Titelaufnahme

Titel
Politisches Beamtentum in Österreich : Eine Untersuchung der Spitzen der Ministerialbürokratie unter Berücksichtigung der Position des Generalsekretärs / vorgelegt von: Jakob Armin Josef Wiesbauer-Lenz
Weitere Titel
Civil Service and Politics in AustriaAnalysing the heads of ministerial bureaucracy with special focus on the position of Secretary-General
AutorInnenWiesbauer-Lenz, Jakob
GutachterGoiser, Thomas ; Dahlvik, Julia
Erschienen2018
Umfangix, 111 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Generalsekretär / Politik - Verwaltung / Politisches Beamtentum / Verwaltungswissenschaft / Vertrauen
Schlagwörter (EN)Political Civil Service / Secretary-General / Public Management Science / Political Administration
Schlagwörter (GND)Beamter / Generalsekretär / Bundesverwaltung
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Zusammenfassung (Deutsch)

An der Nahtstelle zwischen österreichischer Politik und österreichischer Bundesverwaltung wurde zu Beginn des Jahres 2018 ein Veränderungsprozess eingeleitet: Die Etablierung der Stelle des Generalsekretärs als weisungsbefugter Vorgesetzter der Sektionschefs stellt eine rechtliche und politische Neuerung am Brennpunkt zwischen der politischen und der administrativen Sphäre dar. Die Neudefinition dieser Position und ihrer Befugnisse sowie der Einsatz von Generalsekretären in allen Bundesministerien haben das Potential, massive Veränderungen in Hinblick auf das Zusammenspiel der Akteure an dieser Schnittstelle zu bewirken. Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Darstellung, Aufarbeitung und Analyse der wesentlichen Faktoren, die Politik und Verwaltung prägen, und untersucht, inwiefern die neuen Generalsekretäre einen Beitrag zur Etablierung eines „politischen Beamtentums“ in Österreich leisten. Eine wesentliche Grundlage bildet die Erhebung und Auswertung biografischer Daten der Spitzen der österreichischen Ministerialverwaltung, die vor dem einsetzenden Veränderungsprozess am 10. Dezember 2017 als Sektionschef tätig waren. Die Beschreibung charakteristischer Karriereverläufe ist dabei genauso Teil der Beobachtung wie der Versuch, diese Daten zu typologisieren und damit den Ist-Zustand zu dokumentieren. Diese quantitative Erhebung bildet die Grundlage, um die Nahtstelle mit Hilfe themenanalytisch ausgewerteter ExpertInneninterviews und empirischer Forschungsergebnisse einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Das Hauptaugenmerk wird darauf gelegt, wie das politisch-administrative Umfeld auf diese Neuerung reagiert und welche Veränderungen erwartet werden. Die Auswirkungen der angestoßenen Veränderung auf die Arbeitszusammenhänge im politisch-administrativen Bereich können zum Zeitpunkt des Entstehens der Arbeit (Mai 2018) noch nicht endgültig abgeschätzt werden. Das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung birgt noch viele Unklarheiten in sich und befindet sich jedenfalls in Bewegung, was eine gute Grundlage für weitere verwaltungswissenschaftliche Forschung bietet.

Zusammenfassung (Englisch)

In early 2018, a process of change was initiated at the interface between political decision-making in Austria and the countrys federal administration: The newly established position of Secretary-General (Generalsekretär) as a superior to the Heads of Section (Sektionschefs) that has authority and control constitutes both a legal and a political novelty in the focal point of political and administrative spheres. A new definition of said position and its authorities as well as the employment of Secretaries-General in all federal ministries bear the potential to induce massive changes in the interaction of all players at this crucial crossing. My paper undertakes the academic representation, discussion and analysis of the essential factors that influence politics and administration and examines the ways in which the new Secretaries-General contribute to the establishment of a “political civil service” in Austria. An important basis for this is the collection and evaluation of biographical data for the heads of ministerial administration in Austria, most of whom were active as Heads of Section prior to the process of change initiated on December 10th, 2017. My observation includes both descriptions of characteristic career developments and attempts at a typology of this data in order to document the actual state of affairs. This quantitative survey forms the basis for a more specific assessment of the new interface using expert interviews evaluated according to certain topics and empirical research results. My main focus is on how the environment of political administration reacts to the innovation and on what kinds of changes are expected. The full impact the initiated changes will have on the work in the field of political administration cannot be fully estimated at this time (May 2018). The zone between politics and administration remains a conflicting one, still bearing numerous ambiguities and certainly being in motion, thus providing a good basis for further research in the field of administration.