Titelaufnahme

Titel
Psychosoziale Situation von Betroffenen des Frauenhandels - Möglichkeiten und Grenzen der Klinischen Sozialen Arbeit : zur psychosozialen Unterstützung / vorgelegt von: Anne Allstadt
Weitere Titel
The psychosocial situation of women affected by human trafficking - opportunities and limits of social support for clinical social work
AutorInnenAllstadt, Anne
GutachterBuchegger, Johanna
Erschienen2018
Umfangviii, 123 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Diagnostisches Fallverstehen / Frauenhandel / Psychosoziale Situation / Soziale Unterstützung / Traumatisierung
Schlagwörter (EN)social diagnosis / trafficking in women / psychosocial situation / social support / traumatization
Schlagwörter (GND)Frauenhandel
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-2768 Persistent Identifier (URN)
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Psychosoziale Situation von Betroffenen des Frauenhandels - Möglichkeiten und Grenzen der Klinischen Sozialen Arbeit [1.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, wie Betroffene des Frauenhandels psychosoziale Unterstützung wahrnehmen und auf welchen Ebenen unterschiedliche Formen von Unterstützung nach der Anbindung an professionelle Strukturen einen Beitrag zur Verbesserung ihrer psychosozialen Situation leisten können.

Ehemalige Klientinnen der Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels wurden gefragt, welche Unterstützungsleistungen für sie verfügbar waren und wie sie diese wahrgenommen haben. Ein qualitatives Forschungsdesign und die Durchführung problemzentrierter Interviews erlaubt dabei, das subjektive Erleben der Frauen in den Mittelpunkt zu stellen.

Eine Systematisierung der Unterstützungsleistungen ermöglicht eine differenzierte Darstellung, auf welchen Ebenen diese wirksam werden können. Darüber hinaus wird Traumatisierung im psychosozialen Kontext einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Die Ergebnisse zeigen, dass neben den Unterstützungsleistungen seitens der Professionist*innen der Unterstützung des Sozialen Netzwerks eine wichtige Rolle bei der Bewältigung des Erlebten zuteilwird.

Diese positiven Aspekte bestätigen die Annahme, dass Unterstützung als relevanter Einflussfaktor die psychosoziale Situation der Betroffenen betreffend zu bezeichnen ist. Ferner konnte gezeigt werden, dass das Ausbleiben Sozialer Unterstützung bzw. das Erleben von Nichtunterstützung sequenzielle Traumatisierung begünstigen kann, weshalb die Ausgestaltung von Unterstützungsprozessen professionell zu begleiten ist.

Im Zuge dessen wurde eingehend betrachtet, über welche Möglichkeiten die Klinische Soziale Arbeit bezüglich der Ausgestaltung psychosozialer Unterstützungsprozesse verfügt und somit die Notwendigkeit eines umfassenden diagnostischen Fallverstehens belegt. Eine trauma- und bindungssensible Haltung der involvierten Akteur*innen kann als unbedingt erforderlich beschrieben werden, um adäquate Angebote zu machen und einen gelingenden Unterstützungsprozess zu initiieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study examined how victims of trafficking in women perceive psychosocial support, as well as considering in what ways various types of support may, after such victims have been brought within the compass of professional structures, make a contribution to improving their psychosocial situation.

Former clients of the intervention agency for women affected by such trafficking were interviewed about the psychosocial support the that they had encountered, with the emphasis being on the subjective experiences and assessments of this support by the interviewees. This focus was made possible by employing a qualitative design involving problem-centered interviews.

A systematization of the existing support services allowed a highly differentiated assessment of the levels at which these may be effective. In addition, we undertook a detailed consideration of traumatization within the relevant psychosocial context.

The results reveal that, along with the support services of professionals, the support of a social network plays an important role in coping with those things experienced by the interviewees.

Such positive effects reinforce the supposition that the social network is a relevant factor in influencing the psychosocial situation of the women concerned. Furthermore, it was demonstrated that the absence of social support or perceived lack of support may promote sequential traumatization, so that it is vital that the form and content of such support processes are closely monitored by professionals in the field.

In the course of this investigation, the available options for clinical social work with respect to influencing psychosocial support processes were examined in detail. The results demonstrated that a comprehensive diagnostic approach to such cases is necessary for understanding them to a satisfactory degree.

It was concluded that acute sensitivity to the trauma experiences of the women involved and a trusting relationship with them are essential in order to be able to offer appropriate and adequate measures and to initiate a successful support process.

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