Titelaufnahme

Titel
Nachhaltigkeit durch Bürger_innen-Beteiligung? : Entwicklung eines Evaluierungsmodells für Projekte der Lokalen Agenda anhand einer exemplarischen Projektevaluierung / vorgelegt von: Thomas Braudisch
Weitere Titel
Achieving sustainability through public participation?Developing an evaluation model for Local Agenda projects on the basis of an exemplary project evaluation
AutorInnenBraudisch, Thomas
GutachterHaberhauer, Judith ; Hager, Isabella
Erschienen2018
Umfangvi, 84 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Agenda 21 / CEval / EvaLA21 / Evaluierung / Lokale Agenda 21 / Lokale Agenda Wien / nachhaltige Bezirksentwicklung / Nachhaltigkeit / Soziale Arbeit / Sozialraum / Stadtteil
Schlagwörter (EN)Agenda 21 / CEval / EvaLA21 / evaluation / Local Agenda 21 / Local Agenda Vienna / urban sustainable development at local level / sustainability / social work / social space / neighborhood
Schlagwörter (GND)Nachhaltigkeit / Bürgerbeteiligung
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Prozessen der Lokalen Agenda 21 und deren Ziel einer nachhaltigen Stadteilentwicklung. Die Lokale Agenda in Wien ist eine Plattform für lokale Bürger_innen-Beteiligung zur Umsetzung von bottom-up initiierten Projekten im Grätzel. Getragen werden diese Projekte von engagierten Bewohner_innen, die Agendabüros stellen lediglich unterstützende Ressourcen bereit. Nachhaltigkeit spielt in der Lokalen Agenda 21 eine zentrale Rolle, denn ihren Ursprung hat sie in der Agenda 21 (Aktionsprogramm der UNO), die im Rahmen der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) beschlossen wurde. Kernthema dieser Konferenz war die Frage, wie globale Entwicklung nachhaltig gestaltet werden kann. Ein zentrales Ergebnis war, dass nachhaltige Stadtteilentwicklung nur auf lokaler Ebene stattfinden kann.

Daraus ergibt sich die Frage, inwieweit die Lokale Agenda Wien, die Agendabüros und vor allem die einzelnen Gruppen mit ihren Projekten dieses Ziel auch tatsächlich erreichen. In dieser Arbeit wird daher ein Evaluierungs-Tool für Agendagruppen vorgestellt, EvaLA21, mit dem sich die Gruppen selbst evaluieren können. EvaLA21 hat zwei zentrale Funktionen: Die erste Funktion betrifft die ‚klassische‘ Aufgabe jeder Evaluierung, d.h. die Überprüfung der Zielerreichung. Die zweite und meines Erachtens wichtigere Funktion betrifft die Selbstreflexion. Durch das gemeinsame Ausfüllen des Evaluierungsbogens entsteht eine Diskussion zu Themen, die sonst in den Agendatreffen nicht behandelt werden. Dadurch können Arbeitsweisen und Denkmuster, die sich durch die langjährige Arbeit in der Gruppe verfestigt haben, hinterfragt und ggf. überarbeitet werden.

Die Strukturen und Prozesse der Lokalen Agenda 21 auf Stadtteilebene stellen einen wichtigen, bisher aber unterrepräsentierten Bezugspunkt sozialraumorientierter Sozialer Arbeit dar. Das hier vorgestellte Tool EvaLA21 will einen Beitrag zur Quervernetzung dieser beiden Bereiche leisten.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis explores central processes of the Local Agenda 21 aiming at sustainable local urban development. In Vienna, the Local Agenda offers a platform for citizen participation to facilitate bottom-up projects in local neighbourhoods. These projects are initiated and implemented by citizens, while Agenda-offices provide relevant support and resources. Having its roots in the Agenda 21 action plan of the United Nation Organisation (UNO), which was resolved at the United Nations Conference on Environment & Development in Rio de Janeiro (1992), sustainability is the main target of the Local Agenda 21. The Rio conference addressed the key question of sustainable global development. As regards urban sustainable development, local participatory action was defined a key principle.

This raises the question to what extent the Local Agenda in Vienna, its local Agenda-offices, and, particularly, the individual citizen projects (Agenda-groups) contribute to sustainable urban development at the local level. From this backdrop, the thesis develops an evaluation tool for Agenda-groups, ‘EvaLA21, to self-evaluate their work. EvaLA21 provides two functions. First, it affords the ‘classic task of any evaluation, namely the monitoring of target achievement. Secondly, it facilitates processes of self-reflection, which from my point of view are more essential to evaluation in the specific context of the Agenda 21. The collective completion of evaluation-surveys stimulates the discussion of topics, which are not necessarily part of the agenda of group meetings. This allows for the reflection and review of work routines and ways of thinking, which particular Agenda-groups have established throughout longstanding cooperation.

The structures and processes that the Local Agenda 21 has established on the level of local neighbourhoods represent an important, but largely neglected, reference point for spatial social work. By developing the evaluation tool EvaLA21 this thesis offers an essential link to connect these two distinct fields of practice.