Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss der Rahmenbedingungen auf die Sicherheitsstrategie Olympischer Spiele / vorgelegt von: Martin Holovlasky
Weitere Titel
The influence of framework conditions on the security strategy of the Olympic Games
AutorInnenHolovlasky, Martin
GutachterLudescher, Aldric ; Preßl, Beatrice
Erschienen2018
Umfang224 Seiten
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Olympische Spiele / Sicherheitsstrategie / Rahmenbedingungen / Kontingenztheorie / Knowledge Transfer
Schlagwörter (EN)Olympic Games / Security strategy / Framework conditions / Contingency theory / Knowledge transfer
Schlagwörter (GND)Olympische Spiele / Finanzierung
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Zusammenfassung (Deutsch)

Olympische Spiele als der Inbegriff von Sport-Mega-Events haben die zentra-le Eigenschaft, nur alle zwei Jahre in einer unterschiedlichen Umgebung stattzufinden. Dies bezieht sich sowohl auf den Standort als auch auf das erweiterte Umfeld der Veranstaltung. Letzteres beinhaltet das Organisations-komitee, aber auch die jeweils aktuelle Gefährdungslage. In der Regel ereig-nen sich die Olympischen Spiele an einem Ort, der erstmalig Gastgeber ist und somit mangelnde spezifische Erfahrungen aufweist.

Aus dieser Ausgangslage leitet sich die folgende Fragestellung der Untersu-chung ab: Welchen Einfluss haben die geografischen, demografischen, poli-tischen und finanziellen Rahmenbedingungen des jeweiligen Gastgeber-landes auf die Sicherheitsstrategie der Olympischen Spiele?

Im Rahmen dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, welchen Einfluss die oben genannten Rahmenparameter auf die jeweilige Sicherheitsstrategie einer Veranstalternation haben. Darüber hinaus soll geklärt werden, ob sich ein allgemeingültiges Modell ableiten lässt, anhand dessen die Situation zu-künftiger Bewerber um die Austragung der Olympischen Spiele evaluiert werden kann.

Dieser Untersuchung liegen die Kontingenztheorie sowie das International Permanent Observatory Modell (IPO Modell) des United Nations Interregional Crime and Justice Research Institute (UNICRI) zugrunde. Mittels der Kontin-genztheorie, auch situativer Ansatz genannt, wird der Einfluss der Rahmen-bedingungen auf die Struktur, das Verhalten der Mitarbeiter und somit letzt-lich die Effizienz der Organisation beschrieben. Die vorliegende Arbeit be-zieht diesen Ansatz auf den Aufbau der Sicherheitsstrategie und deren zent-rale Zielrichtungen. Das IPO Modell wird als Ausgangsmodell für eine ein-heitliche Auswertung der jeweiligen Sicherheitsstrategie herangezogen.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden mehrere qualitative Ansätze verfolgt. Obwohl üblicherweise Forschungen die auf der Kontingenztheorie beruhen, überwiegend quantitative Herangehensweisen verfolgen, und auch diese Arbeit Potential für einen quantitativen Ansatz bieten könnte wurde eine qualitative Methode gewählt. Dies begründet sich vorwiegend darin, dass der überwiegende Teil der Daten nicht eindeutig quantifizierbar ist, sowie die Stichprobe für valide quantitative Untersuchungen zu gering ist.

Für die empirische Erarbeitung der jeweiligen geografischen, demografi-schen, politischen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie der Sicher-heitsstrategien wurden Datenbankrecherchen und Textanalysen vorgenom-men. Um die Informationen über die Sicherheitsstrategien zu erweitern, be-gründen und letztlich validieren zu können, wurden leitfadengestützte Exper-teninterviews durchgeführt und diese anschließend anhand qualitativer In-haltsanalysen nach Mayring ausgewertet.

Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zeigen, dass in den meisten Fällen Zusammenhänge zwischen der Sicherheitsstrategie und den jeweili-gen Rahmenbedingungen bestehen. Diese sind jedoch wider Erwarten nicht so signifikant wie angenommen.

Es wird deutlich, dass der Wissenstransfer sowohl von vorhergehenden Olympischen Spielen als auch zwischen nationalen und internationalen Si-cherheitsbehörden von zentraler Bedeutung für die Sicherheitsstrategie der Olympischen Spiele ist.

Zusammenfassung (Englisch)

A central characteristic of the Olympic Games, as the epitome of sports mega events, is that they take place in completely different environment every two years. This refers to both the nation in which the event takes place and the extended environment. The latter includes the organising committee as well as the respective threat situation with regards to the security of the event. Mostly Olympic Games take place in cities that have never hosted these Games before which results in a lack of specific experience by the hosting country.

It is from this particular point that the underlying research question of this pa-per stems. That question is: What influence does the geographical, demo-graphical, political and financial framework conditions of the respective host-nation have on the security strategy of the Olympic Games?

Within the course of this paper the influence of the above framework condi-tions on the security strategy of a host nation are researched. Furthermore, whether significant correlations exist that could lead to a generally valid mod-el for the analysis of future host nations is identified.

This paper makes use of the contingency theory as well as the IPO model. The contingency theory serves as the underlying theory regarding the influ-ence of framework conditions on the structure and behaviour of an organisa-tion or, in this case, the security strategy and the security apparatus. The IPO model is used to identify the respective security strategies in a consistent and model-based way.

To answer the underlying research question, several qualitative methods have been applied. Although research which relates to the contingency theo-ry usually pursues quantitative approaches and the research question within this paper also realises some approaches to quantitative research, a qualita-tive approach has been chosen. This is mainly due to the type and amount of available information, which would not allow for a scientifically valid quantita-tive approach.

The empirical research on the geographical, demographical, political and fi-nancial framework conditions, as well as the security strategy has been con-ducted by means of database research as well as textual analysis. In order to extend and validate the information on the respective security strategies, some expert interviews were also conducted and analysed by means of quali-tative content analysis according to Mayring.

The key finding of this paper is that certain correlations exist between the framework conditions and the security strategy. They are, however, not as significant as was initially estimated.

Of greater significance is the correlation between the security strategy and the use of knowledge transfer. This correlation is present both in terms of knowledge transfer from previous to subsequent Olympic Games and be-tween national and international security agencies and authorities.