenvereinbarungen aus Anlass der Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter unterscheiden. Innerhalb dieser beiden Kategorien wird weiter in Kaufpreisrenten, Unterhaltsrenten, Versorgungsrenten und gemischte Renten unterteilt. In welche dieser Unterkategorien ein Sachverhalt fällt, hängt hauptsächlich vom Wertverhältnis zwischen dem übertragenen Vermögen und dem Barwert der Rentenvereinbarung ab. Die einzelnen Rentenarten werden steuerrechtlich als entgeltlicher oder als unentgeltlicher Vorgang behandelt, wodurch es in weiterer Folge zu unterschiedlichen steuerrechtlichen Ergebnissen kommt. Die soeben beschriebenen Rentenbezeichnungen können nicht direkt aus dem Einkommensteuergesetz 1988 (EStG) abgeleitet werden. Das EStG kennt nämlich im Kontext von Renten lediglich die Begriffe „Renten“, „wiederkehrende Bezüge“ und „dauernde Lasten“. Durch das Steuerreformgesetz 2000 wurde das EStG unter anderem so abgeändert, dass die Kategorisierung von Rentenvereinbarungen (in Kaufpreisrenten, Unterhaltsrenten, Versorgungsrenten und gemischte Renten) aus den Begriffen und Normen die das EStG zur Verfügung hat, abgeleitet werden kann.

Am Ende der Arbeit werden sogenannte Immobilienverzehrprodukte behandelt. Diese stellen eine Möglichkeit dar, das in Immobilien gebundene Kapital verfügbar zu machen, ohne das es beispielsweise zu einem Verkauf oder einer Vermietung des Grundstückes kommt. Da es viele verschiedene vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten im Kontext von Immobilienverzehrprodukten gibt, kann keine einheitlich gültige, steuerrechtliche Würdigung betreffend dieser Produkte getroffen werden.

Abstract (English)

This thesis investigates the fiscal treatment of property transfers, where the consideration is constituted by an annuity agreement. In principle, tax law differentiates between annuity agreements for the transfer of companies, separable parts of business operations or entrepreneurial partnership interests on the one hand, and annuity agreements for the transfer of single assets on the other. Within these two principal categories, there is a further subdivision into four different types of contracts called: “Kaufpreisrenten”, “Unterhaltsrenten“, “Versorgungsrenten“ and “gemischte Renten”. In which of these subcategories a specific agreement falls, depends mainly on the ratio of the value of the transferred assets and the net present value of the annuity agreement. By the existing fiscal law, the different types of annuities are either considered as transactions against payment or non-paid transactions, resulting in different tax treatments. The aforementioned annuity terminology cannot be derived directly from the Austrian Income Tax Act 1988 (EStG). In conjunction with annuities, the EStG only knows the terms “Rente“, “wiederkehrende Bezüge“ and “dauernde Lasten”. Among other things, the Tax Reform Act 2000 amended the EStG in such a way that the categorization of “Rentenvereinbarungen” (id est “Kaufpreisrenten”, “Unterhaltsrenten“, “Versorgungsrenten“ and “gemischte Renten”) can be derived from the terms and standards available to the EStG.

In the final chapter of this thesis, so-called equity release products (e.g. reverse mortgages) are treated. These contracts provide an opportunity to make available the capital tied up in real estate without, for example, selling or renting the respective property. Due to the multitude of possibilities to design contracts for real estate consumption products, it is impossible to arrive at a uniformly valid/applicable assessment of tax issues concerning these products.