Titelaufnahme

Titel
Aktives Elternkarenz-Management in sozialwirtschaftlichen Organisationen : Eine quantitative Untersuchung in der Behindertenhilfe / vorgelegt von: Irene Jedenastik
Weitere Titel
Managing parental leave in social economy organizations A quantitative study of service providers for people with disabilities
AutorInnenJedenastik, Irene
GutachterSpatt, Stephan
Erschienen2018
Umfangvii, 95 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeApril 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Elternkarenz / Management / Personalbindung / Sozialwirtschaft / Behindertenhilfe
Schlagwörter (EN)Parental leave / Management / Employee retention / Social economy / Services for people with disabilities
Schlagwörter (GND)Nonprofit-Bereich / Elternzeit
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-3199 Persistent Identifier (URN)
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Aktives Elternkarenz-Management in sozialwirtschaftlichen Organisationen [1.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit fragt, welche Faktoren erklären, ob sozialwirtschaftliche Organisationen in der Behindertenhilfe aktives Elternkarenz-Management betreiben und wie sie es ausgestalten. Ausgehend von einer theoretischen Auseinandersetzung zu den Themen Sozialwirtschaft, Elternkarenz, Personalbindung und Wiedereinstieg werden Hypothesen zu vier möglichen Faktoren aufgestellt, welche die Durchführung von Maßnahmen des aktiven Elternkarenz-Managements begünstigen können: Personalentwicklung, weibliche Führungskräfte, Frauenanteil und Organisationsgröße. Die quantitativ-empirische Untersuchung umfasst Organisationen in fünf österreichischen Bundesländern, die Angebote in den Bereichen Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderung setzen. Die Datenerhebung erfolgte mittels vollstandardisierter Fragebögen und telefonischer Interviews. Die Rücklaufquote betrug 65 Prozent (99 von 152 Organisationen). Damit präsentiert die vorliegende Arbeit die bisher umfangreichste Studie zu aktivem Elternkarenz-Management in der österreichischen Sozialwirtschaft.

Die Ergebnisse zeigen, dass punktuelle und weniger kostenintensive Maßnahmen des Elternkarenz-Managements (z.B. Karenz-Planungsgespräch, Wiedereinstiegsgespräch, Einladung zu betriebsinternen Festen) eher umgesetzt werden als laufende und mit höheren Kosten verbundene (z.B. Weiterbildung, geringfügige Mitarbeit, regelmäßige Information über Veränderungen in der Organisation). Die Daten lassen keine allgemeine Bestätigung der aufgestellten Hypothesen zu, es können jedoch statistisch signifikante Zusammenhänge zu einzelnen Maßnahmen des Elternkarenz-Managements hergestellt werden. Besonders die Erstellung eines Leitfadens zum Umgang mit Mitarbeitenden in Elternkarenz als Maßnahme des Elternkarenz-Managements sticht insofern hervor, als sie einen signifikanten Zusammenhang mit drei unabhängigen Variablen (Personalentwicklung, Frauenanteil und Organisationsgröße) aufweist.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines whether and how organizations in the social economy working with disabled people actively manage parental leave. Based on a theoretical discussion of the social economy, parental leave, employee retention and re-entry I put forward hypotheses regarding four determinants that should make organizations more likely to promote active parental leave management: human resource development, female leadership, the proportion of female staff, and organizational size. The quantitative empirical research design covers social economy organizations in five Austrian states that offer housing and employment services for people with disabilities. A fully standardized questionnaire was administered via telephone, the overall response rate was 65 percent (99 out of 152 organizations). The study thus contributes the most comprehensive analysis to date of active parental leave management in the Austrian social economy.

The results show that organizations are more likely to take selective and less costly measures (e.g. a personal meeting to plan absence and re-entry, invitations to festivities) than those that require a more permanent and higher financial commitment (e.g. training, marginal employment, periodic information about organizational changes). The data do not support a general confirmation of the hypotheses, yet several independent variables display statistically significant associations with individual measures for managing parental leave. Notably the presence of written guidelines for actively managing parental leave is correlated with three of the independent variables (human resource development, the proportion of female staff and organizational size).

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