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Title
Natur als Ressource im Rehabilitationsprozess von Klientinnen und Klienten der stationären Suchthilfe : Eine empirische Forschung zur Identifizierung von Faktoren im Zusammenhang mit der Einstufung der Wirkung von Natur / vorgelegt von: Magdalena Lienhart
Additional Titles
Nature as a resource in the rehabilitation process of clients in stationary facilities for addicted peopleAn empirical study to identify factors correlating with the effect of nature
AuthorLienhart, Magdalena
Thesis advisorBengesser, Andreas ; Vorlaufer, Johannes
Published2018
Descriptionv, 129 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Date of SubmissionApril 2018
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Natur / Naturverbundenheit / Ressource / Stationäre Rehabilitation/Suchthilfe / Anton Proksch Institut / Schweizer Haus Hadersdorf / Therapiestation Walkabout / Therapiestation Erlenhof / Klinische Soziale Arbeit / Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung / Krise / Freizeit
Keywords (EN)Nature / Connection to Nature / Ressource / Stationary rehabilitation/facilities for addicted people / Anton Proksch Institute / Schweizer Haus Hadersdorf / Therapy station Walkabout / Therapy station Erlenhof / Clinical social work / Withdrawal treatment / Crisis / Leisure time
Keywords (GND)Suchtkrankenhilfe / Rehabilitation
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Abstract (German)

Im Rahmen dieser Masterarbeit findet eine quantitative Erhebung mit Klientinnen und Klienten des Anton Proksch Instituts, des Schweizer Haus Hadersdorf, der Therapiestation Walkabout und der Therapiestation Erlenhof zum Thema „Natur als Ressource in der stationären Suchthilfe“ statt.

Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Wirkungseinstufung der Ressource Natur im gesamten Rehabilitationsprozess, in einer krisenhaften Zeit sowie in der Freizeit zu beschreiben. Des Weiteren sollen Faktoren, welche im Zusammenhang mit diesen Wirkungseinstufungen stehen, ersichtlich werden. Außerdem sollen Faktoren dargelegt werden, die einen Effekt auf den Wunsch nach mehr Zeit in der Natur haben. Die Ergebnisse können in Hinblick auf bedürfnisgerechte Zugänge zu Naturerlebnissen in der Suchtrehabilitation in Betracht gezogen werden.

Das gesundheitsfördernde Potential der Natur auf Körper und Psyche ist groß und wurde empirisch bereits mehrfach belegt. Interventionen in der Natur zur Förderung der Ressourcen finden in der stationären Suchthilfe in unterschiedlichem Ausmaß statt. Dieser Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die Ressource Natur von den Klientinnen und Klienten positiv beurteilt wird und somit einen wesentlichen Stellenwert im Rehabilitationsprozess, in krisenhaften Zeiten und in der Freizeitgestaltung einnimmt. Darüber hinaus wird angenommen, dass bestimmte individuelle und institutionsspezifische Faktoren im Zusammenhang mit der positiven Einstufung der unterstützenden Wirkung von Natur stehen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass der Wunsch nach mehr Zeit vor allem bei Klientinnen und Klienten des Anton Proksch Instituts besteht.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Wirkung der Ressource Natur im Rehabilitationsprozess, der Krise und der Freizeit als überwiegend positiv und unterstützend bewertet wird. Vor allem die individuelle Naturverbundenheit, die Therapiestation Walkabout als Institution, betreute Unternehmungen in der Natur, die stationäre Phase, das Alter und das Geschlecht stellen Faktoren dar, welche im Zusammenhang mit der Einstufung der unterstützenden Wirkung von Natur stehen. Der Wunsch nach mehr Naturaufenthalt wird besonders von den Klientinnen und Klienten des Anton Proksch Instituts, welches vergleichsweise einen geringen Naturbezug in der Rehabilitation vorweist, geäußert. Aufgrund der Ergebnisse dieser Arbeit wird empfohlen, die externe Ressource Natur zur Stärkung der internen Ressourcen in die klinisch-sozialarbeiterische Praxis miteinzubeziehen und somit das Setting der Klinischen Sozialen Arbeit auf naturnahe Umgebungen zu erweitern.

Abstract (English)

This master thesis includes a quantitative study with clients of Anton Proksch Institut, Schweizer Haus Hadersdorf, Walkabout and Erlenhof concerning “Nature as a resource in the rehabilitation process of addicted people”. The aim of this study is to analyse the relevance of nature as a resource in the rehabilitation process, in crisis and leisure time and to recognize factors, which affect the estimation of nature in a positive or negative way. Furthermore, factors correlating with the need for more time in nature should become evident. The results can be used as information in order to assure adequate and sufficient access to nature during the rehabilitation process.

The health-promoting potential of nature on body and mind has been empirically proven several times. Stationary facilities are using nature during their rehabilitation processes to a different extent. Therefore, the author of this study assumes that nature is an essential resource for the clients during their rehabilitation process and especially during crisis and leisure time. Furthermore, it is assumed that there are certain institutional and individual factors that have a significant effect on this evaluation. Moreover, it is presumed that especially clients of Anton Proksch Institut have the need for more time in nature during their rehabilitation.

The results of this research show, that the interviewed persons rated nature during the rehabilitation, in crisis and in leisure time mainly positive. Especially the connection to nature, the institution “Walkabout”, guided activities in nature, stationary period, age and gender have a significant effect on the evaluation of those resources. The need for more time out in nature is particularly described by clients of Anton Proksch Institut, which implements very little interventions in nature within the rehabilitation.

Due to these results the author recommends to include nature as an external resource to strengthen the internal resources of the clients during clinical social work. Furthermore, the range of activities within clinical social work should be extended in a green setting.