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Title
Erwachsene Mitglieder der Österreichischen Gehörlosengemeinschaft im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion in Bezug auf die Freizeitgestaltung / vorgelegt von: Marielene Hamp
Additional Titles
Adult members of the Austrian Deaf Community and the challenges between inclusion and exclusion in relation to leisure activities
AuthorHamp, Marielene
Thesis advisorHaberhauer, Judith ; Vorlaufer, Johannes
Published2018
Descriptionv, 119 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Date of SubmissionApril 2018
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Exklusion / Freizeit / Gehörlosigkeit / Gebärdensprache / Inklusion / Integration / Klinische Sozialarbeit / Österreich
Keywords (EN)exclusion / leisure time / deafness / sign language / inclusion / integration / clinical sozial work / austria
Keywords (GND)Gehörlosigkeit / Freizeitangebot / Gebärdensprache
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-2795 Persistent Identifier (URN)
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Erwachsene Mitglieder der Österreichischen Gehörlosengemeinschaft im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion in Bezug auf die Freizeitgestaltung [8.56 mb]
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Abstract (German)

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Inklusion bzw. Exklusion von gehörlosen Erwachsenen in Bezug auf ihre Freizeitgestaltung. Hierbei steht das Inklusions- bzw. Exklusionsgefühl der gehörlosen Personen, also ihre diesbezügliche Selbsteinschätzung, im Vordergrund. Diese wurde in Bezug auf die vorhandenen Freizeitangebote und ihre (Nicht-)Nutzung analysiert.

Die für diese Masterarbeit durchgeführten qualitativen Interviews mit gehörlosen Erwachsenen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring analysiert und mit der Theorie in Verbindung gebracht. Außerdem wurden innerhalb der Interviews gemeinsam mit den Interviewteilnehmerinnen und Interviewteilnehmern Netzwerkkarten bezüglich ihrer freizeitlichen sozialen Kontakte erstellt, die ebenfalls interpretiert wurden und in die Forschung integriert wurden.

Die Ergebnisse der Forschung zeigen, dass es gehörlosen Menschen vor allem darum geht nicht auf ihre körperlichen Gesundheitsaspekte, also auf die Gehörlosigkeit reduziert zu werden. Der Wunsch nach Aufklärung und Sensibilisierung der hörenden Mehrheitsgesellschaft ist groß. Es fällt auf, dass die gehörlosen Personen nur jene Bedingungen für sich einfordern, die den meisten hörenden Personen üblicherweise gegeben sind, nämlich Verständnis und Akzeptanz der Anderen für die eigenen Bedürfnisse, selbstbestimmte Teilhabe und adäquate (visuelle) Kommunikationsmittel. Hier wird also von den befragten gehörlosen Personen eine weitere Verbesserung der derzeitigen Bedingungen im Freizeitbereich bezüglich der Inklusion gefordert, wobei der Wunsch nach einem breiteren Angebot mit Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern vordergründig geäußert wurde. Zusammenhänge zwischen der Integration in den Freizeitbereich und dem bio-psycho-sozialen Gesundheitsempfinden, und die unterstützende Wirkung der Integration bei der Gesundheitsförderung konnten in dieser Arbeit an verschiedenen Punkten herausgearbeitet werden. Demnach wirkt sich die nur teilweise empfundene Integration in manche Teile des gesellschaftlichen freizeitlichen Lebens insofern negativ aus, als es als zusätzlicher Stress empfunden wird, dass eine Teilnahme nur mit hohem Aufwand möglich wird. Als positiv wird dagegen eine funktionierende Integration erlebt, die es möglich macht sich im Freizeitbereich tatsächlich zu erholen und auszuleben.

Die Klinische Sozialarbeit könnte hier einhaken, um sowohl mittels Sensibilisierungsarbeit auf die Bedürfnisse von gehörlosen Personen aufmerksam zu machen, als auch um gehörlose Personen selbst dazu zu befähigen, sich für ihre Bedürfnisse und Rechte einzusetzen. Dies ermöglicht eine tatsächliche barrierefreie Teilhabe für alle Menschen, auch für die gehörlosen Mitglieder der Gesellschaft.

Abstract (English)

The core of this Masters thesis is whether deaf adults should be included or excluded in the picking of their leisure activities. Here the focus lies on the self-assessment of the deaf people considering their feelings of inclusion or exclusion. This self-assessment has been analyzed with the available leisure activities at hand and their usage or non-usage.

The qualitative interviews with deaf adults, which have been conducted during this Masters thesis, were analyzed with Philipp Mayrings approach of qualitative content analysis then linked to the theory. Furthermore, networking-maps were made together with the interviewees to depict their social contact network in their leisure time. These networking-maps were additionally interpreted and added to this research.

The findings of the research show that deaf people foremost do not want to be reduced to their physical disease, which is in their case deafness. There is a huge desire for the hearing population to be educated and sensitized about deafness. It is remarkable that deaf people only want the same possibilities that hearing people have. Their wishes are understanding and acceptance for their own needs by others as well as self-determined participation and adequate (visual) means of communication. Primarily, the interviewed deaf people wanted better conditions for the inclusion into leisure time activities where they remarked a wish for a broader range of activities with Sign Language Interpreters. Correlations between integration into free time activities and the bio-psycho-social sensation about health could be identified in several aspects within this thesis. According to that, the feeling of only being partly integrated affects several parts of social and leisure life adversely in a way that an additional feeling of stress arises, which makes participation only possible with great efforts. On the contrary, a working integration is being sensed as extremely positive as this makes real regeneration and realization of enjoyable leisure activities possible.

Clinical social work could intervene here to raise awareness of the needs of deaf people as well as to support deaf people to advocate for their own needs and rights. This facilitates a real accessible participation of all people, including the deaf members of the society.

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